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Rezension Rezension (5/5*) zu Der Glanz des blauen Bandes (Liebe) von Ria Hellichten.

Dieses Thema im Forum "Liebesromane" wurde erstellt von claudi-1963, 26. November 2018.

  1. claudi-1963

    claudi-1963 Silber Mitglied

    Registriert seit:
    29. November 2015
    Beiträge:
    789
    Zustimmungen:
    73
    Glory of the Snow

    <strong>"Nichts ist schwieriger, als eine Freundschaft, die bis zum letzten Tag andauert." (Marcus Tullius Cicero)</strong>
    Clio hat ein beeindruckendes Leben, wäre da nicht der unerfüllte Kinderwunsch seit über einem Jahr. Laut den Ärzten gibt es dafür keine körperlichen Probleme, deshalb raten diese Clio sich eine Auszeit zunehmen. Darum fährt Clio extra alleine dafür in die Familienvilla an den Timmendorf Strand. Ohne zu ahnen, dass sie dort ein Brief ihres ehemaligen Studienfreundes und ihrer erster Liebe Vincent vorfindet. Ihre erste Reaktion ist den Brief wegzuwerfen, den zu sehr verletzt wurde sie von ihm, weil er sie damals im Stich gelassen hatte. Doch dann besinnt sie sich und liest den Brief doch. Dadurch begibt sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit in Oxford. Doch nun ist Vincent todkrank und das letzte was er sehen will ist noch einmal Clio. Aber kann Clio ihm vergeben? Was ist mit ihrer Zukunft mit Marcus, soll sie diese riskieren nur wegen ihrer Vergangenheit?

    <strong>Meine Meinung:
    Ein bezauberndes Cover mit dem Leuchten des Schneeglanzes bzw. der Sternhyazinthen, lädt mich ein zu einer Liebesgeschichte und dem Debüt dieser Autorin. Der Schreibstil ist locker, leicht und ich fliegt nur so durch die Kapitel. Dabei geht es um eine verflossene Liebe die nach 6 Jahren wieder in Erscheinung tritt in Form eines Briefes. In diesem Brief, der hier in Ausschnitten wiedergegeben wird, begebe ich mich als Leser zusammen mit Clio auf eine Reise in ihre Vergangenheit. Ich erlebe nicht nur ein auf und ab von Clios Gefühlswelt, sondern werde mitgenommen in eine wunderschöne Liebesgeschichte, die leider auf sehr tragische Weise endet. Weiter kommen nun Krankheit, Tod, Trauer, Liebe, Verlust, Freundschaft und ein Neubeginn in diesem Buch zum Tragen. Dabei hat mich der Brief von Vincent immer stärker berührt und an manchen Stellen musste ich sogar mit meinen Tränen kämpfen. Das Buch kommt mit wenigen Charakteren aus, die aber meiner Meinung nach auch ausreichen. Da ist zum einen die agile, ehrgeizige Clio, die mich bei manchen Handlungen etwas verwirrte, erst gegen Ende wurde sie mir dann doch immer sympathischer. Marcus der liebevolle, fürsorgliche Ehemann nimmt nur einen kleinen Raum ein, doch konnte er mich bis auf eine Szene gut überzeugen. Vincent hingegen ist ein ehrgeiziger, fürsorglicher Liebhaber, der aber im Laufe der Zeit an seine Grenzen kommt und resigniert. Meine Lieblingsstellen in diesem Buch waren u. a. : </strong>"Unser aller Leben ist wie ein flüchtiges Bild im Wasser. Bestenfalls auf Papier, aber auch das überdauert nicht." und "Du bist mein, ich bin dein, sei dir dessen sicher. Du bist eingeschlossen in meinem Herzen, verloren ist das Schlüsselchen: Du musst also immer darinnen bleiben." <strong>Am Schluss hätte ich mir dann doch etwas mehr Dialog und Aufklärung zwischen Clio und Iris und bei Clio und Marcus erwartet. Trotzdem ein gelungenes Debüt, dem ich gerne 4 1/2 von 5 Sterne gebe.<strong>


     
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