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Rezension Rezension (5/5*) zu Wenn du für mich bist von Jody Hedlund.

Dieses Thema im Forum "Historische Romane" wurde erstellt von claudi-1963, 30. September 2018.

  1. claudi-1963

    claudi-1963 Silber Mitglied

    Registriert seit:
    29. November 2015
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    789
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    Für einen Neuanfang in den Westen

    <strong>"Man beherrscht die Menschen nur, indem man ihnen dient. Diese Regel hat keine Ausnahme." (Victor Cousin)</strong>
    New York & Illinois, 1857: Die 19-jährige Bäckertochter Elise Neumann hat ein schweres Los gezogen. Als die Familie Probleme mit der Monarchie von Graf Eberhard bekam, wanderten sie nach Amerika aus. Doch nur wenige Zeit später versterben beiden Eltern und Elise muss sich um ihre Schwestern Marianne, Sophie und die beiden Waisenkinder Olivia und Nicholas kümmern. In der Missionsstation von Miss Pendleton finden sie eine einfache Obhut und eine Arbeit als Näherin. Bei einem Bandenkrieg in der Stadt, lernt sie den sympathischen Gentleman Thornston Quincy kennen, der ihnen verspricht zu helfen, heimlich verliebt sie sich in ihn. Doch Thornston vergisst sie, den er muss einen Wettstreit mit seinem Zwillingsbruder, um das Erbe des Vaters bestreiten. Dabei ist er fest entschlossen zu gewinnen und einer anderen Frau den Hof zu machen. Dann jedoch kommt die Finanzkrise und Elise und Marianne stehen ohne Arbeit da. Nun gibt es nur noch einen Ausweg, Elise muss mit der Eisenbahn in den Westen wo sie dringend Arbeitskräfte suchen. Nichtsahnend das sie dort Thornston wiedersieht und sie in seiner Stadt angestellt wird. Währenddessen kämpft Marianne in New York ums Überleben der Familie, bis Elise ihnen Geld schicken kann.

    <strong>Meine Meinung:
    Die Autorin kannte ich bisher noch nicht, doch das schöne historische Cover und der Klappentext hatten mich neugierig gemacht. Der Schreibstil ist locker, flüssig, in verschiedenen Handlungssträngen die ineinanderlaufen und in Kapiteln eingeteilt. Dabei hat die Autorin nicht nur einen Liebesroman geschrieben, sondern sie berichtet auch sehr viel über diese damaligen harten Zeiten. Es geht dabei um die Finanzkrise im Osten Amerikas, Waisenzüge und die harte Frauenarbeit. Frauen wurden ausgebeutet, in dem man sie für geringen Lohn oft mehr als 10 Std. hart arbeiten ließ. Dabei kam es auch nicht selten vor, das sie missbraucht und misshandelt wurden. Oft blieb ihnen sogar nichts anderes übrig, als in der Prostitution ihr Geld zu verdienen. Diese Details wollte die Autorin bewusst, sehr deutlich in ihrem Buch darstellen und ich war emotional berührt, wie hart junge Frauen ums Überleben kämpfen mussten. Bei vielen Familien war die Not sogar so groß, das sie ihre Kinder in Waisenhäuser oder mit Waisenzügen in den Westen geben mussten, damit sie nicht verhungern. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet, gut gefallen hat mir allen voran Miss Pendleton und Pfarrer Bedell. Aber natürlich auch die junge Elise, die viel Schmach erdulden musste, obwohl sie noch nicht einmal richtig um ihre Mutter trauen konnte. Vor allem der Wortwechsel mit Thornston Quincy war immer sehr erfrischend und humorvoll, die beiden waren, öfters im Austauschen und am necken miteinander. Was sicher für Elise gut war, da sie dadurch ihre Sorgen etwas vergessen konnte. Ein Buch das mich tief bewegt, emotional mitgerissen und teils zu Tränen gerührt hatte. Das Ende hingegen war so gestaltet, das man das Gefühl hatte, das diese Geschichte weitergeht. Ich freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung. Von mir bekommt dieses Buch 5 von 5 Sterne.<strong>


     
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