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Rezension Rezension (3/5*) zu Die Magie der Lüge: Roman (Die Magie der Namen, Band 2) von Nicole Gozdek.

Dieses Thema im Forum "Fantasy & Phantastik" wurde erstellt von nicigirl85, 18. Oktober 2018.

  1. nicigirl85

    nicigirl85 Mitglied

    Registriert seit:
    6. Februar 2018
    Beiträge:
    78
    Zustimmungen:
    0
    Wenn die Wirklichkeit plötzlich eine andere ist...

    Nachdem ich vor gut 2,5 Jahren mit absoluter Begeisterung "Die Magie der Namen" gelesen habe, wollte ich natürlich wissen wie es mit unserer einstigen Nummer 19 weitergeht und begann gespannt zu lesen.

    Gleich vorweg möchte ich sagen, dass man den Vorgängerband doch besser gelesen haben sollte und auch die Spanne zwischen den beiden Bänden nicht so groß sein sollte wie bei mir.

    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir anfänglich sehr schwer, da mich die vielen neuen Begrifflichkeiten etwas überfordert haben. Während ich die Namen der Figuren sehr schön und besonders fand, habe ich mich ansonsten des Öfteren gefragt, ob man wirklich für Begriffe, die es bereits gibt, unbedingt neue erfinden muss? Zum Glück gibt es am Ende des Buches eine Übersicht aller Bezeichnungen, aber wenn ich dauernd nach hinten blättern muss, stört das natürlich enorm den Lesefluss. Ich war dann wirklich erst ab Seite hundert gut drin.

    Anders als erwartet erleben wir in der neuen Geschichte erst einmal andere Figuren und nicht unsere ehemalige Nummer 19, denn Tirasan taucht erst später in der Geschichte auf.

    Richtig spannend fand ich, dass die Hauptfiguren Anderta und Londurs als eine Art Diebe unterwegs sind. Ihre anfänglich beschriebenen Raubzüge fand ich doch sehr spannend und abenteuerlich. Auch gut gefallen hat mir, dass die Welt, die wir aus Band eins kennen, sich plötzlich verändert und auch das warum und wieso war schlüssig erklärt.

    Während mir die männlichen Figuren wie Londurs, Frislan, Rustan und Tirasan richtig gut gefielen, weil sie so vielschichtig sind und man sie in vielen Momenten richtig gern hat, wurde ich mit Anderta als weiblicher Hauptfigur überhaupt nicht warm. Sie verhielt sich für meinen Geschmack zu keiner Zeit wie eine erwachsene Frau, sondern wie ein sprunghafter Teenager und oft habe ich ihr Verhalten schlichtweg nicht verstanden. Deswegen haben mir die Jungs um sie drum rum teilweise richtig Leid getan.

    Bis zur Mitte habe ich trotz der schwergängigen Begriffe das Buch sehr gern gelesen. Leider entwickelte sich der Roman dann ab da von einer fantastischen Geschichte zu einer Dreiecksliebesgeschichte, was ich so nicht erwartet hatte und ehrlich gesagt auch nicht besonders mag.

    Zudem hatte ich das Gefühl, dass die Autorin enorm viele Ideen beim Schreiben hatte, was ja nichts schlechtes ist, und diese alle auf ein Mal in der Geschichte unterbringen wollte. Dadurch gibt es zwar enorm viele Wendungen, was ja für Spannung sorgen würde, die aber wenige Zeilen später sofort wieder aufgeklärt werden, weshalb dann eben doch keine Spannung aufkam. Auch fühlte es sich so an, dass zum Ende hin der rote Faden der Handlung irgendwie verloren gegangen ist.

    Fazit: Leider kein Vergleich zum Vorgänger. Die liebe Autorin hätte besser aus ihren vielen, tollen Ideen mehr Bücher schreiben sollen, als diese alle in einem Roman unterbringen zu wollen. Für Fans von Band eins zu empfehlen, um Tirasan wiederzusehen, Neulingen würde ich eher abraten dieses Buch zuerst zu lesen, da sie sonst einen falschen Eindruck vom Können der Schriftstellerin bekommen würden.

     
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