Rezension Rezension (5/5*) zu Jagd auf die Bestie von Chris Carter.

Adorable.Books

Mitglied
2. Oktober 2018
70
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10
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Leipzig
Buchinformationen und Rezensionen zu Jagd auf die Bestie von Chris Carter
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Meister des Grauens

Lucien Folter ist aus dem Vollzug geflohen und hat noch eine Rechnung mit dem Ermittler Robert Hunter offen. Scheinbar wahllos tötet Lucien Menschen um weiter in seinen 'Forschungen' weiter zu kommen. Er scheint vor nichts und niemandem halt zu machen. Kann Hunter ihn zur Strecke bringen?

Dies ist nicht mein erstes Buch von Chris Carter. Auch mit diesem Buch hat mich der Autor nicht enttäuscht. Das Cover ist genauso schlicht wie die anderen auch. Man kann gut erkennen, dass es sich um eine Reihe handelt. Der Klappentext verspricht Spannung ohne zu viel von der Story zu verraten. Es ist von Anfang an spannend.
Obwohl dieses Buch eine Teil einer Reihe ist, kann man es auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Es ist genauso spannend, wie wenn man die Reihe komplett gelesen hat. An keiner Stelle werden zu viele Sachen wiederholt sodass man sich langweilen könnte.
Der Schreibstil ist wie immer schön locker flockig und man kann das Buch nur so weglesen. Es ist schon fast ein Pageturner.
Die kurzen Kapitel haben mir sehr gefallen. So kann man wirklich mal noch schnell ein paar Kapitel lesen, auch wenn man nicht viel Zeit hat. Ich mochte auch sehr die kleinen Cliffhanger, die am Ende der Kapitel waren. So ist man auch versucht weiter zu lesen. Also durch und durch spannend. Manche Beschreibungen waren sehr detailliert, was den Leser noch mehr ins grauenhafte Geschehen gebracht hat.

Ich kann diesen Thriller nur empfehlen.

 

Sheena01

Neues Mitglied
13. April 2018
12
1
4
Sehr fesselnd!


Inhalt & Handlung:

Er ist hochintelligent, perfide und unglaublich wandelbar: Lucien Folter, ein Serienkiller der schlimmsten Sorte, der aus der Sicherheitsverwahrung in LA aus gebrochen ist. Robert Hunter, der Leiter der Ultra Violent-Einheit des LAPD weiß, wovon er spricht, wenn er Folter als das personifizierte Böse bezeichnet, kennt er Folter bereits seit frühester Jugend und war damals sogar eine Zeitlang mit ihm befreundet gewesen. Nun jedoch pflastern Leichen Folters Weg. Er hat sich aber in den Kopf gesetzt, mit Hunter ein Spiel zu spielen: ein Spiel auf Leben und Tod! Wird es Hunter gelingen, Luciens brutales Treiben ein Ende zu setzen?


Schreibstil:

An Chris Carters Art, die Dinge akribisch genau zu beschreiben, erkennt man, dass er selbst vom Fach ist, war er doch nach seinem Studium der forensischen Psychologie jahrelang Berater der Staatsanwaltschaft! Dieser Aspekt ist in vielen Details des Buches zu erkennen, sie verleiht dem Fall besondere Authentizität. Darüber hinaus ist dieser Thriller perfekt durchdacht, sodass sich der Spannungsbogen über das gesamte Werk spannt. Die Geschichte selbst wird aus mehreren Perspektiven erzählt, einerseits aus der Sicht Hunters, dann wieder aus jener Folters, diese Vorgehensweise bietet dem Leser zusätzliche Hintergrundinformationen zu deren Handlungen.


Charaktere:

Hunter und Folter ähneln sich in gewisser Weise: beide sind überdurchschnittlich intelligent, haben dadurch die Fähigkeit, die komplexesten Zusammenhänge mit Leichtigkeit zu erfassen. Trotzdem können die beiden nicht unterschiedlicher sein: Während Folter seine Intelligenz dafür verwendet, die Abgründe des menschlichen Seins zu erforschen und diese selbst zu leben, versucht Hunter sein profundes Wissen in Kriminalistik in konstruktive Bahnen zu lenken und zur Verbrechensbekämpfung einzusetzen. Während Folter die Fähigkeit fehlt, in irgendeiner Form Reue zu empfinden oder Empathie für seine Opfer zu empfinden, zerbricht Hunter jedes Mal beinahe an Selbstvorwürfen, wenn es ihm nicht rechtzeitig gelingt, ein Opfer vor seinem Peiniger zu retten.


Cover:

Dieses Cover fügt sich gut in die Reihe der bisherigen Bücher von Chris Carter ein, man erkennt auf den ersten Blick, dass man hier ein Buch dieses Autors in Händen hält: Sowohl Titel als auch Autorenname heben sich – auch farblich- stark vom verblassenden Hintergrund ab.


Autor:

Chris Carter wurde als Sohn italienischer Einwanderer in Brasilia geboren, nach seinem Schulabschluss nimmt er das Studium der forensischen Psychologie in Michigan auf, um danach als Kriminalpsychologe die Staatsanwaltschaft zu unterstützen. Aus dieser Zeits chöpfte er einen Großteil seiner Inspiration für seine späteren Werke als Autor. Nach seiner Tätigkeit als Kriminalpsychologe widmete er sich seiner Gitarristenkarriere, die ihn nach London verschlug. Hier begann er auch zu schreiben, und lebt dort auch heute noch als Vollzeit –Autor.


Sprecher:

Uve Teschner studierte in Potsdam Musik mit Schwerpunkt Gitarre und Gesang, zusätzlich arbeitet er seit über einem Jahrzehnt als freiberuflicher Sprecher und hat sich vor allem mit seinen Lesungen von Thrillern und Krimis einen Namen gemacht.


Meinung:

Ein äußerst packender und spannender Thriller, der einen bereits nach wenigen Augenblicken zu fesseln vermag und der es sogar schafft, die Spannung am Ende bis zum nahezu Unerträglichen zu steigern! In seiner detaillierten Beschreibung der auf brutalste Weise zugerichteten Opfer geht der Autor nicht gerade zimperlich vor, mag sein, dass diese für sensible Gemüter weniger geeignet ist! Besonders gut hat mir die Darbietung des Sprechers Uve Teschner gefallen, der jedem Charakter eine unverwechselbare Stimme verlieh! Die einzelnen Figuren sind sehr gut herausgearbeitet, besonders gelungen die fast schon diabolische Ausstrahlung des Lucien Folters, die durch die Beschreibung der kleinen Szene, in welcher er eine seelische Verbundenheit zu einem alten Mann erkennt, welcher um die Gunst seiner ignoranten jugendlichen Enkel kämpft, auch eine zusätzliche menschliche Facette bekommt.


Persönliche Kritikpunkte:

Im Nachwort des Autors erfährt man, dass es sich bei „Jagd auf die Bestie“ um en Fortsetzungsband von „Die Stille Bestie“ handelt, ich finde diese Anmerkung etwas ungeschickt platziert! Ein Hinweis darauf im Klappentext oder als Vorwort wäre effizienter gewesen! Viele Anmerkungen im Buch würden wahrscheinlich mehr Sinn ergeben, wenn man die Bücher in der richtigen Reihenfolge liest!


Fazit:

Ein ungemein spannender Thriller, der auch vor detailreicher Darstellungsweise äußerst übel zugerichteten Mordopfer nicht zurückschreckt! Sicherlich nichts für zartbesaitete Gemüter!