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Rezension Rezension (5/5*) zu So brauch ich Gewalt: Thriller von Stefanie Mühlsteph.

Dieses Thema im Forum "Historische Romane" wurde erstellt von Kassandra, 18. Mai 2018.

  1. Kassandra

    Kassandra Gold Mitglied

    Registriert seit:
    19. Mai 2015
    Beiträge:
    147
    Zustimmungen:
    229
    Die dunkle Seite des viktorianischen London hält blutige Ernte…

    London, im Jahre 1837: Im Untergrund herrscht die Geheimorganisation Sealgair und hält mit ihren Auftragsmördern die Machtverhältnisse im Gleichgewicht.

    Die junge Megan, Deckname „Black Widow“ ist eine von ihnen. Obgleich sie mit ihren Anfang 20 noch jung ist, kann sie schon auf eine langjährige Karriere als Mörderin zurückblicken. Dank ihrer hohen Erfolgsquote und Zuverlässigkeit bekommt sie es mit einem ungewöhnlichen Auftrag zu tun: Sie soll einen einflussreichen Politiker vor Ihresgleichen schützen. Als die Zielperson auch tatsächlich angegriffen wird, erkennt Megan in ihrer Wiedersacherin eine Sealgaira, Deckname „Hawk“ und ebenfalls eine Angehörige ihrer Untergrundorganisation. Um ihren Auftrag zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen beginnt sie, Hawk zu jagen und gerät dabei immer tiefer in ein finsteres Gespinst aus Täuschungen und Intrigen…

    Der Einstieg in die Geschichte ist recht rasant und spannend, da man gleich am Anfang das blutige und aufregende Geschäft Megans erlebt (Achtung: Hoher Bodycount!). Man durchlebt die Geschichte abwechselnd durch die Augen von Megan und ihre Gegenspieleren Abigail Hawk und lernt so die dunkle und schmutzige Seite eines London des 19. Jahrhunderts kennen. Aufträge verschiedener Art gilt es für die Protagonisten zu bewältigen. Dem Leser gibt es die Zeit, die jungen Frauen besser kennen. Beide haben einen sehr unterschiedlichen Charakter und Kampfstile. Megan ist eher ruhig und überlegt während „Hawk“, noch etwas jünger, impulsiver handelt und dies spiegelt sich auch in der Schreibweise der Autorin wider.
    Nach und nach verflechten sich die erst etwas zusammenhanglose wirkenden Aufträge miteinander und lassen so den blutig roten Faden der Geschichte erkennen. Die auftauchenden Nebencharaktere bringen zwar oft entscheidend die Geschichte voran, doch erscheinen manche davon ein wenig eindimensional und klischeehaft. Hier hätte ich an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig mehr Potential gesehen.
    Die Autorin versteht es, mit kleinen Hinweisen und klugen Ideen eine immer komplexere Geschichte zu weben, in der der Leser ein ums andere Mal von unerwarteten Wendungen überrascht wird. Der geneigte Leser wird unweigerlich an so mancher Stelle schmunzeln, da teils immer wieder Hinweise auf bekannte (literarische) Werke zu finden sind.
    Positiv ist auch anzumerken, dass keine übertriebene Liebesgeschichte im Roman vorkommt, sondern der Fokus vor allem auf dem gegenseitigen Vertrauen von Menschen liegt, denen seit ihrer Kindheit beigebracht wurde, niemandem zu vertrauen. Doch es gibt Situationen, da ist ein Freund an der Seite unbezahlbar, auch wenn das die Protagonisten im Laufe der Buches erst erkennen müssen und dazu auch über ihren Schatten springen müssen.

    Obwohl die wesentlichen Handlungsfäden zu einem würdigen Abschluss gebracht werden, ist Potential für eine Vorsetzung der Geschichte erkennbar, derer die Autorin nach eigenen Angaben auch nicht abgeneigt ist.

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, mit der Hoffnung auf weitere Romane im mörderischen Untergrund.


    von: Birgit Otten (Hrsg.)
    von: Sanne Averbeck
    von: Mattias Gerwald
     
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