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Rezension Rezension (4/5*) zu Wir sehen dich: Thriller von Stephanie Marland.

Dieses Thema im Forum "Krimis & Thriller" wurde erstellt von parden, 2. Oktober 2018.

  1. parden

    parden Forumlegende

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    Beiträge:
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    Wer jagt hier wen?

    Das Leben von Clementine Starke spielt sich fast nur online ab. Reale soziale Kontakte fallen ihr schwer. Auf einer Social-Media- Seite namens ›True Crime London‹ lässt sie sich in die Suche nach einem Serienmörder hineinziehen. Um an Informationen über den Fall zu gelangen, geht sie immer größere Risiken ein, verschafft sich Zugang zu einem versiegelten Tatort, überwacht den Leiter der Ermittlungen, Dominic Bell. Was sie dabei über das Schicksal der Opfer erfährt, geht ihr zunehmend unter die Haut. Was sie nicht ahnt: Der Killer hat sie längst im Visier – er ist ihr näher, als sie glaubt.

    Clementine Starke ist eine junge Frau mit einer traumatischen Vergangenheit. Ihr Vater starb in ihrer Jugend bei einem Brand, sie selbst wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Seither lebt sie in einem selbstgewählten Exil, in einer Wohnung, deren Schlösser an einen Hochsicherheitstrakt erinnern. Sie kann sich nicht genau an die schreckliche Nacht erinnern, der ihr Vater zum Opfer fiel, aber sie hat einen fürchterlichen Verdacht...


    "Das Problem war die Wirklichkeit. Die Tatsachen, die sich nicht unter Verbänden verstecken ließen. In mir geisterte ein Wort herum, ein einziges gehauchtes Wort, und ich wusste, es stimmt. Mörderin."


    Clementine hat kaum reale soziale Kontakte, kommuniziert mit anderen überwiegend online. Als sie auf eine Social-Media-Seite namens 'True Crime London' stößt, erwacht ihr Jagdinstinkt. Gemeinsam mit anderen anonymen Teilnehmern will sie sich auf die Suche nach einem Serienmörder machen, dem 'Lover', der die Polizei Londons derzeit in Atem hält. Das Ziel ist, schneller zu sein als die Ermittler.


    "Ihr Vorhaben, den Lover zu finden, passt zu dem, wovon ich seit Langem träume: zu enthüllen, wie es in Wahrheit um die Polizei steht, zu beweisen, dass das System im Innersten zerrüttet ist. Der Welt zu zeigen, dass niemand sich sicher ist."


    Der 'Lover' ermordet junge Frauen in der Abgeschiedenheit ihrer Wohnung und lässt sie dort zurück: zurechtgemacht, geschminkt, vergewaltigt. Mit dem Fall offiziell betraut ist Detective Inspector Dominic Bell. Er steht mit seinem Team massiv unter Druck, der mit jedem weiteren Opfer des 'Lovers' steigt. Die Journalisten lauern wie die Geier auf jeden Fehlschlag der Polizei, intern gibt es ein Leck, durch das vertrauliche Informationen an die Presse gelangen, und Dominic Bell hat auch abgesehen von dem brisanten Fall noch reichlich Probleme.

    Bei einem Einsatz in der Vergangenheit ist eine Kollegin Dominics fast getötet worden, er selbst wurde schwer verletzt und kann sich nur noch rudimentär an die Vorgänge an diesem Tag erinnern. Derzeit findet eine interne polizeiliche Untersuchung zu dieser missglückten vergangenen Operation statt, und Bell fürchtet sich vor den möglichen Entdeckungen. Sein Verdacht steigt, dass jemand aus dem damaligen Team sich als korrupt erweisen könnte - auf wen kann er sich noch wirklich verlassen?

    Clementine sorgt schließlich dafür, dass sie dem Ermittler persönlich begegnet - natürlich inkognito. Sie erhofft sich, auf diese Art an Informationen aus dem inneren Kreis der Polizei zu gelangen, um damit bei True Crime London' punkten zu können. Doch unbemerkt kommt sie dabei auch dem 'Lover' zu nahe, und unversehens wird sie zur Gejagten...

    Abwechselnd wird hier in kurzen Kapiteln erzählt aus dem Perspektive von Clementine auf der einen Seite und Detective Inspector Dominic Bell auf der anderen. Dieser Wechsel sorgt mit dafür, dass der Spannungsbogen konstant aufrecht gehalten wird. Im letzten Drittel des Thrillers nimmt die Spannung schließlich noch einmal zu, und das Ende wartet mit einigen Überraschungen auf.

    Leider werden letztlich nicht alle Fragen aufgelöst, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass es sich hier um den ersten Band einer neuen Thriller-Reihe handelt. Mich störte dieser Aspekt jedoch, ich fühle mich hier ein wenig hängen gelassen. Ansonsten jedoch war dies für mich ein vielversprechender Reihenauftakt, der neugierig macht auf die Fortsetzungen.


    © Parden

     
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