Projekt Blogbuster sucht neue Bestseller

Helmut Pöll

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Literaturblogger werden für die Buchbranche immer wichtiger. Vom Feuilleton mitunter belächelt vertrauen immer mehr Leser den Empfehlungen der Blogger. Auch wenn die Reichweite eines einzelnen Blogs gering sein mag, in Summe erreichen sie ein Millionenpublikum.

Jetzt wollen sich 16 Literaturblogger gemeinsam mit der Literaturagentur Elisabeth Ruge, dem Verlag Klett-Cotta, der Frankfurter Buchmesse und dem ARD-Literaturkritiker Denis Scheck auf die Suche nach neuen Talenten machen.

In Anlehnung an den Begriff "Blockbuster" für einen sehr erfolgreichen Kinofilm sucht das Projekt "Blogbuster" nach hoffnungsvollen neuen Autoren. Der Startschuss fällt am 21. Oktober.

Mehr Infos:
Blogger suchen Bestseller - buchreport
blogbuster-preis.de: Blogbuster
 

Sakuko

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So wie du es beschreibst, hört es sich nach einer Reality Show an, die neue Literatur-Blogger sucht, nicht nach einem Neulingspreis der Buch-Blogger.

Preise gibts ja nun schon wie Sand am Meer, ich fände es gut, wenn mal Randgenres und Themen ausgewählt werden. Sonst läuft das bei mir nur unter "Nichts neues".
 
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Helmut Pöll

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9. Dezember 2013
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Preise gibts ja nun schon wie Sand am Meer, ich fände es gut, wenn mal Randgenres und Themen ausgewählt werden.
Im Grunde kann ja bei den Literaturbloggern jedes Genre abgegeben werden. Es liegt ja nur an den Autoren.
Natürlich sind diese ganzen Castingaktionen alle sehr ähnlich. In diesem Fall treffen eben die Blogger die Vorauswahl und reichen dann einen Vorschlag an die Jury weiter. Es könnte natürlich auch hier sein, dass jetzt die 16 Blogger alle Einsendungen des Storyteller-Award abbekommen.
 

Klara Bellis

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Ich bin gespannt, wie es laufen wird. Gleichzeitig kräuseln sich mir die Zehen- und die Fingernägel bei der Vorstellung dort mitmachen zu müssen. (Das ist bei mir aber bei jedem Wettbewerb/Award so. Ich mag so was nicht und mache lieber in Ruhe mein Ding.)
 
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Helmut Pöll

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Ich möchte keine Wettbewerbe gewinnen, sondern Leser begeistern. Dieses Konkurrenzdenken und "immer Erster sein" finde ich überflüssig. An der Qualität und Vielfalt ändern diese Preise auch nichts. Im Gegenteil.
Genau dieses "Leser begeistern" ist aber doch genau die Schwierigkeit, mit der fast alle Indies zu kämpfen haben. In der Regel erreichen sie eben nicht so viele Leser, dringen mit ihren bescheidenen Mitteln im allgemeinen Marketing-Getöse nicht durch. Die Aufmerksamkeit der potentiellen Leser wird schon mit zu vielen anderen Dingen gefesselt. Ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere Preis die Sichtbarkeit eines Autors durchaus steigern kann, @InFo
 

InFo

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9. August 2015
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www.andreashagemann.com
Das mag sein. Und doch bleibt alles am Ende Glück :) Hab ich vor wenigen Minuten auf Twitter erhalten:
[zitat]5* für die unterhaltsame Geschichte Aath Lan'Tis @Xerubian. Ich hatte beim Lesen jede Menge Spaß. Abenteuerlich, humorvoll und fantastisch.[/zitat]
Ist sogar gerade von jemandem mit 40.500 Followern retweetet worden. So funktioniert das :D

Die Leser und mittlerweile auch Blogger schauen immer mehr abseits der Verlagspfade, um sich mit frischen Ideen zu versorgen. Das mache ich mit meinem Lesestoff übrigens auch, weil mir alles andere zu Standard geworden ist.
 

