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Rezension Rezension (5/5*) zu Shutter Island von Dennis Lehane.

Dieses Thema im Forum "Krimis & Thriller" wurde erstellt von ulrikerabe, 19. Januar 2019.

  1. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2017
    Beiträge:
    870
    Zustimmungen:
    1.017
    Monster oder guter Mann?

    Wo ist Rachel Solando?
    Auf Shutter Island, einer kleinen Insel vor Boston, befindet sich das Ashecliffe Hospital, eine Anstalt für psychisch abnorme Schwerverbrecher. Wie konnte die Patientin entkommen? Teddy Daniels und Chuck Aule, zwei US-Marshalls sollen dieses Rätsel lösen. Doch sind weder Ärzte noch Pflegepersonal kooperativ, dann zwingt ein verheerender Orkan die beiden, auf der Insel zu verweilen.
    Dennis Lehane hat mit Shutter Island ein wahrliches Meisterwerk geschaffen. Viele werden den ebenso großartigen Film mit Leonardo DiCaprio kennen, der wirklich sehr nahe am Buch ist. Also wer das Buch lesen möchte: Bitte nicht den Film zuvor ansehen. Es entgeht einem sonst ein wahres Lesevergnügen, weiß um die Tricks und Codes, mit denen Lehane arbeitet.
    Lehane transportiert eine einzigartige beklemmende Atmosphäre. Die Insel, die von der Außenwelt abgeschnitten wird, die dubiosen Vorgänge in der Anstalt, die Paranoia der Mc Carthy Ära.
    Teddy Edward ist ein Mann der Gewalt, aber gleichzeitig durch seine Kriegserlebnisse und den Tod seiner Ehefrau traumatisiert. Durch den Einfluss der düsteren Stimmung auf der Insel, verstärkt durch seine eigenen Dämonen der Vergangenheit, verschiebt sich bald das Bild von Wirklichkeit und Einbildung.
    Dennis Lehane strickt seinen Text nicht einfach nur glatt. Er verwendet kompliziert verschlungene Zopfmuster mit versteckten Fäden. Er wiegt den Leser solange in Sicherheit, bis er nicht mehr unterscheiden kann zwischen schwarz und weiß, richtig und falsch, real oder kompletten Irrsinn. Monster oder guter Mann? Selten noch habe ich so ein perfides Spiel um Realitätsverlust und Wahrnehmungsverschiebung gelesen. Auch wenn zum Schluss der Leser glaubt, Bescheid zu wissen: Sind wir uns wirklich sicher?




     
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