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Rezension Rezension (3/5*) zu Dark Call von Mark Griffin.

Dieses Thema im Forum "Krimis & Thriller" wurde erstellt von parden, 27. April 2019.

  1. parden

    parden Forumlegende

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Alles in allem ein interessantes Debüt...

    Holly Wakefield arbeitet als Kriminalpsychologin. Ihr Spezialgebiet: Serienmörder. Es gibt einen guten Grund, weshalb sie die Beste in ihrem Job ist – aber den behält sie für sich. Als Detective Inspector Bishop von der Met Police Holly kontaktiert, um einen Mordfall zu untersuchen, ist Holly entsetzt von den brutal zugerichteten und theatralisch positionierten Leichen. Bishop sieht diese Verstümmelungen nicht zum ersten Mal, und bald ist klar: Da draußen ist ein Serienmörder. Und er wird wieder töten.

    Holly ist es gewohnt, sich in die Psyche von Mördern hineinzuversetzen. Aber dieser Killer hat etwas mit ihr gemeinsam, das sie seit Ewigkeiten geheim hält. Zum ersten Mal seit ihrer Kindheit ist Holly gezwungen, sich ihrer dunklen Vergangenheit zu stellen ...

    Die Londoner Forensik-Psychologin Holly Wakefield wird zu einem brutalen Mordfall hinzugezogen. DI Bishop von der Metropolitan Police London hat sie kontaktiert, da der übliche Profiler der Met derzeit aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung steht. Eigentlich arbeitet Holly in einer Psychiatrie mit gefährlichen Patienten, doch sie interessiert und beschäftigt sich schon lange mit den Persönlichkeiten von Serienmördern. Genau das Richtige also für den Fall, zu dem sie hinzugezogen wird.

    Als sie in einem kleinen Dorf in Surrey jedoch die brutal zugerichteten Leichen von Dr. Jonathan Wright und seiner Ehefrau Evelyn sieht, ist sie sich nicht mehr so sicher, dem Blick auf die Realität des Bösen gewachsen zu sein. Der Mann wurde erdrosselt und mit einem Messer ausgeweidet, die Frau erschlagen und mit demselben Messer penetriert. Außerdem gibt es noch zahllose andere Anzeichen von Gewalt. Schlimm genug, doch bald schon wird zudem klar, dass es sich hier nicht um eine Einzeltat handelt. Zu viele Parallelen gibt es hier zu einem anderen Fall - und kurz darauf stoßen die Ermittler auf weitere Fälle.

    Den ersten Band einer geplanten Reihe präsentiert Mark Griffin hier. Der Schreibstil ist flüssig, das Geschehen spannend bis zum Schluss, zumal es hier nicht ausschließlich um die Lösung der Mordserie sowie die Aufdeckung der Hintergründe geht, sondern auch um die persönlichen Hintergründe von Holly Wakefield und DI Bishop. Beide Charaktere haben dunkle Punkte in ihrer Vergangenheit, und gerade Holly verbirgt einige düstere Geheimnisse, die ihre Eignung an der Mitwirkung bei polizeilichen Ermittlungen mehr als einmal in Frage stellen.

    Manche Szenen waren drehbuchreif und fast greifbar gruselig. Allerdings gab es auch einige wenig glaubwürdige Aspekte, die bei mir für hochgezogene Augenbrauen sorgten. Holy beispielsweise, die in ihrem Interesse für Serienkiller nahezu obsessiv wirkt, erstellt erstaunlich laienhaft wirkende Profile:


    "Ein weißer Mann. Wahrscheinlich wirkt er ungepflegt, hat zottelige Haare, schmutzige Kleidung. ist unrasiert. (...) Beruflich macht er was mit den Händen. Einen Job, bei dem er aber nicht viel verdient. Er ist nicht reich. Also vielleicht was mit Autos oder am Band..."


    Daneben kommt es immer wieder zu flapsigen Entgleisungen, was mich persönlich störte. Wenn Holly beispielsweise in der Psychiatrie anruft, um sich zu erkundigen, ob alles in Ordnung ist: "Hi, Jackie, hier ist Holly. Wie sieht's aus in der Klapse?", finde ich das einfach nicht angemessen. Das kann natürlich auch ein Problem der Übersetzung sein, aber so oder so passte es nicht zum eher ernsthaften Charakter Hollys... Genau wie folgende Erkenntnis über den Täter:


    "In seinem tiefsten Innern hat er entsetzliche Angst vor ihnen. Besonders vor Frauen wie Rebecca. Sie ist schlau. Tatkräftig. Kontaktfreudig. Sie würde ihn mit Haut und Haaren verschlingen und wieder ausspucken. Also dann ein Fremder. Ein Schleimscheißer..."


    Alles in allem ein interessantes Debüt, das für mich eine gute Mischung bot aus dem Fall einerseits und den Untiefen der Charaktere andererseits. Durch die zahllosen lehrbuchhaften Informationen zu Serienkillern und ihren Motiven wurde der Spannungsbogen zuweilen arg unterbrochen, und doch hat mich dieser erste Fall der Psychologin Holly und DI Bishop neugierig gemacht auf weitere Ermittlungen der beiden.

    Ich werde die Augen danach offen halten!


    © Parden

    Autor: Mark Griffin

    von: Jutta Profijt
    von: Elisabeth Herrmann
    von: Dr. Peter Prange
     
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