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Rezension Rezension (5/5*) zu Meine Familie und andere Tiere: Roman von Gerald Durrell.

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von Bibliomarie, 6. Dezember 2018.

  1. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

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    Turbulent und liebenswert

    Als ich in den frühen 70igern meine Ausbildung zur Buchhändlerin begann, war dieses Buch von Gerald Durrell immer noch ein Standardtitel. Regelmäßig wurde diese heiter-turbulente Familiengeschichte verkauft. Nun bringt der Piper Verlag eine neu übersetzte Ausgabe auf den Markt und aus Nostalgie habe ich das Buch gelesen.
    Es hat nichts von seinem Charme verloren.

    Es mutet fast exotisch an, wie die englische Familie 1935 nach Korfu übersiedelt. Sonne und Wärme und wahrscheinlich auch die günstigen Lebenshaltungskosten waren wohl der Grund. Die inzwischen verwitwete Mutter Durell und ihre vier Kinder stammen aus einer typischen Kolonialbeamten-Familie. Sie lebten in Indien, dort wurden die Kinder geboren und haben ihre Kindheit verbracht. Die Rückkehr nach England war wohl auch ein Kulturschock, was zart angedeutet wird, wenn die Mutter ihre indischen und ceylonesischen Kochbücher hortet und auch auf Korfu Currys und andere asiatische Köstlichkeiten zubereitet. Die Beschreibung der Insel mutet fast archaisch an, Hirten und einfache Bauern werden Freunde, immer zur Gastfreundschaft bereit und Trauben, Feigen und Melonen zu teilen. Eine untergegangene Welt, in die ich hier eintauchen konnte.

    Für Gerry war Korfu Freiheit und Paradies. Ohne lästige Schule – ein Freund der Familie erteilt ein wenig planlos Privatunterricht – kann er sich ganz seiner Leidenschaft widmen: Tiere zu beobachten. Hier wird der Grundstein zu seiner Karriere als autodidaktischer Zoologe gelegt. In der Familie geht es turbulent zu: der älteste Bruder schreibt an seinem Roman, Gerry schleppt allerlei Viehzeug an, die Schwester testet ihre Wirkung auf Inselbewohner und allerhand seltsame und skurrile Gäste bevölkern das Haus. Diese Idylle dauert einige Jahre, bis der drohende Zweite Weltkrieg die Familie wieder zurück an England bringt.

    Auch wenn das Buch schon 1956 zum ersten Mal erschien, es hat sich seine Frische bewahrt und lohnt auch heute noch das Lesen. Eine amüsante, mit typisch englischem Humor geschriebene Geschichte, die viel von der Faszination Durrells für Flora und Fauna vermittelt




     
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  2. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Moderator

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    das klingt nach einer sehr charmanten und interessanten Geschichte @Bibliomarie , wo man ein Kreta kennenlernen kann, das es längst nicht mehr gibt.
     
  3. Renie

    Renie Moderator
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    Ich hätte nie gedacht, dass hier irgendjemand Gerald Durrell kennt. Tatsächlich habe ich das Buch nie gelesen. Da ich aber über viele Jahre meine Urlaube auf Jersey (Kanalinseln) verbracht habe, kenne ich Durrells Zoo in und auswendig. Ich bin quasi per Du mit den Tieren dort. Natürlich habe ich mich auch ausgiebig mit Durrells Leben und seiner Arbeit befasst. Eine hochinteressante Persönlichkeit!
    https://www.durrell.org/wildlife/visit/

    Jersey Zoo - Discover the World Famous Attraction Today

    Jersey Zoo is the picture perfect way to glimpse some of the rarest animals on the planet. However long you can spare, we can't wait to welcome you!
    durrell.org
     
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