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Rezension Rezension (3/5*) zu Bis ihr sie findet: Roman von Gytha Lodge.

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von wal.li, 7. September 2019.

  1. wal.li

    wal.li Gold Mitglied

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    1. Mai 2014
    Beiträge:
    1.308
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    664
    Die Morgenröte

    Vor dreißig Jahren machten sie sich auf zu einer Tour, eine Gruppe Jugendlicher. Sie kehrten zurück, aber eine fehlt. Die vierzehnjährige Aurora ist verschwunden und ihre sterblichen Überreste werden erst viele Jahre später entdeckt. Damals selbst noch ein Jugendlicher übernimmt DCI Jonah Sheens nun die Untersuchung. Was ist damals wirklich passiert? Ist das junge Mädchen ermordet worden oder war es ein Unfall? Verheimlichten die anderen aus der Gruppe etwas? Alles, was vor Jahren schon erfragt wurde, muss noch einmal gesichtet werden. Sollte es Lücken geben oder sind Fehler passiert. Die Beteiligten von vor dreißig Jahren werden nochmals eingehend befragt.

    Gut verfolgen kann man, wie schwierig es ist, die Ermittlungen nach so langer Zeit wieder aufzunehmen. Für die verwaisten Eltern ist das Leben irgendwie stehen geblieben, doch das Leben der anderen ging weiter. Sie leben nicht mehr am Ort, sie haben Karriere gemacht, sie erinnern sich nicht mehr. Die junge Kollegin Hanson übernimmt es unter anderem, die alten Akten zu sichten. Mit ihrer frischen Sichtweise entdeckt sie tatsächlich ein zwei Ungereimtheiten, die zu neuen Ansätzen führen. Doch die Befragungen ergeben zunächst nicht viel. Die Ermittler müssen einfach tiefer graben.

    Der Gedanke, ein Verschwinden könnte auch nach dreißig Jahren noch aufgeklärt werden, ist sehr phantasieanregend. Gleich beginnt man zu überlegen, was wohl wirklich passiert ist. Die geschickt eingestreuten Rückblenden tun ihr übriges, um den einen oder anderen Verdacht zu wecken, um ihn bald wieder ad absurdum zu führen. Hier spielt die Autorin gekonnt mit dem Leser. Sehr wirklichkeitsgetreu schildert sie die Puzzlearbeit, die die Polizei zu leisten hat. Da muss tatsächlich beinahe jeder Stein wieder und wieder umgedreht werden. Dass dabei auch irreführende Spuren aufgetan werden, ist kein Wunder. Zu Beginn zwangsläufig etwas langsam nimmt die Handlung schließlich immer mehr an Fahrt auf, um weiter in eine Art Traumwelt zu führen, die nur schwer nachvollzogen werden kann. Teilweise fragt man sich, wieso einige Ereignisse nicht einfach im Laufe der ersten Ermittlung geklärt wurden. Doch insgesamt bietet dieser Roman eine interessante Handlung, die auf einer tollen Grundidee basiert.

    3,5 Sterne

     
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