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Rezension Rezension (5/5*) zu Die Gesichter: Roman von Tom Rachman.

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von Sassenach123, 8. Oktober 2018.

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  1. Sassenach123

    Sassenach123 Platin Mitglied

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    Vater und Sohn

    Vater und Sohn

    Tom Rachman - Die Gesichter

    Das kunstvoll gestaltete Cover ist ein echter Hingucker und lässt direkt vermuten,worum es in diesem Buch geht. Es geht um Kunst, aber nicht ausschließlich, denn Tom Rachman möchte in seinem Roman in erster Linie erzählen, wie es dem Sohn eines Künstlers ergangen ist.

    Charles Bavinsky, Sohn des Künstlers Bear Bavinsky, vergöttert seinen Vater. Bear wohnt zu Beginn des Buches mit Charles, genannt Pinch, und dessen Mutter Natalie, in Italien. Natalie ist einige Jahre jünger als Bear, sie möchte auch Künstlerin werden, allerdings malt sie keine Bilder wie ihr Mann, sie versucht sich in der Kunst des Töpferns. Natalie muss aber neben ihrem Mann zurückstecken, genauso wie Pinch, die zwei stehen immer im Schatten des Malers. Bear ist eine strahlende Persönlichkeit, nimmt großen Raum ein, ist aber sehr auf sich bedacht.
    Bear verlässt Pinch und Natalie und zieht zurück in die Staaten, wo er bereits Kinder hat und sich auch bald neu bindet. Natalie zieht sich mehr und mehr zurück, bestärkt Pinch aber darin talentiert zu sein, so dass dieser seine ersten Versuche startet, und wie sein Vater Bilder entwirft.
    Als Pinch seinem Vater bei einem Besuch ein Bild zeigt, ist dieser wenig angetan. Pinch ist am Boden zerstört und möchte kein Künstler mehr werden. Die Bewunderung für seinen Vater bleibt nach wie vor bestehen.

    Im weiteren Verlauf des Romans erzählt der Autor wie sich Pinch entwickelt, wie er mit der Liebe zu seinem Vater umgeht, mit dem Gefühl der Zurückweisung und dem Drang nach Anerkennung fertig wird.
    Er bringt dem Leser nahe, wie schwierig es ist in dieser Welt zu bestehen. In einer Welt in der man gesehen werden muss, wie andere einen sehen möchten. Bear schafft es die Leute zu blenden, ihnen das zu zeigen, was sie sehen möchten. Doch nicht jeder schafft diese Gratwanderung.

    Tom Rachman klügelt einen perfiden Plan aus, um seinem Schützling zu seinem Recht zu verhelfen. Ich war überrascht, als ich erkannte, worauf alles hinausläuft.

    Ein Roman der mich begeistert hat, ein Roman der anders war als erwartet. Besser als erwartet um ehrlich zu sein.

     
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