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Rezension Rezension (4/5*) zu Spreeblut von Karsten Krepinsky.

Dieses Thema im Forum "Krimis & Thriller" wurde erstellt von parden, 18. Mai 2018.

  1. parden

    parden Forumlegende

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    Crossover-Thriller mit außergewöhnlichem Serienmörder...

    In Berlin treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Ohne Spuren zu hinterlassen, schlägt der Frauenjäger jedes Jahr im Frühjahr zu - stets an den Ufern der Spree. Nie gibt es Zeugen, keine einzige Frau ist jemals wieder aufgetaucht. Als die Enddreißigerin Ana am Alexanderplatz auf eine der Vermisstenanzeigen stößt, die überall in der Stadt zu finden sind, wird sie von einem geheimnisvollen Mann angesprochen. Jan scheint mehr über das Mysterium der verschwundenen Frauen zu wissen, als er zugeben will…


    "Ich bin 163 Jahre alt. Zumindest ist das die Anzahl der Morde, an die ich mich erinnere. Für jedes Jahr ein Menschenleben."


    Mit diesem Satz beginnt der Prolog des Romans, und wer es bis dahin noch nicht wusste, ahnt spätestens jetzt: dies ist ein Mystery-Thriller, gemischt mit einem Quäntchen Horror. Ein Crossover-Thriller also, und ich war sehr neugierig auf dieses Hörbuch.

    Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinhören, ob der Download gelungen war, doch dann war ich unversehens schon mittendrin in der Geschichte. Zunächst hat der Täter das Wort, doch dann folgt auch gleich die nächste Tat - und die Atmosphäre, die hier kreiert wird, ist schon gelungen geschildert: düster und einfach unheimlich. Damit hatte mich die Erzählung gepackt, und dann gab es kein Halten mehr.

    Ana ist einer der Hauptcharaktere des Buches. Sie führt nach außen hin eine Bilderbuchehe mit einem erfolgreichen Lobbyisten der Pharmaindustrie, doch ist es hinter verschossenen Türen ganz anders als jeder denkt. Hier zeigt sich der wahre Charater ihres Mannes, und es nimmt Wunder, dass die gebürtige Ukrainerin nicht schon längst das Weite gesucht hat. Alkohol und ein durchstrukturierter Tagesablauf helfen ihr, nicht den Verstand zu verlieren - und doch sehnt sie sich eigentlich nach einem ganz anderen Leben.

    Um ihrer Unzufriedenheit zu entfliehen, hat Ana damit begonnen, die Tageszeitungen nach ungeklärten Kriminalfällen zu durchforsten. Und als sie in der Stadt auf eine Vermisstenanzeige stößt, die auf den Fall der jedes Jahr im Frühjahr verschwindenden Frauen verweist, erwacht ihre Neugier. Unversehens bekommt sie Unterstützung von einem Fremden, der ihr Interesse an der Anzeige erkennt. Doch weshalb spricht dieser Jan sie überhaupt an? Was weiß er wirklich über diese Fälle? Und ist es klug, sich auf die zunehmend wachsende Zuneigung zu diesem Mann mit den traurigen Augen einzulassen? Denn immerhin wartet zu Hause Anas Mann...

    Spannend beginnt dieser Mystery-Thriller und lässt dann bis zum Schluss kaum einmal nach. Düstere Szenen mit gruseligen Elementen, überraschende Wendungen und viele Fragezeichen prägen den Verlauf des Hörerlebnisses. Die Charaktere selbst gefielen mit nicht unbedingt in allen Facetten, worauf ich hier nicht näher eingehen kann ohne zu spoilern. Doch muss ich die Figuren eines Romans nicht zwangsläufig sympathisch finden, um Gefallen an einem Buch zu finden. Ich hatte schon genug zu tun mit dem Versuch dahinterzukommen, wer (oder was) der Täter denn nun ist - und wie und weshalb er die Frauen entführt.

    Immer wieder werden zum Wesen des Täters Hinweise gestreut, doch selbst als ich einen ganzen Haufen davon beisammen hatte, konnte ich mir kein Bild davon machen. Es war zum Haareraufen. Die Lösung kommt wirklich erst ganz am Ende - und erst da habe ich dann auch das Cover verstanden, das wirklich ausgesprochen passend ist. Wer gegen einen Schuss Mystery nichts einzuwenden hat, der ist mir diesem spannenden Thriller wirklich gut bedient.

    Vielen in der Hörrunde gefällt die Stimme Franziska Pigullas ausgesprochen gut. Mich hat sie oftmals irritiert - tatsächlich klingt sie in dieser Aufnahme eher wie ein Mann. An manchen Stellen fand ich den eher gemächlichen Vortrag sehr passend - phasenweise geriet dieser für meinen Geschmack aber doch etwas langatmig. Aber das ist für mich wirklich das einzige Manko dieses Hörbuchs, das mit 5 Stunden und 28 Minuten ratzfatz beendet war.

    Ein Crossover-Thriller mit außergewöhnlichem Serienmörder - spannend, anders, empfehlenswert!


    © Parden

     
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