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Rezension Rezension (3/5*) zu Die Inselgärtnerin: Roman von Sylvia Lott.

Dieses Thema im Forum "Liebesromane" wurde erstellt von nicigirl85, 26. Juni 2018.

  1. nicigirl85

    nicigirl85 Mitglied

    Registriert seit:
    6. Februar 2018
    Beiträge:
    67
    Zustimmungen:
    0
    Wenn dir das Leben zu einem Neuanfang verhilft...

    Nachdem mich die Autorin bereits mit "Die Glücksbäckerin von Long Island" unglaublich begeistern konnte, wollte ich ein weiteres Buch von ihr lesen, doch wahrscheinlich kam dieses noch zu früh für mich, doch ich greife vor.

    In der Geschichte geht es um Sonja, die vor einem Scherbenhaufen steht. Ihr Mann Michael hat sie für eine Jüngere verlassen und sie eiskalt vor die Tür gesetzt. Auch im Job läuft es mies, denn sie wird völlig überraschend entlassen. Da kommt ihr die unverhoffte Erbschaft doch mehr als gelegen, kann sie so aus ihrem alten Leben fliehen. Doch wird sie auf Dolphin Island als Sunny wirklich ihr Glück finden können?

    Die Handlung wird uns nahezu ausschließlich aus der Gegenwart um Sonja nahe gebracht. Die Ereignisse werden von einem beobachtenden Erzähler beleuchtet.

    Über Tante Sandy, von der Sonja (in Florida Sunny) geerbt hat, erfahren wir ausschließlich etwas durch Tagebucheinträge, Briefe, Schmalspurfilme und kleine Andenken. Dies fand ich besonders schön, da ich mich gern in vergangene Zeiten versetzen lasse, nur waren diese Abschnitte für meinen Geschmack leider viel zu kurz. Hier hätte die Autorin gern ausführlicher werden dürfen.

    Da ich selbst gerade in einer schmutzigen Scheidung stecke, dachte ich, dass dieses Buch perfekt dazu passt, doch dem war leider nicht wirklich so. Zwar konnte ich mich gut mit Sunny identifizieren, da sie ähnliches durchgemacht hat wie ich, allerdings ging sie für meinem Geschmack zu naiv an das Ganze ran. Auch wird das Thema Scheidung als etwas Leichtes dargestellt, was es schlichtweg nicht ist, denn kaum ein Paar trennt sich als gute Freunde erst recht wenn einer der beiden betrogen wurden. Aber das ist ausschließlich mein persönliches Empfinden. Vielleicht sollte man bei dem Thema nicht so emotional reagieren wie ich es tue.

    Sunny als Figur war durchaus interessant und sie spiegelte sehr genau wider was man bei einer Trennung erlebt: nicht wahr haben wollen, absolute Verzweiflung, Träumereien von einem wieder Aufblühen der Beziehung, nur um sich dann der Realität zu stellen und nach vorn zu schauen, was Sonja dann auch macht.

    Gut gefallen hat mir außerdem das dargestellte Gemeinschaftsgefühl auf der Insel. Ich mag es wenn sich Menschen gegenseitig unterstützen und zusammen Spaß haben, statt nur nebeneinanderher zu leben.

    Ebenfalls schön fand ich die Ausführungen zu Delfinen und dass man allgemein doch einiges dazulernt, was Wissen über Pflanzen, Delfine, Hemingway und Co anbelangt.

    Etwas ermüdend empfand ich die diversen Schilderungen von Gartengestaltung und Pflanzen, das ist irgendwie nicht mein Metier.

    Auch hat mir nicht so gut gefallen, dass sich die Autorin immer wieder an Oberflächlichkeiten festhält. Klar ist es schön zu lesen, wenn der Begehrte einen guten Körperbau hat, aber wenn jeder in Sonjas Umgebung tolle Augen hat und sie kurz nach der Trennung durch ihr Schwimmen eine grandiose Figur bekommen hat, so entspricht das doch nur bedingt der Realität. Auch hat sie immer wieder Geldprobleme, kauft sich aber dauernd neue Kleidung, das passte für mich nicht zusammen.

    Das Ende hingegen hat mir wieder gut gefallen, da ich es einfach mag, wenn die Bösen ihr Fett weg bekommen und die Guten ihre Ziele erreichen.

    Fazit: Wer leichte Unterhaltung sucht und eine Leidenschaft für Gärten und Flora im Allgemeinen übrig hat, der wird diesen Roman lieben. Ich kann nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen, was aber aktuell eher mit meiner persönlichen Emotionalität zu tun hat als mit dem Buch an sich.

     
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