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Rezension Rezension (4/5*) zu Seraphim: Historischer Roman (Engelmörder-Trilogie 1) von Kathrin Lange.

Dieses Thema im Forum "Historische Romane" wurde erstellt von Eggi1972, 24. November 2018.

  1. Eggi1972

    Eggi1972 Mitglied

    Registriert seit:
    5. Dezember 2015
    Beiträge:
    42
    Zustimmungen:
    17
    Älter aber gut

    Seraphim von Kathrin Lange ist ja nun auch schon ein etwas älteres Buch, aber was soll ich zu meiner Schande nun sagen, mir sagte weder der Name des Buches etwas, noch die Autorin. Und was soll ich euch sagen, es war ein Fehler den ich zutiefst bereue.

    Die Reise ging wieder einmal nach Nürnberg, und ich muss ja sagen diese Stadt fasziniert einen immer wieder. Frau Lange nimmt ihre Leser an die Hand und führt sie in eine Zeit, wo zu viel Wissen für eine Frau auch schnell zum Tode geführt hat. Man wurde schnell als Hexe denunziert und wenn man dazu noch Witwe war, kann ich mir vorstellen, dass dies noch weniger schwieriger war.

    Katharina Jacob findet also in den Felsengängen, die sich vom Lochgefängnis beim Nürnberger Rathaus aus erreichen lassen, ihren Halbbruder mit Schwanenflügeln am Rücken tot auf. Das Ganze hat dann wohl so ausgesehen wie wenn ein Engel verstorben wäre.

    Und da waren sie dann wieder meine Probleme. Ich musste mich also erst einmal über bestimmte Dinge informieren. Da waren zum einen die Schwanenflügel, ich wusste ja dass diese eine sehr große Spannweite haben, aber die 2,40 Meter haben mich dann doch einmal mehr erstaunt.

    Noch mehr erstaunt hat mich das Nachschlagen der Felsengänge von Nürnberg, welche ab ca. 1380 schon erbaut wurden und in den Felsen unter der Altstadt eingeschlagen wurden. Die Gänge die zur Wassergewinnung genutzt wurden, wurden auch noch Lochwasserleitung genannt, weil diese bei dem Lochgefängnis endeten.

    Mein Entschluss steht seit dem Buch fest, ich werde noch einmal nach Nürnberg fahren. Ich war zwar als Kind schon mal im Rathaus von Nürnberg, aber leider nicht im Lochgefängnis, dies fanden meine Eltern damals nicht interessant oder zu grausam für mich. Genaues kann ich dazu nun nicht sagen, vielleicht kann ich mich auch nicht mehr daran erinnern.

    Alles in allem erfährt man so oder so sehr viel über die damalige Zeit ohne dass man es eigentlich merkt und ohne das es jemals langweilig wird. Frau Lange schafft es, einen sehr interessanten Bogen zu spannen. Ohne zu übertreiben, gut es sind ein paar Dinge dabei, die auch ins Reich der Fiktion gehören. Und die, wie sie selbst sagt, zur damaligen Zeit nicht unbedingt möglich waren. Aber man nimmt es in dem ganzen Zusammenhang einfach mit und akzeptiert es. Es sind einfach 473 Seiten feinster historischer Unterhaltung mit einigen Fakten, die man nicht immer so vor Augen hat. Aber auch einem durchweg interessanten Plot, den man einfach verschlingen muss, wenn man ihn einmal angefangen hat.

    Frau Lange schafft es eine Atmosphäre zu schaffen, die einen einerseits frösteln lässt, andererseits aber einen auch süchtig auf mehr macht. Ich kann euch nur eines sagen, lest dieses Buch und lasst euch einfach einmal überraschen und stellt euch ruhig einmal vor, wie es ist wenn einem Toten am Rücken 2,40 Meter Flügel herauswachsen, es hat doch etwas Engelgleiches und man versteht auch, warum dieses Buch nur der erste Teil der Engelmörder Trilogie ist. Ich würde mich zu 100% freuen, wenn Ihr dieses Buch oder der Trilogie Aufmerksamkeit schenkt.

     
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