Rezension Rezension (3/5*) zu Der fremde Sohn: Roman von Sam Hayes.

ManfredsBücherregal

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15. April 2014
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Sam Hayes - Der fremde Sohn

Ruhm und Karriere gehen Carrie über alles. Ihre Ehe ist bereits deshalb zerbrochen und auch das Verhältnis zu ihrem Sohn ist nicht das beste. Nicht zuletzt, da dieser das Internat verlassen hat, um auf eine Schule um die Ecke zu gehen. Jeder kennt die Talkshow von Carrie Kent: Reality Check. Carrie zerrt in dieser Show Verdächtigte oder Familienmitglieder von Gewaltopfern vor die Kamera, um diese Fälle zu lösen. Doch nun ist sie das Familienmitglied. Ihr Sohn Max wird vor der Schule niedergestochen und stirbt. Die einzige Zeugin ist seine Schulkameradin Dayna. Doch diese will den genauen Tathergang nicht gesehen haben. Wie konnte es dazu kommen? Um ihre Trauer zu verarbeiten, versucht Carrie selbst herauszufinden, wie es zu dieser Tragödie kommen konnte. Doch Carrie wird klar, wie wenig sie ihren eigenen Sohn wirklich kannte. Keiner wusste, wie es wirklich um Max stand, dass der Grund vom Internat zu gehen, seine Mitschüler waren. Jedoch nur, um vom Regen in die Traufe zu kommen. Welche Beziehung er und Dayna hatte? Einzig sein Vater glaubt zu ahnen, dass nicht alles so ist wie es scheint. Doch auch er fand keinen Zugang zu Max.

Sam Hayes erzählt uns die Geschichte in drei Handlungssträngen. Die Handlung wechselt zwischen dem Heute, dem Lebensweg von Carrie und den letzen Wochen vor Max. Anfangs fand ich dies eher etwas verwirrend. Aber so kommen Stück für Stück die Puzzelteile zusammen, die zur Lösung führen und das Bild wird so nach und nach klarer. Als ich den Klappentext und die Leseprobe las, erwartete ich eigentlich einen Thriller. Aber „Der letzte Sohn“ ist vielmehr das Drama um die Geschichte von Max. Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge wird einem Stück für Stück das Ausmaß dieses Dramas bewusst und immer mehr zeichnet sich das traurige Leben von Max ab. So fand ich die Geschichte im Ganzen sehr spannend, auch wenn sich die Handlung zwischenzeitlich etwas hinzog. Einzig den Schluss fand ich für meinen Geschmack dann doch etwas zu weit hergeholt.

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