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Rezension Rezension (5/5*) zu Flucht in die Schären: Ein Fall für Thomas Andreasson (Thomas Andreasson ermit.

Dieses Thema im Forum "Krimis & Thriller" wurde erstellt von ulrikerabe, 30. November 2018.

  1. ulrikerabe

    ulrikerabe Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2017
    Beiträge:
    67
    Zustimmungen:
    6
    Sozialkritsich und aktuell

    Die junge Mutter Mina Kovacs wurde Opfer massiver häuslicher Gewalt. Nachdem ihr Mann Andreis schon im Fokus von Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Drogenhandel und Steuerhinterziehung stand, veranlasste die Chefanklägerin Nora Linde Minas Unterbringung in einem Frauenhaus. Doch der extrem gewaltbereite Andreis ist nicht so leicht aufzuhalten.
    „Flucht in die Schären“ von Viveca Sten ist mittlerweile der 9. Fall aus der Reihe um Thomas Andreasson und Nora Linde. Auch wenn es sich bei diesem Fall nicht um einen klassischen Krimi handelt, wo es gilt, einen Täter zu ermitteln, fand ich dieses Buch überaus spannend. Die Autorin vermittelt sehr eindringlich, welchen Ängsten Mina und ihre Eltern durch die ständige Bedrohung des aggressiven Ehemanns ausgesetzt sind. Andreis - in einem patriarchalisch archaischen Weltbild verhaftet, Rückblenden schildern seine Kindheit und Flucht aus dem Kriegsgebiet Bosnien – hat nie gelernt, anders als mit Gewalt auf Konflikte zu reagieren.
    Skandinavische Krimis beschäftigen sich oft kritisch mit sozialpolitischen Brennpunkten. So greift auch Viveca Sten wichtige Themen auf: Gewalt gegen Frauen, immer noch der blinde Fleck in unserer Gesellschaft, aber auch die Entwurzelung von Flüchtlingen und das Versagen der Gesellschaft bei Integration. Auch und gerade in Unterhaltungsliteratur finde ich es gut und wichtig, mit diesen Themen konfrontiert zu werden. Es macht die Geschichte authentisch und umso lesenswerter.

     
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