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Rezension Rezension (5/5*) zu Lovecraft Country: Roman von Matt Ruff.

Dieses Thema im Forum "Humor" wurde erstellt von renee, 10. Februar 2019.

  1. renee

    renee Mitglied

    Registriert seit:
    9. Februar 2019
    Beiträge:
    130
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    29
    America's Demons exposed

    Was für eine überbordende Phantasie, was für eine wunderbare Geschichte, was für eine perfekte Mischung, was für ein tolles Buch ! Einerseits ist dieses Buch im Stile der Horror- und Schauergeschichten a la Lovecraft gehalten, Lovecraft Country ist das von Lovecraft erfundene Gebiet in Massachusetts, wo seine Horrorgeschichten spielen, andererseits ist es eine Kritik an den Rassenunterschieden, der Rassenproblematik der Vereinigten Staaten, wobei ja auch Lovecraft nicht frei von Rassenvorurteilen war. Beides wird in diesem Buch geschickt miteinander verwoben. Der Horror, dem die Romanhelden der Horror- und Schauergeschichten ausgesetzt sind, wird mit dem Horror verglichen, dem die schwarze Bevölkerung täglich ausgesetzt ist. Dazu kommt dann noch etwas Science fiction und auch etwas Crime, das Ganze wird dann noch mit diesem köstlichen Humor von Ruff durchsetzt, der oft schon etwas schwarz ist, und ist in einer vollkommen schrägen Art geschrieben. Und dazu kommt noch ein sehr starker Sog, das Buch hat mich gepackt, ich konnte es nicht mehr weglegen, und ich war auch wieder etwas traurig, als ich es durchgelesen hatte. Die Geschichte ist vollkommen unvorhersehbar und durch dieses Unvorhersehbare wird eine Spannung erzeugt, einfach köstlich, fast schön göttlich. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.


    Zur Story: In diesem Buch kommt eine Gruppe von Menschen, teilweise familiär verbunden, teilweise befreundet mit einem alten Geheimbund in Kontakt. Diese Gruppe von Menschen besteht aus Atticus Turner, seinem Vater Montrose Turner, seinem Onkel George Berry, seiner Tante Hippolyta Berry, seinem Cousin Horace Berry, seiner Jugendfreundin Leticia Dandridge und ihrer Schwester Ruby Dandridge. Der Geheimbund, der Orden der alten Morgenröte, in dem Buch hauptsächlich vertreten durch die Figur des jungen smarten Caleb Braithwhite, der geheimnisvoll und auch gefährlich rüberkommt, und der versucht mit Hilfe dieser Gruppe von Menschen seine eigenen machthungrigen Ziele zu verwirklichen. In den acht verschiedenen Kapiteln des Buches bestehen diese Hauptpersonen immer wieder verschieden geartete Abenteuer. Und dabei wird die Geschichte der Familie und deren Freunde, sowie auch die Geschichte des Geheimbundes erzählt. Noch etwas sehr Interessantes in dieser Geschichte, in dem Roman ist George Berry der Herausgeber des "Save Negro Travel Guide", der Afroamerikanern zeigen soll, an welchen Orten sie als Gäste willkommen sind und wo sie um ihre Gesundheit fürchten müssen. So etwas gab es wirklich, das "Negro Motorist Green Book", was schon ganz schön heftig ist, aber genauso auch für den Mut mancher Menschen spricht. Und auf der englischen Ausgabe des Buches ist vorn auf dem Cover ein kleiner Button, auf dem steht "America's Demons exposed", Amerikas Dämonen ausgesetzt, tja, was soll man da noch sagen.




    Ich gebe eine absolute Leseempfehlung für dieses wunderbare Buch, aber man sollte dieses Genre schon etwas mögen.


    von: Amélie Nothomb
    von: Donatella Di Pietrantonio
    von: Sayaka Murata
     
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