Rezension Rezension (4/5*) zu Apfelblütenzauber: Roman von Gabriella Engelmann.

parden

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13. April 2014
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Niederrhein
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Buchinformationen und Rezensionen zu Apfelblütenzauber: Roman von Gabriella Engelmann
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Sehnsüchte...

Gerade hat Leonie ihren 41. Geburtstag gefeiert und mit ihren Freunden und Eltern darauf angestoßen, dass alles so bleiben möge, wie es ist. Denn Leonie ist zufrieden mit ihrem Leben: seit sechs Jahren wohnt sie mit ihren Freundinnen Nina und Stella in einer wunderschönen Hamburger Stadtvilla, hat einen Job, der ihr Spaß macht und der sie erfüllt und zwei Katzen, an denen sie hängt. Doch bereits einen Tag später beginnt ihr Leben in Schieflage zu geraten.
Die Ehe ihrer Eltern kriselt, ihre Mutter will sich in Frankreich eine Auszeit nehmen vom Alltag auf dem Apfelhof samt Pension und Hofladen, vor allem aber von ihrem Mann. Kurze Zeit später erfährt sie von ihrem Arbeitgeber, dass das Restaurant, in dem sie arbeitet, schließen und sie damit ihren Job verlieren wird. Und als dann auch noch die Stadtvilla verkauft werden soll, ist das Unglück perfekt.

Leonie erscheint es fast wie ein Rettungsanker, dass nun ihre Hilfe auf dem elterlichen Apfelhof im Alten Land gebraucht wird. Trotz einer Aushilfe verbleiben noch ausreichend Aufgaben, mit denen ihr Vater heillos überfordert wäre. In Ruhe will sie sich über ihre neue Situation klar werden und entscheiden, welche Richtung ihr Leben nun einschlagen soll.
Dabei ist es nicht sonderlich hilfreich, dass sie Thomas wiederbegegnet, der sie vor Jahren nicht interessiert hat, nun aber unerwartet ihr Herz höher schlagen lässt. Und dazu lernt sie noch Markus kennen, einen charmanten Mann, dem sie die schönen Seiten des Alten Lands zeigen kann...


Man muss dem Glück Raum geben, sich zu entfalten, sich tief in der Seele einzunisten, damit man für unvorhergesehene Widrigkeiten gewappnet ist.


Einen klassischen Frauenwohlfühlroman hat Gabriella Engelmann hier geschrieben, eine Liebesgeschichte angesiedelt in einer romantisch zauberhaften Umgebung. Obwohl die Zeit der Apfelblüten mittlerweile vorbei sein dürfte, konnten die ausdrucksstarken Schilderungen der Landschaft Bilder in meinem Kopf entstehen lassen, weshalb ich nun Lust habe, das Alte Land einmal mit eigenen Augen zu sehen.
Der Schreibstil ist flüssig, die Geschichte rotiniert konstruiert und angenehm zu verfolgen, zumal die kurzen Kapitel geradezu dazu auffordern, immer noch ein bisschen weiter zu lesen. Die Charaktere werden sympathisch dargestellt, wenn auch klischeebehaftet, und auch wenn die Geschichte recht vorhersehbar ist und keine besonderen Überraschungen bietet, ist sie geeignet, um ein paar Stunden friedlich in sie abzutauchen.

Wie ich erst beim Lesen erfahren habe, gibt es zu dem Buch einen Vorgängerroman: \'Eine Villa zum Verlieben\'. Sicher ist es nicht zwingend notwendig, den ersten Band zu kennen, bevor man \'Apfelblütenzauber\' liest, doch mir wären die Personen vielleicht noch ein wenig näher gewesen, wenn ich ihre bisherige Geschichte gekannt hätte.

Eine besondere Überraschung boten die Rezepte im Buch, teils eingestreut in den Text, teils im Anhang. Den Apfelblechkuchen mit Mandeln werde ich bestimmt einmal ausprobieren - so hole ich mir den Geschmack vom Alten Land auch in mein Haus...

Insgesamt erfüllt das Buch alle Erwartungen, die man an dieses Genre haben kann und bietet eine leichte Lektüre für zwischendurch. Ab und zu tut solch ein Buch wirklich gut.


© Parden

 
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