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Rezension Rezension (5/5*) zu Nichts weniger als ein Wunder: Roman von Markus Zusak.

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von Sassenach123, 22. April 2019.

  1. Sassenach123

    Sassenach123 Platin Mitglied

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    Irgendwann ist es Zeit nach Hause zu kommen

    Irgendwann ist es Zeit nach Hause zu kommen

    Die fünf Dunbar-Brüder, Matthew, Henry, Rory, Clay und Tommy, blicken auf eine bewegte Zeit zurück. Sie schlagen sich seit geraumer Zeit allein durch, ihr Vater verließ sie nach dem Tod der Mutter. Schnell steht fest, dass Matthew, der ältere der Brüder, die Verantwortung übernimmt. Als Michael, der Vater der fünf, unerwartet auftaucht und vorschlägt eine Brücke zu bauen, lehnen alle ab, nur Clay macht sich auf den Weg.

    Markus Zusak schafft zu Beginn eine verwirrende Szenerie, die mich fast aufgeben ließ. Es gehört eine gehörige Portion Durchhaltevermögen dazu am Ball zu bleiben. Doch dies lohnt sich auf jeden Fall.
    Im weiteren Verlauf wird vieles klar, einiges bleibt dennoch bis zum Ende verborgen. Die Handlung wechselt zwischen verschiedenen Erlebnissen. Der Leser erfährt viel über die Vergangenheit der Mutter, Penelope Dunbar. Erlebt anhand von Geschichten, wie sie Michael kennenlernt, die Jungs werden geboren. Eine schöne Zeit beginnt, die dann von einem schrecklichen Leiden abgelöst wird. Der Leser erfährt ebenso von der ersten Beziehung des Vaters mit Abbey Henley. Erlebt mit, wie Carey Novak, Clays große Liebe in sein Leben tritt. Lernt die Haustiere kennen, die die Dunbar-Jungen anschaffen, um ihr Haus nach dem Tod der Mutter wieder mit Leben zu fühlen. Aber es ist nicht nur das, was man erfährt, wenn man aufmerksam liest, es ist so viel mehr.
    Was genau soll dies sein? Diese Frage habe ich mir fast bis zum Ende des Romans gestellt. Worauf läuft alles hinaus? Was hat sich der Autor dabei gedacht?
    Ich habe meine Antwort gefunden: Es ist ein Roman, der den Weg einer zerbrochenen Familie beschreibt, um sich wieder neu zusammenzusetzen. Ein Weg der Bemühungen, Fehlschlägen, Missverständnissen, Schicksalsschlägen, ein Weg, der am Ende zum Ziel führt.
    Zusak hat mich damals mit seinem Roman: "Die Bücherdiebin" begeistert. Als ich ich seinen neuen Roman began, erwartete ich vom Stil etwas vergleichbares. Aber man kann diese beiden Werke nicht vergleichen. Zum einen wegen der Thematik, aber vor allem wegen des Erzählstils, der sehr unterschiedlich ist. Wie oben schon erwähnt, hatte ich zu Beginn zu kämpfen, doch im Nachhinein muss ich sagen, dass mir dieses Buch sehr gefallen hat. Es fordert heraus, es möchte dem Leser alles preisgeben, aber alles zu seiner Zeit, und das macht den Reiz aus. Man muss einfach darauf vertrauen, dass sich alles zusammenfügt, wenn die Zeit reif ist, alle Geschichten erzählt sind. Auch die einer klapprigen Schreibmaschine, mit der diese Reise beginnt.


     
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  2. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Das hast du wunderbar zusammengefasst! Für mich ist das Buch DAS Highlight 2019. Ich glaube nicht, dass das noch zu toppen sein wird. (Allerdings hätte ich auch nichts dagegen - im Sinne der Leselust ;))
     
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