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Rezension Rezension (4/5*) zu Yasemins Kiosk: Zwei Kaffee und eine Leiche von Christiane Antons.

Dieses Thema im Forum "Krimis & Thriller" wurde erstellt von wal.li, 21. März 2018.

  1. wal.li

    wal.li Gold Mitglied

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    1. Mai 2014
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    957
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    Isso Momente

    Nina Gruber kehrt zurück nach Bielefeld. Ihre Mutter ist krank und bedarf ihrer Hilfe. In ihrem Beruf als Polizistin läuft es nicht so. Yasemin führt einen kleinen Kiosk für alles, man bekommt Tabak, Zeitschriften, Kaffee, Wolle und eine neue Frisur. Die Besitzerin des Hauses, Doro, hat ihr Haus seit 15 Jahren nicht verlassen und doch steht sie mit beiden Beinen fest im Leben. Als in einer Altpapiertonne eine Leiche gefunden wird, wollen die drei Frauen der Sache auf den Grund gehen. Yasemin kannte den Toten flüchtig und nie im Leben würde dieser an einer Überdosis sterben.

    Ja, die Bielefelder isso-Momente (es ist eben so) werden hier sehr ansprechend ausgekostet. Vielleicht muss man schon mal in Bielefeld oder der OWL-Umgebung (Ostwestfalen) gewesen sein, um das richtig genießen zu können. Aber wenn man nach den ersten paar Seiten merkt, dass man sich in dem Setting doch ganz gut auskennt und wenn vielleicht auch nicht alle dann doch etliche Andeutungen versteht, beginnt man zu schmunzeln. Yasemin ist eine selbstbewußte junge Frau, die es manchmal faustdick hinter den Ohren hat. Nina dagegen, scheint einiges zu verbergen. Weshalb übt sie ihren Job nicht aus, weshalb ist sie zu dem schnuckeligen Bullen eher abweisend? Und Doro, die zwar wegen ihrer Angst das Haus zu verlassen, körperlich eingeschränkt und dabei geistig doch ausgesprochen rege ist. Die Drei bilden ein tolles Team, dessen Mitglieder sich super ergänzen.

    Spontan auf den Reader geladen, bietet dieser humorige Kriminalroman eine ausgesprochen positive Überraschung. Der ostwestfälische Lokalkolorit ist wunderbar eingefangen, man grinst sich einen weg, während man liest. Der Fall ist in einem Moment etwas vorhersehbar, aber dennoch interessant und nicht überfrachtet. Die drei Frauen vom Kiosk überstrahlen jedoch alles und man wünscht ihnen noch viele gemeinsame Erlebnisse, an denen die Autorin ihre Leser gerne teilhaben lassen kann.


     
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