Rezension (3/5*) zu Der große Fehler von Jonathan Lee

Amena25

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23. Oktober 2016
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Buchinformationen und Rezensionen zu Der große Fehler von Jonathan Lee
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Der beste amerikanische Roman des Jahres?

Hoffentlich nicht! Denn die Lektüre dieses Romans gestaltete sich leider recht zäh und insgesamt enttäuschend.
Wobei die zentrale Figur, Andrew Haswell Green, später auch als ,,Vater von Greater New York“ bekannt, durchaus eine interessante Thematik abgibt. Immerhin hat er New York zu einer modernen Metropole gemacht, indem er neben dem Central Park auch noch das Museum of Modern Art und die York Public Library mitgeschaffen hat. Sein Aufstieg vom mittellosen Farmersohn aus lieblosen Verhältnissen zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten könnte einen rauschenden Erzählfluss auslösen. Immerhin beginnt der Roman einigermaßen spektakulär mit der Ermordung des 83-jährigen Andrew H. Green an einem Freitag dem 13. Im Jahr 1903 auf offener Straße.
Doch leider reißt der Autor Jonathan Lee immer wieder einzelne Begebenheiten an, springt dann in der Zeit, führt Figuren wie z.B. den ermittelnden Inspector McClusky ausführlich ein, ohne dass sie im weiteren Verlauf eine wichtige Rolle spielen würden…… So wird man nach einzelnen unterhaltsamen Passagen immer wieder aus der Lektüre herausgerissen, verliert den roten Faden und damit auch recht schnell auch den Spaß an der Lektüre.

,,Ein mitreißender Roman über die Stadt, die niemals schläft“, verspricht der Klappentext. Doch das bewahrheitet sich leider überhaupt nicht.
Etwas überspitzt gesagt ist ,,Der große Fehler“ eigentlich der des Autors, dass er nämlich eine Geschichte mit sehr viel Potential verschenkt hat.


 

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