Rezension Rezension (3/5*) zu Gefangen und frei: Der Buddhist in der Todeszelle. Eine wahre Geschichte von D.

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Mitglied
8. Februar 2020
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10
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tragische Lebensgeschichte

Eine schreckliche Kindheit, die falschen Freunde und mehrere Straftaten – Jarvis Jay Masters Leben war geprägt von Hass und Gewalt. 1990 wird ihm ein Mord an einem Gefängniswärter angehängt, und er wird zum Tode verurteilt. Masters ist voller Wut, hat Panik-Attacken und weiß keinen Ausweg mehr. Bis er eines Tages den Rat bekommt, es mit Meditation zu versuchen. Zunächst zweifelt Masters an der Wirksamkeit des buddhistischen Weges und es graut ihm davor, die Augen im Gefängnis zu schließen. Doch eines Tages beginnt er dennoch zu meditieren und gewinnt eine völlig neue Sicht auf sein Leben.

Fazit:
Meiner Meinung nach, passt das Buch bzw. eigentlich der Schreibstil nicht zu dieser Geschichte, die hier eigentlich dahintersteckt. Vielleicht liegt es daran, dass der Autor kein Buddhist ist? Es wirkt, als hätte er nicht das nötige Einfühlungsvermögen, was notwendig ist, die Geschichte so zu schreiben, wie sie es verdient. Der Schreibstil wirkt sehr nüchtern und distanziert.
Schade. Ansonsten handelt es sich bei diesem Buch um eine tragische Lebensgeschichte, die es definitiv Wert ist erzählt zu werden!
Auch ich selbst kenne mich zu wenig mit Buddhismus aus, um hier wirklich alles ganz nachvollziehen zu können.
Interessante Ansätze - aber überzeugen konnte mich das Buch nicht.


 

Wandablue

Bekanntes Mitglied
18. September 2019
3.054
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49
Brandenburg
Es wirkt, als hätte er nicht das nötige Einfühlungsvermögen, was notwendig ist, die Geschichte so zu schreiben, wie sie es verdient.

Wie hätte sie denn geschrieben werden müssen? Mehr Pathos? Es hilft doch dem Jarvis nicht, wenn wir weinen. Es war ihm aber sicherlich ein Anliegen, dass wir erfahren, wie es ihm gelungen ist, sich zu arrangieren. Es war sehr viel Buddhismus im Buch, finde ich. Hättest du noch mehr davon gewollt?