Rezension Rezension (4/5*) zu Der letzte Morgen: Thriller von Ryan David Jahn.

lord-byron

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Buchinformationen und Rezensionen zu Der letzte Morgen: Thriller von Ryan David Jahn
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Anfangs sehr zäh, aber dann.....

Der 13-jährige Sandy erschießt mit einer selbstgebauten Waffe seinen Stiefvater, der ihn ständig quälte. Zur gleichen Zeit ersticht Teddy Stuart einen Kartengeber, der ihn den ganzen Abend provoziert und der Lächerlichkeit preisgegeben hat. Die beiden Fällt haben absolut nichts miteinander zu tun. Doch die Mutter von Sandy hat eine Freundin. Und diese möchte ihr und ihrem Jungen gerne helfen. Also wendet sie sich an Bezirksstaatsanwalt Seymore Markley und erpresst ihn mir Bildern, die ihn in eindeutiger Pose mit ihr zeigen. Erst ist Markley schrecklich wütend, doch dann kommt ihm eine großartige Idee. Er will Teddy Stuart, der der Buchhalter vom Unterweltboss \"The Man\" ist, dazu bringen, gegen den Gangster auszusagen. Ihn zu verurteilen wäre eine riesiger Karrieresprung für den Bezirksstaatsanwalt. Doch \"The Man\" wehrt sich und der unschuldige Milchmann und Schriftsteller Eugene Dahl soll als Sündenbock herhalten. Aber dieser lässt sich das nicht gefallen und kämpft mit allem was er hat.....

Von Ryan David Jahn hatte ich das Buch \"Die zweite Haut\" gelesen und war so begeistert. Also freute ich mich wahnsinnig auf sein neustes Werk. Aber die beiden Bücher sind kaum miteinander zu vergleichen. \"Der letzte Morgen\" verlangt dem Leser einiges an Geduld ab. Der Anfang zieht sich schrecklich in die Länge und ich war ein paar mal versucht, das Buch abzubrechen. Aber dann dachte ich wieder daran, wie super gut mir \"Die zweite Haut\" gefallen hatte und quälte mich weiter. Und es hat sich dann doch gelohnt.

Ab dem Zeitpunkt, an dem sich Eugene anfängt zu wehren, geht das Buch erst richtig los. Und dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil wirkt stellenweise abgehackt und ist nicht immer leicht zu lesen. Die Sprache ist wieder oft derb und dreckig. Die Charaktere sind dieses mal so ganz anders. Es ist niemand dabei, mit dem man sich identifizieren kann oder der dem Leser auch nur sympathisch wäre. Besonders der Ermittler Carl Bachmann, der durch den Tod seiner Frau schwer angeschlagen ist und seine Sorgen und den Schmerz mit Drogen betäubt macht keine gute Figur. Alles ist ihm wichtiger, als die Ermittlungen. Genauso schrecklich ist auch der Staatsanwalt und alle anderen Personen.

Wegen des zähen Anfangs kann ich nur 3,5 Punkte vergeben und ich habe sehr lange überlegt, ob ich auf- oder abrunden soll. Es fällt mir wirklich nicht leicht, aber da das Buch doch irgendwie etwas besonderes ist, habe ich dann doch aufgerundet. 4 von 5 Punkte für \"Der letzte Morgen\" und ich werde jetzt schauen, dass ich mir die anderen Bücher des Autors besorge. Ich bin richtig gespannt wie diese ausfallen werden.

© Beate Senft

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