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Rezension Rezension (2/5*) zu Die Falle von Melanie Raabe.

Dieses Thema im Forum "Krimis & Thriller" wurde erstellt von parden, 26. April 2017.

  1. parden

    parden Forumlegende

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    Buchinformationen und Rezensionen zu Die Falle von Melanie Raabe
    Info
    Über weite Phasen ein langatmiges Kammerspiel...

    Linda Conrads schottet sich bereits seit mehr als elf Jahren von der Außenwelt ab. Die erfolgreiche Autorin veröffentlicht zwar Jahr für Jahr Bücher, die zu Bestsellern werden, lebt aber völlig zurückgezogen und verlässt ihre Villa nie. Die Medien spekulieren über eine mysteriöse Krankheit, doch den wahren Grund kennt nur sie selbst: Linda wird von Ängsten und einer schrecklichen Erinnerung gequält, denn vor vielen Jahren hat sie ihre jüngere Schwester Anna ermordet aufgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Eines Tages flimmert genau dieses Gesicht über ihren Fernseher - es gehört Victor Lenzen, dem neuen Reporter einer Nachrichtensendung. Und Linda fasst einen mutigen Entschluss...

    Die Autorin beginnt zu recherchieren, schreibt statt ihrer üblichen Romane schließlich einen Thriller, in dem sie genau die Tatumstände schildert, die in der Vergangenheit den Mord an ihrer Schwester betrafen. Kurz vor der Veröffentlichung des Thrillers gewährt Linda nach Jahren des Schweigens einem Reporter ein Interview - in ihrer Villa. Victor Lenzen ist der Auserwählte, das Buch bekam er vor dem Interview zu lesen, und Linda ist gerüstet. Das Duell kann beginnen...

    Nachdem ich doch etliche begeisterte Rezensionen zu diesem Thrillerdebüt von Melanie Raabe gelesen hatte, bin ich mit hohen Erwartungen an das Hörbuch herangegangen. Sehr überrascht hat mich sofort die Langsamkeit der Erzählung, was durch die Lesung durch Birgit Minichmayr noch verstärkt wurde - bedingt durch den Tonfall erhielt die Geschichte dazu noch einen deutlich depressiven Touch. Die Spannung dagegen ließ auf sich warten und wurde durch die Langatmigkeit der Szenen oftmals überlagert.

    Für mich ist dieser als Debütthriller bezeichnete Roman eher ein langatmiges Kammerspiel, das zuweilen subtile Spannungselemente aufweist. Vor allem lebt die Inszenierung von der Frage, wer vor vielen Jahren Lindas Schwester tatsächlich umgebracht hat und was nun der Realität entspricht bzw. was dagegen den möglichen Wahnvorstellungen der angstgestörten Autorin. Kleine Psychospiele, Zweifel und Rätsel - dies reicht leider nicht aus für eine spannenden Thriller.

    Unlogische Elemente, die über weite Strecken fehlende Spannung, unsympathische Charaktere, eine unglaubwürdige und für mich unnötige Liebesgeschichte, ein ziemlich lahmes Ende und dazu noch ein einfacher Schreibstil mit zahlreichen Wiederholungen in der Ich-Perspektive - hier gab es für mich einfach zu viele Schwachpunkte. Gelungen fand ich dagegen die Idee, die eigentliche Thrillerhandlung mit Szenen aus Lindas neuem Buch abwechseln zu lassen (angenehm gelesen von Devid Striesow), da so die Ereignisse der Vergangenheit rund um den Mord an Lindas Schwester gut in die Geschichte integriert werden konnten.

    Alles in allem war dieses Thrillerdebüt ebenso wie die Lesung der vollständigen Fassung (10 h 24 min) für mich eher eine Enttäuschung. Schade.


    © Parden

     
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