Rezension Rezension (3/5*) zu Geliebte Angst von Rebekka Knoll.

leseratte69

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27. Mai 2014
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Solingen
leseratte1969.blogspot.de
Gelungene Geschichte

Klappentext
Maricos Trauerfeier ist ein buntes Feuerwerk – für ihn will Emilia es zum letzten Mal funkeln und knallen lassen. Er war die Liebe ihres Lebens und die Achtzehnjährige ist immer noch von Trauer betäubt, als sie eine Nachricht von Maricos Facebook-Profil bekommt – mit einer Liebesbotschaft. Es folgen SMS von seinem Handy und E-Mails von seinem Account. Jemand gibt sich für Marico aus und führt sie Schritt für Schritt durch ihre vergangenen Dates – dieser Jemand weiß alles! Emilia beginnt eine Jagd auf den unbekannten Schreiber, doch gleichzeitig wird ihr Wunsch immer stärker, ihm jedes Wort zu glauben ...

Über die Autorin
Rebekka Knoll, 1988 in Kassel geboren, studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Erlangen, Bern und Berlin. Sie hat bereits mehrere Belletristikromane veröffentlicht und wurde mit dem Kurd-Laßwitz-Stipendium der Stadt Gotha ausgezeichnet. Mit \"Geliebte Angst\" erscheint jetzt ihr erstes Jugendbuch bei cbt. Zurzeit lebt und arbeitet sie in Regensburg.

Meine Meinung

Story
Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen. Das Cover hatte mich sofort angesprochen. Es sah nach einem spannenden Buch aus. Die Story ist auch ziemlich gelungen. Emilia hat gerade bei einem Autounfall ihren Freund Marico verloren und kämpft sich durch den Alltag. Ihre Freundinnen Tila und Lorena helfen ihr so gut es eben geht, mit dem Verlust zurechtzukommen. Als Emilia dann aber plötzlich Facebooknachrichten und SMS von Maricos Account bekommt, hält sie es zunächst für eine sehr makaberen Scherz. Doch dieser Unbekannte weiß Dinge, die nur Marico wissen kann und Emila beginnt so langsam an sich zu zweifeln. Ist es nur jemand der sie ärgern will, oder ist Marico als Geist zurückgekehrt? Zu allem Übel findet Emilia auch noch heraus, dass sich Marico noch mit einem anderen Mädchen getroffen hat und er auf dem Weg zu ihr war, als er verunglückt ist. Bei ihrer Suche nach dem Unbekannten Mailschreiber merkt Emilia erst, wie wenig sie Marico doch eigentlich gekannt hat.
Ich fand die Handlung des Buches sehr ansprechen. Es war mal etwas anderes. Dennoch hätte ich mir noch ein wenig mehr Spannung gewünscht. Ein gutes Jugendbuch, mit einer für mich neuen Story, mehr aber auch nicht.

Schreibstil
Der Schreibstil ist sehr einfach und wird meistens aus der Sicht von Emilia geschildert. Stellenweise bekommt man aber auch Einblicke in die Gedanken des unbekannten Mailschreibers. Das Buch lässt sich schnell weg lesen, da es auch nicht sehr anspruchsvoll geschrieben ist.


Charaktere
Leider sind die Charaktere bei diesem Buch meine Kritikpunkte, denn sie waren mir alle zu oberflächlich und ich konnte nicht wirklich eine Beziehung oder Bindung zu ihnen eingehen. Ich fand die Autorin hätte einem die Charaktere noch näher bringen können. Ich denke mal, dass ich die Charaktere auch schnell wieder vergessen werde, da sie keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben.

Mein Fazit

Ein gutes, teilweise recht spannendes Jugendbuch. Leider mit ziemlich oberflächlichen Charakteren, die wahrscheinlich schnell in Vergessenheit geraten. Von mir gibt es drei von fünf Sternen.



 

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