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Rezension Rezension (5/5*) zu Das Artefakt: Roman von Andreas Brandhorst.

Dieses Thema im Forum "Fantasy & Phantastik" wurde erstellt von Helios, 29. August 2018.

  1. Helios

    Helios Mitglied

    Registriert seit:
    8. Oktober 2017
    Beiträge:
    28
    Zustimmungen:
    11
    Brutales Déjà-vu.

    Inhalt: Nachdem die Menschheit eine interstellare Katastrophe verursacht hat, die nur durch das Eingreifen der Hohen Mächte eingedämmt werden konnte, müssen die Menschen innerhalb von 600 Jahren beweisen, dass sie zu dauerhaftem Frieden fähig sind. Und das Vorhaben der Menschen scheint unter einem guten Stern zu stehen: Der Planet Heraklon wird zum Zentrum des Friedens und der Diplomatie. Doch dann taucht ein uraltes Artefakt auf, so mächtig, dass es den Technologien der Hohen Mächte ebenbürtig ist – und der Krieg beginnt aufs Neue.
    Über dieses Buch zu schreiben ist sehr schwierig, weil es mir sehr gut gefallen hat, wie ja eigentlich alle Brandhorst-Bücher, es mich aber auch brutal enttäuscht hat. Ich habe dieses Buch nämlich schon einmal gelesen, nur unter einem anderen Namen: Omni und Das Arkonadia-Rätsel. Jene zwei Bücher bilden nämlich gemeinsam dieses Buch hier. Irgendwie. Genug Details sind verändert worden, um hier wirklich zwei unterschiedliche Geschichten, Rätsel und vor allem verschiedene Enden zu haben. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man streckenweise das Gefühl hat, eine Kopie zu lesen. In der ersten Hälfte des Buches, die Omni entspricht, ist es eh nicht so schlimm, da dort die Gemeinsamkeiten derart sind, wie viele Autoren gute Ideen in mehreren Büchern wieder aufgreifen. Es ist vor allem der zweite Teil, der dem Arkonadia-Rätsel entspricht, der zu große Gemeinsamkeiten aufweist.
    Was ist also passiert, dass Brandhorst zweimal ein ähnliches Buch schreibt? Das Artefakt ist älter, erhielt 2013 sogar den Deutschen Science Fiction Preis und ist bei Heyne erschienen. Dann ist Brandhorst zu Piper gewechselt und hat dort dann die beiden Omni-Bücher geschrieben, für die er 2017 den Kurd-Laßwitz-Preis gewonnen hat. Vermutlich hat er vom Verlag die Vorgabe bekommen, ein Buch wie Das Artefakt zu schreiben oder er hatte einen Vertrag für eine bestimmte Anzahl an Werken und tat sich schwer, immer ein neues Universum zu erschaffen.
    Das Artefakt ist also älter und meiner Meinung nach auch besser, aber nicht viel. Ich finde das Rätsel spannender und die Auflösung interessanter. Wenn man sich also entscheiden müsste, wäre das hier mein Favorit. Andererseits ist Omni anders genug, um einfach beide zu lesen. Denn bei Omni gibt es viele andere interessante Details und coole Szenen, außerdem sind die Auflösungen unterschiedlich, es sind also verschiedene Bücher. Dazu kommt noch, dass eventuell weitere Bücher im Omniversum folgen werden, während eine Rückkehr ins Universum von Das Artefakt aus vertraglichen Gründen sehr unwahrscheinlich ist.
    Fazit: Sehr zu empfehlen.

     
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