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Rezension Rezension (4/5*) zu Messer: Ein Fall für Harry Hole (Ein Harry-Hole-Krimi, Band 12) von Jo Nesbø.

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von wal.li, 1. September 2019.

  1. wal.li

    wal.li Gold Mitglied

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    1. Mai 2014
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    1.341
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    677
    Im Rausch

    Harry Hole ist an einem Tiefpunkt angelangt. Seine Frau Rakel hat sich von ihm getrennt und er hat wieder begonnen zu trinken. Im Kommissariat bekommt er nur die einfachsten Arbeiten, da kann er erstens nicht viele Fehler machen und muss auch zweitens nicht suspendiert werden. Eines Morgens erwacht er nach einer durchzechten Nacht und kann sich nicht erinnern, was er getrieben hat. Erst ein Kollege kann ihn über Bruchstücke aufklären. Bald schon wird Hole zum Schauplatz eines Mordes gerufen und während er noch darüber nachdenkt, ob er nicht lieber in die Kneipe will, muss er sich etwas stellen, was er sich nicht einmal in seinen schlimmsten Träumen vorstellen wollte.

    In seinem zwölften Fall wird Harry Hole wirklich alles abverlangt. Sein ganzes Leben gerät aus den Fugen und sein Arbeitsplatz in Gefahr. Ist es wirklich sein Rückfall in die Alkoholsucht, die alles in Frage stellt? Seine Fähigkeiten zu ermitteln und Lügner zu entlarven hat Hole nicht verloren und so klär er fast nebenbei einen Fall, den die Kollegen schon mit dem Stempel gelöst ad acta gelegt hatten. Wenn er nur in seinen eigenen Belangen so hellsichtig wäre. Doch dieser Filmriss ist ausgesprochen hinderlich. Und ein Opfer, dass seinen Vergewaltiger am liebsten nicht anzeigen möchte, trägt nicht dazu bei, etwas einfacher zu machen.

    Weder Harry Hole hat es leicht in diesem Buch noch der Leser. Einiges ist so eben noch erträglich, was einen Kern der Geschichte ausmacht. Zu sehr versinkt Harry Hole im Suff, vielleicht dienen die Gründe als Entschuldigung für den Rückfall. Andererseits allerdings ist der Fall sehr ausgeklügelt. Versucht man selbst, einen Verdächtigen zu finden, kann man durchaus falsch liegen. Und so bleibt man am Ball, um herauszufinden, wie die Zusammenhänge sind. Fast gegen seinen Willen ist man gefesselt und gespannt. Mit diesem Kriminalroman greift der Autor tief in die Kiste der persönlich verwickelten Ermittler, nicht durchgängig hat das dem Buch gutgetan, aber dennoch wird man mitgerissen von der rasanten Story.


     
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