1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Information ausblenden

Du bist neu hier?

Unter dem folgenden Link findest Du Hilfe für den Einstieg
Das bietet whatchareadin für Leser 

Rezension (4/5) zu Arnulf Brahm - Kill the Boer!

Dieses Thema im Forum "Sachbücher" wurde erstellt von Manko, 11. Dezember 2018.

  1. Manko

    Manko Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. Dezember 2018
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    [​IMG] Der Kampf der Buren um ihre Selbstbestimmung am südlichen Zipfel des afrikanischen Kontinents tobt jetzt seit mehreren Jahrhunderten quasi durchgehend. Nach ihrer Ankunft waren es vor allem die Lebensbedingungen und nomadische Stämme, gegen die sie ihren Kampf führen mussten. Gegen alle Widerstände schafften sie es dennoch Südafrika ihre Prägung aufzuerlegen. Es folgten Jahrhunderte des Kampfes vor allem gegen das Britische Weltreich, welches sich die von den Buren bewohnten Länder immer wieder einverleiben wollte und es am Ende des zweiten Burenkrieges auch schaffte. Nachdem die Buren den Briten endgültig unterlagen wurde ein gemeinsamer Staat gegründet in welchem beide Gruppen teilweise friedlich zusammen lebten. Am Ende des zweiten Weltkrieges kam es dann zur Apartheid und in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu deren Ende.

    Seitdem leben die Buren unter Umständen, die wir Europäer uns kaum vorstellen können. Mordraten die denen im immer noch umkämpften Afghanistan übersteigen, Farmmorde und zuletzt auch die entschädigungslose Enteignung der Farmer sind nur weniger aber prägnante Beispiele für die Umstände unter denen die Buren leiden.


    Arnulf Brahm hat es geschafft, die Geschichte der Buren sehr detailliert und dennoch spannend wiederzugeben. Von Anfang der Besiedlung Südafrikas bis zum heutigen Tage ist der Freiheitswille der Buren immer die treibende Kraft hinter ihrem Werk gewesen. Dieser rote Faden wird in dem Werk sehr deutlich und an einer Vielzahl von Beispielen deutlich gemacht.

    So gibt es auch in dem Buch keinen Bruch oder Sprung, wenn er von der aktuellen Situation in Südafrika berichtet, denn der Kampf der Buren ist bis heute der gleiche geblieben. Schonungslos werden die Märchen von der ausgesöhnten Regenbogennation und dem friedliebenden Nelson Mandela untersucht und ad absurdum geführt.


    Das Herzstück des Buches ist dann das Kapitel über die aktuellen Repressionen unter welchen die Buren leiden. Es werden über zehn Beispiele für grausame Farmmorde angesprochen und die Verstrickung der Südafrikanischen Politik und Polizei in diese Taten deutlich gemacht. Aber eben auch die Versuche der Buren sich wieder selber zu regieren und Siedlungen zu schaffen in welchen sie friedlich leben können, ohne um ihr Leben fürchten zu müssen. Orania und Kleinfontein sind die beiden größten Siedlungen dieser Art. Und mit diesem Buch besteht das erste mal überhaupt eine fundierte Studie zu diesen Städten in deutscher Sprache.

    Der Autor wartet mit einer Vielzahl von Informationen aus erster Hand auf. So hat er beispielsweise eine Vielzahl von Gesprächen mit den Einwohnern der Städte, der Stadtführung und auch dem Sohn eines ehemaligen Premierministers Südafrikas gesprochen.



    Das Buch ist sowohl angenehm zu lesen, als auch höchst Informativ. Gestützt auf über 260 Quellen ist das Buch auch fachlich korrekt und aufgrund der Faktenlage schlichtweg nicht anzugreifen. Von meiner Seite aus eine absolute Kaufempfehlung für jeden der sich für Südafrika und auch die Buren interessiert. Das Buch umfasst 264 Seiten und kostet 13,90. ISBAN: 978-3982032405.
     
Die Seite wird geladen...
Die Seite wird geladen...