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Rezension Rezension (3/5*) zu Frau Schick macht blau von Ellen Jacobi.

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von parden, 18. Mai 2018.

  1. parden

    parden Forumlegende

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    Zu viele Personen, zu viele Themen...

    Wie gerne würde Frau Schick einmal gar nichts tun und einfach blau machen. Doch keine Chance. Die rüstige Witwe muss sich gegen die Entmündigung in ihrer Firma wehren, Nellys Hochzeit planen, und dann gibt es auch noch einen katalanischen Esel, der befreit werden will. Da kommt ihr die Nachricht, dass ihr eine Kleingartenanlage im Stadtwald gehört, gerade recht. Ein perfekter Zufluchtsort zum Durchatmen. Wären da nicht die städtischen Abrissbagger - und die Kleingärtnergemeinschaft, die auf ihre Hilfe zählt...

    Fast 78 Jahre alt ist Frau Schick, sie vergisst mittlerweile manchmal Dinge und kann sich vor allem keine Namen merken - und doch hat sie noch viel um die Ohren. Diszipliniert wie sie ist, plant sie alles strategisch, wird aber zuweilen auch vom Leben etwas ausgehebelt. Sie ist es gewohnt, sich in alles einzumischen und lässt von dieser Verhaltensweise auch kaum einmal ab. Das wirkt auch beim Hören zeitweise recht anstrengend...

    Zu spät habe ich entdeckt, dass es sich hier um den zweiten Band der Abenteuer um Frau Schick handelt - doch gibt es in der Geschichte m.E. ausreichend Hinweise auf das vorherige Geschehen, um den Anschluss zu bekommen, auch wenn man Band eins nicht kennt. Dennoch ist es nicht immer leicht, hier den Überblick zu behalten, denn hier spielen viele Personen und vor allem viele Themen eine Rolle. Für mich tatsächlich zu viele, da die Handlung so nicht nur sehr springt, sondern manches auch zu sehr verwässert bzw. zu nebensächlich abgehandelt wird.

    Die Rettung einer Kleingartenanlage, die Verkupplung eines Pärchens sowie die Planung der Hochzeit hinter dem Rücken der beiden, die Rettung eines Esels, das Trauma eines Kindes, Umweltschutzbelange, Geistervertreibungen, Sitzungen beim Psychologen, Strafanträge, Entmündigungsbestrebungen, Sorgerechtsentscheidungen, Gartenpartys - eine gemischte Tüte Buntes. War der Beginn noch ganz unterhaltsam, verlor sich dies für mich im Verlauf über weite Strecken - ich war eher erschüttert, wenn sich immer noch ein weiteres Thema auftat.

    Normalerweise ärgere ich mich, wenn ich bei einem Hörbuch eine gekürzte Fassung erwische - hier war ich ehrlich gesagt etwas erleichtert darüber. Auch so spannte sich die Geschichte über 7 Stunden und 5 Minuten - ausreichend Zeit also für das Themen- und Personenkarussell... Gelesen wird der Roman aber ganz ansprechend von Irina Scholz.

    Ein wenig enttäuscht bin ich nach dem Hörerlebnis schon, das nur bedingt amüsant und stellenweise recht hanebüchen war. Hiervon hatte ich mir definitiv mehr versprochen...


    © Parden

     
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