Klara Bellis

Autor
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@Helmut Pöll & @InFo : Eine Autorin, die vor einigen Jahren einen Preis im Bereich Pahntastik/Fantasy gewonnen hatte, berichtete davon, dass es sich enorm auf ihre Sichtbarkeit und Verkäufe ausgewirkt hätte. Und auf das Selbstverständnis als Autorin auch. Bloß kommen solche Preise ja erst dann zustande, wenn man schon eine große Fan- und Lesermeute hat, die man zum Voten mobilisieren kann. So etwas fällt bei mir schon mal weg. Und gewinnen kann immer nur einer. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass man das selbst ist, bei mehreren Hundert (Tausend?) Teilnehmern nicht sonderlich hoch. Ich bin da viel zu pessimistisch veranlagt, als dass ich mir da was erhoffen würde, auch wenn ich von meinem Text soweit überzeugt bin, wie nur jemand sein kann, der seiner Arbeit selbstkritisch gegenüber steht.
 
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Helmut Pöll

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Alleine die Tatsache, dass eine ganze Anzahl von Bloggern darüber berichtet und die Teilnehmer wahrscheinlich zumindest auflistet, dürfte die Sichtbarkeit der teilnehmenden Titel aber schon erheblich erhöhen.
Das denke ich auch, @Frank1 . Natürlich wird der Gewinner noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit bekommen als alle anderen, zumindest die, die in die Short- oder Longlist kommen, werden diskutiert..
 
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Helmut Pöll

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Seit dem 21. Oktober läuft die Bewerbungsfrist. Ich habe mir heute mal die FAQs durchgelesen. Die wollen sich scheinbar sehr deutlich vom Amazon-Preis abgrenzen.

[zitat]Wir suchen Werke anspruchsvoller Gegenwartsliteratur, keine Genreliteratur. Unter Genre verstehen wir zum Beispiel: Krimis, Fantasyromane, Jugendbücher[/zitat]

blogbuster-preis.de: FAQ
 

Mile

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15. März 2014
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www.andre-milewski.de
Ich habe den Livestream von der Frankfurter Buchmesse gesehen. Ist absolut nix für mich. Ich schreibe nicht literarisch, keine Gegenwartsliteratur und total anspruchslos! ;) (Abgesehen vom Anspruch auf Unterhaltsame Lesestunden)

Aber es gibt ja für alles einen Markt.
 

Sakuko

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Eh, gestorben. Ich brauche nicht noch mehr Preise die "anspruchsvolle Gegenwartsliteratur" belohnen. Das machen alle anderen auch schon.
 
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Frank1

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lordbreakingham.wordpress.com
Wir suchen Werke anspruchsvoller Gegenwartsliteratur, keine Genreliteratur. Unter Genre verstehen wir zum Beispiel: Krimis, Fantasyromane, Jugendbücher
Diese Definition kommt mir schon ziemlich eigenartig vor. In meinen Augen gehört jedes Buch in irgendein (oder sogar mehrere) Genre. Wovon soll denn ein Buch handeln, das in kein Genre passt?
 
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Sakuko

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Steht doch da,erwachsene, anspruchsvolle Gegenwart. :p
Deren Genredefinition ist eh Unsinn, Jugendbuch ist kein Genre, das ist eine Alterseinteilung. Ein Jugendbuch kann jedem Genre angehören, und gar nicht mal so selten auch der Gegenwartsliteratur.

Ich finde es eh albern, was man Gegenwartsliteratur immer so auf einen Podest stellt, als wäre das etwas besseres, und Genres sind nur was für den Pöbel.
 
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Helmut Pöll

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Kuzer Nachtrag: gerade habe ich auf twitter eine Nachricht von einer der teilnehmenden Bloggerinnen gesehen. Sie spricht nach 20 Tagen Einreichungszeit von 45 Manuskripten. Das ist wirklich nicht viel.
 

Sebastian

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18. April 2014
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Ich habe den Livestream von der Frankfurter Buchmesse gesehen. Ist absolut nix für mich. Ich schreibe nicht literarisch, keine Gegenwartsliteratur und total anspruchslos! ;) (Abgesehen vom Anspruch auf Unterhaltsame Lesestunden)

Aber es gibt ja für alles einen Markt.

Scheiß auf Sitte und Anspruch. War ohnehin schon immer mein Reden... Erlaubt ist, was Spaß macht. Je mehr Leuten, desto besser.
 
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