Rezension Rezension (3/5*) zu Der Triumph der Zwerge: Roman (Die Zwerge 5) von Markus Heitz.

Ruth M. Fuchs

Neues Mitglied
29. Mai 2014
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Buchinformationen und Rezensionen zu Der Triumph der Zwerge: Roman (Die Zwerge 5) von Markus Heitz
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Heitz war schon besser

Zwölf Jahre ist es nun schon her, dass Piper Markus Heitz ersten Band der Zwergensaga herausbrachte. Nun liegt uns also Band 5 vor.
Das Prinzip dieser Reihe ist einfach: Im Geborgenen Land gibt es die dunklen Albae und die Zwerge und beide können nicht miteinander. Da die Zwerge die Helden der Buchreihe sind, steht zu vermuten, dass sie die Guten sind und die Albae die Bösen. Die Zwerge zeigten sich dementsprechend stets als humorvolles Volk, dessen heeres Ziel es war, dem Geborgenen Land Frieden zu bescheren.
Und die Albae – dass sie dunkel genannt werden, sagt ja eigentlich schon alles über ihren Charakter aus: Sie sind düster und irgendwie schlecht drauf. Es gibt übrigens auch noch eine fünfbändige Reihe, bei der die Albae im Mittelpunkt stehen. Man kann Heitz also nicht vorwerfen, dass er nicht beide Völker gründlich abgearbeitet und vor uns ausgebreitet hat.
Aber zurück zu den Zwergen: Auf diesen fünften Band hat der Leser sage und schreibe sieben Jahre warten müssen. War es das lange Warten wert? Wie man\'s nimmt. Wer sich endlich so etwas wie einen Abschluss des Zyklus ersehnt hat, wird froh darüber sein. Allerdings hält sich der Autor im Nachwort das Hintertürchen offen, dass er möglicherweise noch einmal ins Geborgene Land zurückkehren wird. „Der Triumph der Zwerge“ klingt jedoch erst einmal nach dem Ende der Geschichte.
Wer kein eingefleischter Fan ist, wird dagegen möglicherweise enttäuscht sein. Sicher, Markus Heitz ist ein erfahrener Schreiber. Aber gerade deshalb fragt man sich, warum er bei dieser Standardhandlung Jahre brauchte, um das Buch zu schreiben. Der Wunsch nach einem perfekten Plot kann nicht dahinter gesteckt haben. Denn abgesehen davon, dass einiges doch sehr nebelhaft bleibt, ist es vor allem der Bruch in der Erzählung, der stört. Allein, wie da so ganz plötzlich aus dem schlachtenerprobten Helden Tungil ein friedlicher Gelehrter werden konnte, ist so erstaunlich wie frustrierend. Überhaupt mangelt es der Welt der Zwerge in diesem Buch zu sehr an Leben und Atmosphäre, um einen wirklich zu berühren. Und das Hintertürchen mit der eventuellen Rückkehr riecht da schon auch ein bisschen sehr nach Kommerz.
Insgesamt vermisst man in dem Buch das Herzblut, dass ein Autor in jedes seiner Bücher stecken sollte. Es ist routiniert und entsprechend gut geschrieben. Aber ein flammender Stern an Markus Heitz Sternenhimmel ist es nicht.

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