Rezension Rezension (5/5*) zu Brennende Narben: Ein Mara Billinsky Thriller (Ein Fall für Mara Billinsky) vo.

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28. Oktober 2018
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Buchinformationen und Rezensionen zu Brennende Narben von Leo Born
Mara Billinsky ist zurück - vielschichtig, atemlos, packend

„Der Wolf treibt sich in Frankfurt herum. Er will Beute machen.“ (Zitat Seite 13)

Inhalt
Eine Luxus-Prostituierte mit handverlesenen Kunden wird brutal ermordet, ein LKW mit Frauen aus Osteuropa, bestimmt für das Frankfurter Rotlichtmilieu, wird in die Luft gesprengt. Mara Billinsky, Kommissarin bei der Frankfurter Mordkommission, erhält von einem unbekannten Anrufer Insider-Informationen über Drogengeschäfte von mächtigen albanischen Banden. Der Wolf ist zurück in Frankfurt, doch er hinterlässt keine Spuren.

Thema und Genre
Dieser packende, rasante Thriller spielt in Frankfurt und es geht um die großen Geschäfte des weitverzweigten Netzwerkes internationaler Banden, Drogen und Menschenhandel. Es geht auch um die hoffnungslose Ohnmacht von Verbrechensopfern.

Charaktere
Die Kommissarin Mara Billinsky ist hartnäckig, stur und sie gibt niemals auf. Parallel zu ihrer Ermittlertätigkeit sucht sie seit zwanzig Jahren verbissen nach dem Mörder ihrer Mutter, doch erst als sie in einer Extremsituation die gewohnten Gedankenschleifen durchbricht, erkennt sie nun die wahren Zusammenhänge.
Dunkel, tätowiert und dressed in black von der Lederjacke bis zu den DocMartens, wird sie von ihrem Team „die Krähe“ genannt, doch was zu Beginn spöttisch gemeint war, ist inzwischen ihr Markenzeichen geworden, verbunden mit Anerkennung.

Handlung und Schreibstil
Die packende Geschichte wechselt zwischen den aktuellen Einsätzen des Ermittlerteams und den Handlungen der Täter. Der Leser kennt von Beginn an beide Seiten, die Zusammenhänge fügen sich jedoch erst im Laufe der Ereignisse wie Puzzleteile zu einem Ganzen. Parallel dazu erfüllen Mara Billinsky’s private Recherchen im Zusammenhang mit dem Tod ihrer Mutter das Setting des klassischen Kriminalromans: wer ist der Täter.
Lebendige Schilderungen des Frankfurter Bahnhofsviertels und der Villengegend ergänzen die facettenreiche Geschichte, ohne jedoch die Spannung auch nur einen Moment zu unterbrechen.

Fazit
Ein vielschichtiger Fall, ein sehr spannender Thriller, realistisch, mit stimmigen Charakteren. Ein Buch, das man nicht beginnen sollte, wenn andere wichtige Tätigkeiten anstehen – denn aus der Hand legt man diesen packenden Pageturner erst nach der letzten Seite.



 
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