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Rezension Rezension (4/5*) zu Roter Rabe: Kriminalroman (Max Heller) von Frank Goldammer.

Dieses Thema im Forum "Historische Romane" wurde erstellt von Amena25, 17. Januar 2019.

  1. Amena25

    Amena25 Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2016
    Beiträge:
    102
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    13
    Weniger ,,Krimi“ wäre mehr gewesen


    Auch der 4. Band um den Dresdner Kommissar Max Heller beeindruckt durch die authentische und sehr eindrückliche Schilderung der Atmosphäre, hier nun in den frühren 50er-Jahren, ganz zu Beginn der DDR. Während die Versorgungslage inzwischen ordentlich ist und auch die Wohnsituation sich etwas entspannt hat, ist es nun das Misstrauen und die Angst vor Bespitzelung und Denunziation, das den Alltag der Menschen bestimmt.
    So ergeht es auch Max Heller, der gerade von einem genehmigten Ostseeurlaub zurückkehrt. Während Hellers Frau Karin weiter in den Westen darf, um den Sohn Erwin in Köln zu besuchen, muss Heller mit der Pflegetochter Anni allein zurückbleiben. Als tagelang keine Nachricht von Karin kommt, beschleichen Max Heller allmählich Zweifel, ob sich seine Frau womöglich in den Westen abgesetzt hat. Dazu kommen entsprechende Andeutungen von Nachbarn oder der alten, inzwischen sehr vergesslichen Mitbewohnerin Frau Marquardt, sodass Heller sich kaum auf seinen aktuellen Fall konzentrieren kann. Zwei Männer, Zeugen Jehovas, die wegen Spionageverdacht inhaftiert wurden, sollen in ihren Zellen Suizid begangen haben, beide auf exakt dieselbe Weise. Heller, der nicht an Selbstmord glaubt, beginnt zu ermitteln, wird aber sehr bald zurückgepfiffen. Er soll zwar ,,ermitteln“, aber möglichst keine Ergebnisse bringen. Offenbar haben das Mfs und der russische Geheimdienst ihre Finger im Spiel. Nach und nach kommen alle Zeugen Hellers auf merkwürdige Weise zu Tode. Von seinem alten Gegenspieler Alexej Saizev erfährt Heller von dem ,,Amerikaner“, einer geheimnisvollen Figur, die für den Westen spionieren und Sabotage betreiben soll.
    Hinzu kommt die Stimmung zwischen Hellers Kollegen, die sich gegenseitig nicht über den Weg trauen, aber auch eine mysteriöse junge Frau, die sich als Verwandte von Frau Marquardt vorstellt und sich im Haus einquartiert, was bei Heller zu einiger Verwirrung führt.
    Insgesamt erscheint mir die Handlung in diesem 4. Band etwas überfrachtet. Zahllose Beteiligte, Verdächtige und zu viele Handlungsstränge erschweren zunehmend den Durchblick, was auch leider der Spannung abträglich ist. Auch bleiben am Ende zu viele Fragen offen.
    Punkten kann ,,Roter Rabe“ allerdings, wie die Vorgängerbände auch, durch den sympathischen und differenziert dargestellten Protagonisten Max Heller, seine Gedanken- und Gefühlswelt, die einem als Leser die Zeit äußerst anschaulich und eindrücklich vermitteln.
    Hier wäre also weniger Krimihandlung mehr gewesen!



     
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