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Rezension Rezension (1/5*) zu Das schwarze Haus von Stephen King.

Dieses Thema im Forum "Krimis & Thriller" wurde erstellt von Wuff, 31. August 2018.

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  1. Wuff

    Wuff Neues Mitglied

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    31. August 2018
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    Große Enttäuschung für "Talisman"-Fans

    Auf das "Schwarze Haus" habe ich mich wirklich gefreut, denn sein 20 Jahre zuvor erschienener Vorgänger, der "Talisman", galt mir immer als eines der besten King-Werke. Um besser den Anschluss zu finden, habe ich mich sogar tapfer zuerst noch einmal durch den "Talisman" gelesen, bevor ich mich an das "Schwarze Haus" gemacht habe. Um es an dieser Stelle kurz zu machen: Die Enttäuschung war groß. Das hatte viele Gründe:

    Erstens fand ich es extrem schwer, mich in den durchweg präsentisch gehaltenen Erzählstil hineinzufinden.

    Zweitens dauert die Exposition unglaublich lange. Erst um Seite 100 herum taucht die Hauptfigur aus dem "Talisman", Jack Sawyer, wieder auf. Ich glaube, die Autoren haben ihre Fähigkeiten, spannend zu erzählen, enorm über- und die Anziehungskraft dieses Jack Sawyer enorm unterschätzt. Er ist der Hauptgrund, warum ich zu diesem Buch greife - weil ich wissen will, wie es ihm nach den Talisman-Geschehnissen ergangen ist. Und das führt gleich zu....

    ...drittens: Der Roman handelt tatsächlich 20 Jahre danach. Das an sich wäre noch nicht so schlimm, würde wenigstens im Rückblick Jacks Wissen um die Existenz einer Parallelwelt und sein Umgang damit in den letzten 20 Jahren behandelt. Aber die Autoren machen es sich leicht: Jack hat diese Unglaublichkeit einfach vergessen! Und zwar, weil sie so unglaublich ist. Das war einer der schockierendsten und enttäuschendsten Momente beim Lesen dieses Buches. Übrigens ist Jacks Mutter, deren Leben er vor 20 Jahren mit dem magischen Talisman rettete, inzwischen doch gestorben. Ich vermute, ebenfalls der Einfachheit halber.

    Viertens: Ich erhoffte mir wenigstens ein paar neue Reisen durch die "Region". Stattdessen krebst Jack fast nur in dieser unserer Welt herum, wo manches auf der anderen Seite viel leichter wäre.

    Fünftens, und das ist wahrscheinlich das Entscheidende: Die Autoren haben die Geschichte letztlich mit Kings Fantasy-Zyklus um den "Dunklen Turm" verwoben. Leider habe ich daraus bisher noch keinen einzigen Band gelesen. Und obwohl alles zum Verständnis Erforderliche erläutert wird, halte ich dieses Vorgehen für grundfalsch. Allein schon die "Region", die im "Talisman" noch eine einzigartige Parallelwelt war, zu einer von vielen im Multiversum zu machen, verärgert mich als alten "Talisman"-Fan und macht dessen Handlung im Nachhinein beliebig. Ob "Das schwarze Haus" rückwirkend noch besser wird, wenn ich mich nun durch den "Dunklen Turm"-Zyklus lese? Dummerweise hat mir das "Haus" nicht gerade Lust auf den "Turm" gemacht.

    Schließlich: Dass der schöne Ausdruck "Die Region" für die Parallelwelt aus dem "Talisman" nun im Deutschen durch "Die Territorien" ersetzt wurde, finde ich ebenfalls bedauerlich. Während des Lesens ersetzte ich irgendwie doch im Kopf jedesmal die "Territorien" mit der "Region".

    FAZIT: King und Straub haben komplett an den Erwartungen vorbeigeschrieben, die das Lesepublikum des "Talisman" an das "Schwarze Haus" haben musste. Und das nicht einmal besonders spannend oder originell, was es ja wenigstens zum Teil entschuldigt hätte. Vergeudetes Papier, verschenkte Zeit. Schade.

     
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