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Rezension Rezension (4/5*) zu After Work von Simona Ahrnstedt.

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von Xanaka, 13. Juni 2018.

  1. Xanaka

    Xanaka Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. Juli 2015
    Beiträge:
    212
    Zustimmungen:
    82
    Unterhaltsam

    Das erste Aufeinandertreffen zwischen Lexia und Adam ist ein großer Zufall. Sie betrinkt sich in einer Bar frustriert über den Verrat der Freundinnen, die sie sitzen gelassen haben. Er kommt zufällig in die Bar und setzt sich zu ihr. Sie erzählt ihm viel an diesem Abend, über die Arbeit, jüber den neuen Chef der Agentur, über den Frust in ihrem Leben. Er hört geduldig zu und gibt ihr weiter zu trinken. Aber da ist noch mehr zwischen beiden. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen. Er kann sich nicht erklären, was er an ihr findet, aber sie hat diese gewisse Anziehung. Der Abend ist zu Ende, nichts passiert und Lexia ist sich sicher, den sieht sie nie wieder.

    Der Schreck am nächsten Morgen, als sie verkatert in der Werbeagentur erscheint, ist riesig. Denn Adam ist der neue Chef. Ihre männlichen Kollegen lassen sie auch gleich ins Messer laufen und lassen Lexia die letzten Projekte präsentieren. So verunsichert und verkatert wie sie ist, läuft die Präsentation so derart schlecht, dass sich alle Kollegen sicher sind, es ist in jedem Fall Lexia, die gefeuert wird.

    Doch es kommt anders, ganz anders. Lexia gelingt es durch eigenen Initiative das sich die Agentur an der Ausschreibung für den Werbeetat von Damenunterwäsche teilnehmen kann. Sie ist sogar mit im Projektteam als es an die Erarbeitung der Vorschläge geht. Aber sie hat es nicht leicht. Von den männlichen Kollegen wird sie nicht ernst genommen. Bei Adam ist sie sich nicht sicher, wie es um ihr Verhältnis zueinandersteht. Und da ist dann auch noch Rebecca, die Tochter des Chefs, die als neue Mitarbeiterin und Projektleiterin mit ins Team geholt wird. Das Rebecca als ehemaliges Model unbedingt viel von Unterwäsche und Dessous versteht, scheint da nur verständlich. Es wird für Lexia immer schwieriger sich der Übermacht für die Kampagne zu erwehren. Sie hat als einzige wirklich verstanden, was die Eigentümerin mit ihrer neuen Kampagne erreichen wollte. Sie wollte unbedingt darauf aufmerksam machen, dass Frauen nicht nur schön sind, wenn sie dünn sind. Es gibt auch dicke Frauen, die mehr in der Werbung präsentiert werden sollen.
    Wie die Geschichte ausgeht, ob Lexia sich durchsetzen kann, ob sie mit Adam eine Zukunft hat, lest es selbst.

    Was mit an diesem Buch besonders gefallen hat, waren die Hauptpersonen Lexia und Adam. Während der einzelnen Abschnitte, die jeweils aus der Sicht von Lexia und Adam erzählt wurden, spürte man die Emotionen, das Knistern das zwischen ihnen herrschte. Aber es gab auch genug Personen, die einem während des Lesens zunehmend mehr unsympathischer wurden. Da ist Roy der arrogante Chef von Adam, der glaubt sich alles erlauben zu können. Er ist der große Macher, der immer das Sagen hat. Vor allem Adam versucht er mit dem Versprechen als sein Nachfolger sich an ihn zu binden. Dabei schreckt er auch vor Manipulationen um sein Ziel zu erreichen nicht zurück. Auch Leo der Sohn des ehemaligen Firmenchefs, der den Job wahrscheinlich nur hatte, weil er der Sohn war, ist ein echtes Miststück. Viel von dem Mobbing, das Lexia einstecken muss, geht von ihm aus. Er schreckt aber auch nicht davor zurück, ihre Arbeit als sein zu präsentieren.

    Kurzum hier wird viel aus der Welt des Arbeitslebens und dem Konkurrenzkampf zwischen Mann und Frau erzählt. Möglicherweise ist manches überspitzt, aber so wird es doch viel deutlicher und anschaulicher erzählt. Die Geschichte zwischen Lexia und Adam bietet hier den wunderbaren Rahmen, gibt der Handlung die nötige Dramatik und hält die Story am Laufen.

    Ich habe mich ausgesprochen gut unterhalten gefühlt, konnte viel von den Emotionen nachvollzuziehen und war nach der Lektüre des Buches rundum zufrieden.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesternen.


     
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