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Rezension Rezension (5/5*) zu Geständnisse: Roman von Kanae Minato.

Dieses Thema im Forum "Krimis & Thriller" wurde erstellt von ulrikerabe, 12. Februar 2019.

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  1. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

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    Abgründig

    Ein kleines Mädchen ertrinkt im Schwimmbad der Schule, wo seine Mutter unterrichtet. Die Lehrerin beschuldigt an ihrem letzten Arbeitstag vor den Sommerferien zwei Schüler ihrer Klasse, für den Tod ihres Kindes verantwortlich zu sein. Es beginnt ein perfides Spiel aus Rache und Vergeltung. Aus dem aufkommenden Irrsinn bleibt bald niemand der Beteiligten unbeschadet.

    Geständnisse ist kein Thriller, es ist ein literarischer Abriss über Wahnsinn, Vergeltung und Selbstjustiz. Dabei ist es gerade die distanzierte, nahezu gefühllose Sprache, die einen nicht kalt lässt. Protokollartig offenbart sich Seite um Seite, zunächst latent, später ganz offensiv, die Bösartigkeit und Abgründigkeit der handelnden Personen bis zur Eskalation. Das Buch setzt sich über alle Grenzen von Moral und Recht hinweg und zeigt menschliche Abgründigkeit in allen Facetten. Dabei ist das Buch beleibe keine Pulp Fiction, kein hirnloser Splatter und kommt ganz und gar blutarm daher. Es ist massiv invasiv, verstörend, geht an die Substanz, setzt gekonnt psycholgische Schraubzwingen an, die dem Druck kaum standhalten. Am Schluss bleibt ein fassungsloser Leser über, froh diesem Strudel an Verkommenheit und Grausamkeit entkommen zu sein.

     
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  2. Ilary

    Ilary Neues Mitglied

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    Ausgangspunkt ist, dass die 4-jährige Manami Moriguchi tot im Schwimmbad der Schule gefunden wurde. Ihre Mutter ist alleinerziehend und Lehrerin an dieser Schule. Dem Leser stellt sich sofort die Frage, war es tatsächlich ein Unfall oder war es Mord.

    In diesem Psychothriller wird der Tod von Manami von verschiedenen Personen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, die jeweilige Sicht erörtert und so kommen immer mehr Details an Licht.

    Es beginnt mit der Mutter, die sich vor die Klasse stellt und an ihrem letzten Arbeitstag eine Rede hält. Nur sie selbst weiß, wer die Schuld am Tod ihrer Tochter trägt. Für mich war es sehr interessant, den doch distanzierten Umgang der japanischen Lehrerin mit ihren Schülern kennen zu lernen und andererseits zu lesen, welche Pflichten Lehrer in Japan über den Schulalltag hinaus gegenüber den Schülern haben. Wer bei diesem außergewöhnlichen Buch denkt, dass er die Lösung kennt, auf den wartet zum Finale noch eine große Überraschung. Ein wahrlich toller Psychothriller sowohl um Schuld und Sühne als auch um Liebe und Rache!
     
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