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Rezension Rezension (3/5*) zu Der Freund: Roman von Sigrid Nunez.

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von Wandablue, 15. Februar 2020.

  1. Wandablue

    Wandablue Bekanntes Mitglied

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    Buchinformationen und Rezensionen zu Der Freund: Roman von Sigrid Nunez
    Info
    Behebung einer Schreibblockade

    Kurzmeinung: Gerade noch an der völligen Belanglosigkeit vorbeigeschrappt.

    In dem Roman „Der Freund“ erzählt die Autorin von der besonderen Beziehung, die zwischen domestiziertem Haustier und dem Menschen bestehen kann. Dabei verschweigt sie nicht, wie unsensibel und gemein Menschen oft mit ihren Tieren umgehen.

    Auch erzählt sie allerhand Wissenswertes über Hunde allgemein. Im Besonderen spricht die Autorin vom Leben des Schriftstellers, sie zitiert viele bekannte Autoren, die etwas zum Verhältnis Leser und Schreiber gesagt haben, es geht jedoch generell um den Schreibprozess und um Schreibblockaden und um den Ausverkauf der Schriftstellerei durch Eigenpublikationen.

    Als dünner roter Faden des Romans dient der Trauerprozess um einen Kotzbrocken von Mann, einem Frauenhelden wie er im Buch steht, so dass die Leserin sich fragt, warum in aller Welt die Protagonistin diesem Menschen derartig nachweint, sogar mit Suizidgedanken quält sie sich. Anscheinend hat sie sich auf ungute Weise an diesen Mann innerlich gebunden gehabt, denn sie hat keine andere partnerschaftliche Beziehung. Das Vermächtnis dieses Mannes ist eine riesengroße, alte Dogge, die die Protagonistin zu sich nimmt und bis zu deren Ende begleitet.

    Die Kritik:
    Obwohl man Wissenswertes über Tier und Mensch erfährt, relativiert die Autorin ihr Werk selber und glaubt, dies sei witzig, indem sie bekennt, dass sie ihre Story nur erfunden hat, um ihre Schreibblockade zu durchbrechen. Vielleicht ist das witzig, für mich wird das Werk dadurch belanglos.

    Es bleiben noch drei Sterne übrig und die Einordnung in die Königsklasse der anspruchsvollen Literatur, weil die Autorin immerhin einiges dazu beiträgt, dass der Mensch ein Tier in seiner Eigentümlichkeit besser akzeptieren und mehr achten könnte. Besonders schön fand ich es, dass die Trauer des Tieres ernst genommen wurde.

    Fazit: Ich interessiere mich überhaupt nicht dafür, wie Autoren ihre Schreibblockaden beheben, das ist ihr Ding und damit sollen sie mich nicht behelligen, insofern geht der Roman völlig an mir vorbei. MIt drei Sternen ist das Buch noch gut bedient, me thinks.

    Kategorie: Anspruchsvolle Literatur
    Aufbauverlag, 2020

     
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  2. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator
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    Da hat sie Glück gehabt, dass ich das überlesen habe. Ich vermutete autobiografische Bezüge:confused:
    Stimmt. Aber auch eine Freundschaft über Jahre kann verbinden- egal ob zu Mann oder Frau. Ein Suizid wird die Trauer/Ratlosigkeit noch mehr beflügeln.
    Ja. Anspruch hat der Roman. Allein die vielen literarischen Bezüge, die ich sicher nicht in Gänze deuten konnte (und wollte).
    Aber das gewisse Etwas fehlt. Ganz klar.
     
  3. KrimiElse

    KrimiElse Bekanntes Mitglied

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    Hahaha, dein Fazit ist köstlich. Nein, das ist tatsächlich komplett uninteressant.
    Lesen werde ich das Buch dennoch, es SUBt.
     
  4. Wandablue

    Wandablue Bekanntes Mitglied

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    Ich finde deine Rezension, die ich las, auch gut. Da ich in Kategorien zusätzlich werte, kann ich sternemässig mal runtergehen. Der Roman ist an sich nicht schlecht, doch kann er dem Vergleich mit anderen aus seiner Sparte nicht standhalten. Ich wollte ihn dennoch nicht der Guten Unterhaltung zuschlagen.
     
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  5. Wandablue

    Wandablue Bekanntes Mitglied

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    Teile daraus haben mich durchaus gut unterhalten. Manches macht auch betroffen, trotzdem wäre mir wirklich Erlebtes in Bezug auf die Dogge wesentlich lieber gewesen.
     
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  6. Wandablue

    Wandablue Bekanntes Mitglied

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    Nun - die Autorin hat es nicht ganz direkt gesagt, aber im Gespräch mit dem Mann im Krankenhaus klingt es an.
     
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