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Rezension Rezension (4/5*) zu Die Kapitel meines Herzens von Catherine Lowell.

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von Bibliomarie, 13. August 2017 um 11:04 Uhr.

  1. Bibliomarie

    Bibliomarie Bekanntes Mitglied

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    Literarische Schnitzeljagd

    Bevor Samantha Whipple als junge Literaturstudentin nach Oxford kam, hat sie noch kein normales Leben geführt. Ihr Vater, ein berühmter amerikanischer Schriftsteller und letzter Nachfahre der Brontë-Familie, unterrichtete sie selbst im Haus und formte sie durch seine Erziehung ganz nach seinen Wünschen. Lange schon gibt es das Gerücht um einen Schatz der Brontës, der im Besitz der Whipples sein soll. Als Sam nach Vaters Tod seinen Wunsch erfüllt und in Oxford am Old College ihr Studium aufnimmt, wird ihr auch das Erbe des Vaters übergeben: eine kryptische Nachricht und ein Lesezeichen. Damit beginnt eine Art Schnitzeljagd und über seinen Tod hinaus, bestimmt der Vater ihr Leben.

    Wenn sie ihre Referate und Aufgaben mit ihrem Tutor diskutiert, entwickelt sich meist ein Streitgespräch, die auf Sams Familie hinausläuft, denn auch Dr. Orville ist von den Brontë-Schwestern nahezu besessen. Dann findet Samantha plötzlich ein Buch aus dem Besitz ihres Vaters vor ihrer Tür, das eigentlich gar nicht existieren dürfte, denn seine komplette Bibliothek ist verbrannt. Es bleibt nicht das einzige Buch und Sam scheint sich fast in Verfolgungswahn zu verlieren.

    In diesem Roman ist vieles enthalten: eine abenteuerliche Schatzsuche – eine Geschichte vom Erwachsenwerden – ein Ausflug in die Literatur und nicht zuletzt eine Liebesgeschichte. Das hat mich ausgesprochen gut unterhalten, mir gefielen die Exkurse und die Diskussionen über die Romane der Brontëschwestern, die ich selbst vor vielen Jahren alle gelesen habe. Es war auch eine Anregung die Bücher mal wieder in die Hand zu nehmen. Manchmal waren mir einige Vergleiche zu dramatisch, wenn zum Beispiel von „Augen wie schmauchende Pistolen“ gesprochen wird, aber das tut dem Gesamtbild keinen Abbruch. Das altehrwürdige Oxford als Hintergrund eines Romans ist mir immer ein Pluspunkt, auch wenn hier nicht sehr viel von der Atmosphäre der Stadt und ihrer Colleges zum Tragen kommt.

    Ich habe den Roman sehr gern gelesen, es ist gute Unterhaltung mit Niveau.




     
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