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Rezension Rezension (3/5*) zu Straßburger Geheimnisse - Kommissar Sturnis erster Fall: Kriminalroman von Ste.

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von Bibliomarie, 6. November 2018.

  1. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

    Registriert seit:
    10. September 2015
    Beiträge:
    576
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    292
    Neuer Krimi aus dem Elsaß

    Das Leben als Kriminalkommissar im schönen Straßburg ist für Antoine Sturni kein Zuckerschlecken. Die Beanspruchung hat bereits seine Ehe zum Scheitern gebracht und über Wochenenden mit Sohn Christian hängt oft die Drohung eines Einsatzes. So auch dieses Mal, Christians Geburtstagswunsch, ein Tag im Europapark Rust, ist arg gefährdet. Der Tod eines hochrangigen Beamten im Europaparlament, ausgerechnet bei der Gedenkfeier zum Tod des ehemaligen Bundeskanzlers, lässt jedes Privatleben in den Hintergrund treten. Umso mehr, als eine erste Leichenschau den Verdacht auf Mord erhärtet.
    Sturni ist Elsässer mit jeder Faser seines Herzens, er genießt das Leben in der Stadt, liebt die kleinen Gassen und die Gastronomie, da lässt der Autor die Leser mit ausführlichen Beschreibungen teilhaben, das ist stellenweise charmant, aber auch manchmal zu ausführlich beschrieben.
    Die Ermittlungen, die bis nach Brüssel führen, sind für Sturni nicht einfach. Gut, dass er einen befreundeten Journalisten zur Seite hat, der ihn über Intrigen und politische Ränke auf dem Laufenden hält. Das fand ich auch sehr interessant beschrieben, ist das Europäische Parlament doch für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln.
    Gestört haben mich allerdings die Beliebigkeit und die fehlende Originalität. Ich hatte ständig das Gefühl, das habe ich doch schon irgendwo gelesen. Wahrscheinlich hat das der Autor auch gemacht. Da gibt es die gescheiterte Ehe durch Arbeitsüberlastung und zu wenig Kommunikation. Auch eine neue leidenschaftliche Beziehung zu einer attraktiven Kollegin darf nicht fehlen, die Sturni zwar in seiner Männlichkeit bestätigt, aber auch weitere Probleme mit sich bringt. Und natürlich, wie so oft, ein cholerischer aufgeblasener Vorgesetzter, der schon zur Karikatur überzeichnet wirkt.
    Auch sprachlich konnte mich der Krimi nicht völlig überzeugen. Das Buch ist durchaus spannend, aber es bleibt im Mittelmaß des Genres stecken.


     
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