Rezension (5/5*) zu Das Land der Anderen: Roman von Leïla Slimani

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Gelöschtes Mitglied 7863

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Einwanderung andersherum

Viel kann ich nicht dazu beitragen, was Barbara bereits sagte. Deshalb nur so viel:

Eine junge Elsässerin lernt im Krieg in Frankreich einen Marokkaner kennen und lieben und folgt ihm im Alter von 20 Jahren nach Marokko. Dort ist sie eine Fremde, hat Probleme sowohl mit der Sprache als auch mit den Gepflogenheiten der patriarchalischen Gesellschaft. Aber auch ihr Mann hat seine Schwierigkeiten, er gilt nicht als echter Marokkaner, und seine Landwirtschaft braucht sehr lange, bis sie profitabel ist, was der Familie jahrelange Geldsorgen beschert.

Slimani beschreibt die Situation der Figuren, die an ihre Großeltern angelehnt sind, sehr einfühlsam und berührend. Und sie lässt Marokko, das Licht und die Farben vor unseren Augen entstehen. Amine liebt Mathilde von ganzem Herzen, was er rührend dadurch beweist, dass er mitten in der Nacht einen Baum schlägt, damit Mathilde ihn als Weihnachtsbaum verwenden kann. Und trotzdem betrügt er sie und hält sie klein.

Das Buch hat mich nachhaltig beeindruckt, ich vergebe fünf Sterne.


 
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