Rezension Rezension (4/5*) zu Heimweh: Thriller von Marc Raabe.

wal.li

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1. Mai 2014
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Buchinformationen und Rezensionen zu Heimweh: Thriller von Marc Raabe
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Kindheitstrauma

Jesse Berg ist ein angesehener Arzt. Zwar ist er von seiner Frau Sandra getrennt, seine Tochter Isa ist sein ein und alles. Jesses Entsetzen kennt keine Grenzen als er erfährt, dass Isa entführt wurde. Gemeinsam mit der besten Freundin seiner Frau macht er sich auf die Suche nach dem Kind. Jule, die Jesse nicht über den Weg traut, kommt zwar mit. viel lieber würde sie aber die Polizei verständigen. Genau das hat der Entführer mit der Drohung verboten, er würde die Kleine umbringen. Jesses einziges Ziel ist es, seine Tochter wieder zu bekommen. Und eine vage Spur führt in seine Vergangenheit.

Was tut ein Vater nicht alles, um für das Wohl seines Kindes zu sorgen. Natürlich versagt er im Alltag manchmal, gerade nach der Trennung. Als Arzt ist er im Streß, vergisst mal was, ist unpünktlich. Aber als das Leben seiner kleinen Tochter bedroht wird, ist er da. Die kleine Isa ist einfach der wichtigste Mensch in seinem Leben. Ein Leben, dass nicht immer geradlinig verlaufen ist. An Phasen in seiner Kindheit kann Jesse sich kaum erinnern, aufgewachsen ist er in dem Heim, zu dem er jetzt zurück fährt. Doch wer dort sollte etwas gegen ihn oder gar gegen seine Tochter haben. Sicher jedenfalls wird es kein fröhliches Wiedersehen geben.

Schnell ist man im Geschehen um den Arzt Jesse Berg. Auch wenn seine Verhaltensweisen nicht immer ganz schlüssig erscheinen, bleibt die Spannung doch immer erhalten. Nach und nach entwickelt sich eine packende Story mit einem fesselnden Bezug in die Vergangenheit des Arztes. In dem alten Kinderheim ging und geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Sowohl unter den Leitenden als auch unter den Kindern und Jugendlichen herrschen Cliquen und nicht immer haben alles das Wohl des anderen im Sinne. Ein gut zu lesender Thriller mit einer Auflösung, mit der die meisten Leser sicher nicht rechnen.