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Rezension Rezension (4/5*) zu Mobbing macht doch jeder!: (Polizeiakte: J.B., 6a) von Thomas Grieser.

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendbücher" wurde erstellt von R. Bote, 17. November 2018.

  1. R. Bote

    R. Bote Autor

    Registriert seit:
    20. Dezember 2014
    Beiträge:
    191
    Zustimmungen:
    206
    Spannende Geschichte, die nachdenklich macht

    <strong>Klappentext:</strong>
    Die zwölfjährige Julia ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, das die sechste Klasse ihrer Schule besucht. Als Michael neu in die Klasse kommt, wird er schnell zum Schwarm aller Mädchen. Auch Carolin, die "Klassenschönheit", hat ein Auge auf ihn geworfen. Sie sieht Julia und Michael zusammen auf einer Party und glaubt irrtümlich, die beiden seien ein Paar. Von nun an ändert sich Julias Leben schlagartig: Aus Eifersucht startet Carolin einen wahren "Mobbingsturm", der sich bald schon nicht mehr nur auf die Schule beschränkt, sondern im Internet weitergeht und kaum noch zu stoppen ist...Das Buch zeichnet sich durch gute Lesbarkeit und eine schülernahe Sprache aus. Es ist aus der Praxis heraus entstanden und reflektiert die digitale Welt der Kinder, die mit Smartphone und Internet aufgewachsen sind. Es zeigt aber auch, dass es Grenzen gibt - nämlich dann, wenn das Internet benutzt wird, um andere fertig zu machen. Julias Geschichte macht hautnah deutlich, wie schrecklich Mobbing ist. Es bietet aber auch viele praktische Anregungen, was Kinder tun können, wenn sie gemobbt werden oder Mobbing in ihrer Umgebung erleben - egal, ob in der Schule oder im Internet. Denn: Mobbing darf nicht sein!

    <strong>Über den Autor (Quelle: Amazon, Zusammenfassung):</strong>
    Thomas Grieser studierte in Bochum Germanistik, Pädagogik, Psychologie und Musik. Als Lehrer macht er regelmäßig Erfahrung mit Mobbing, er kennt aber auch die Seite des Opfers und will anderen Mut machen, dagegen zu kämpfen. Ein aktueller Schwerpunkt dabei ist Cybermobbing.

    <strong>Persönlicher Eindruck:</strong>
    Das Buch zeichnet sich durch eine Erzählweise aus, bei der ein allwissender Erzähler gelegentlich den Leser direkt anspricht. Die Sprache ist flüssig und eindringlich, der Leser wird immer wieder aufgefordert, sich in Julia hineinzuversetzen, aber auch in diejenigen, die ihr nahe stehen. Die Geschichte macht nachvollziehbar, wie aus kleinen Ursachen eine Dynamik entstehen kann, die sich hochschaukelt und nur schwer aufhalten lässt.
    Da es sich um ein Jugendbuch handelt, muss es natürlich ein Happy End geben, aber ich finde, dass sich alles zu schnell zum Guten wendet. Das gilt sowohl für die Klasse, die sich nach einer Ansprache durch die Polizei plötzlich lammfromm verhält, als auch für Julia, die zumindest vordergründig erstaunlich schnell über das hinwegkommt, was ihr widerfahren ist. Dennoch ist es alles in allem ein Buch, das sich gut lesen lässt und dabei sehr viel zu Denken mitgibt.

     
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