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Multitasking ist der Tod des Buches

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Andreas Bastian, 10. April 2018.

  1. Andreas Bastian

    Andreas Bastian Mitglied

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    Die heutige Generation ist sehr stark auf Multitasking ausgerichtet. Sie hört Musik, texted auf dem iPhone und surfed zugleich im Internet. Sie sieht Filme und chattet mit den Freunden.

    Ein Buch kann jedoch nicht so gelesen und behandelt werden. Kein Wunder also, das weniger gelesen wird.
     
  2. Sakuko

    Sakuko Aktives Mitglied

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    Nein? Ich lese multi-taskend, warum den nicht? Ich habe mein eReader vor mir, lese was im Internet, wieder im Buch. Dabei höre ich auch noch Musik, oder switche immer mal wieder auf mein Videospiel.

    Tatsächlich wird einem das doch sogar immer leichter gemacht. Ich kann meine Kindle-Bücher auf jedem Device lesen und meine Stelle wird gespeichert und beim nächsten Gerät wieder aufgerufen. Wenn ich keinen Kindle dabei habe, kann ich trotzdem spontan ein paar Seiten auf meinem Handy lesen, oder auf meinen PC wechseln und dort das Fenster parallel zu youtube öffnen, etc.
     
  3. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Das mag ja funktionieren, wenn man ein Buch liest, in dem man schnell rein und raus kommt...
    Ich würde behaupten, dass bei anspruchsvolleren Büchern das Multi-Tasking unmöglich ist. Gerade lese ich in unserer Leserunde den "Zauberberg" von Thomas Mann. Herrliche Sprache, lange Sätze, teils philosophischer Inhalt... Da will ich am liebsten absolute Ruhe um mich haben. Von Film/Laptop/PC-Spiel ganz zu schweigen... ;)
     
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  4. Tiram

    Tiram Moderator
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    Ich kann auch Multitasking, habe bisher beim Lesen ja auch immer am PC gesessen. Habe so nebenbei ins Forum geschaut, Youtube geschaut und was sonst noch. Aber ehrlich: Das Lesen an sich hat so immer weniger Spaß gemacht.
    Jetzt sitze ich mit meinem Buch wieder ganz gemütlich im Lesezimmer und genieße es, nur das Buch in Händen zu halten.
     
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  5. Renie

    Renie Moderator
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    Ich stelle bei mir fest, dass ich nicht besonders konzentriert lesen kann, wenn ich anderes Elektronikequipment um mich herum habe. Die Ablenkung ist einfach zu groß. Wahrscheinlich ist auch entscheidend, was ich gerade lese. Wenn ich z. B. ein Buch lese, das mich sprachlich herausfordert, brauche ich meine Ruhe und packe Handy etc. weg. Ich hasse es nämlich, wenn ich einen Satz 10mal neu anfangen muss, weil um mich herum zuviel passiert. Und man wirft automatisch einen Blick aufs Handy, wenn man eine Nachricht bekommt.
    Leider stelle ich bei vielen Jugendlichen fest, dass sie nicht lesen wollen bzw. können, aus Angst, dass sie etwas verpassen könnten. Youtube, Whatsapp und Instragram sind einfach zu interessant. Da fällt der Blick immer wieder aufs Handy. Die Geschichten passieren nicht mehr in den Büchern sondern auf anderen Kanälen.
     
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  6. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Forumlegende

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    Ich stimme Dir zu, würde aber sogar noch einen Schritt weiter gehen, @Literaturhexle . Dieser Trend alles gleichzeitig machen zu wollen führt letztlich dazu, dass man nichts richtig macht. Natürlich kann man eine Illustrierte durchblättern und nebenbei ab und an in Youtube schauen, weil es letztlich egal ist, ob und welche Informationsfetzen man behält.

    Für mich habe ich beispielsweise beim Lernen die Erfahrung gemacht: zwei Stunden Lernen bei völliger Konzentration, ohne irgendeine Ablenkung ist unendlich effektiver als Lernen, wo nebenher Musik läuft oder ich 10x die Emails checke.
     
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  7. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Forumlegende

    Registriert seit:
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    Es gibt ja mittlerweile Studien dazu, dass die Aufmerksamkeitsspanne bei vielen Menschen im Sinkflug ist. Laut einer Microsoft Studie hat die Fähigkeit zur Aufmerksamkeit in den letzten 20 Jahren drastisch abgenommen (Siehe Link unten)

    Ich persönlich halte das für eine tickende Zeitbombe für unsere Gesellschaft, da die Fähigkeit zur längeren Konzentration ja nicht nur fürs Lesen, sondern im Grunde für alle Lebensbereiche von Bedeutung ist. Wer sich nicht oder nur unzureichend konzentrieren kann, der wird sich schwer mit seiner Ausbildung tun, bei Autoren könnte die Diagnose zu sinnfreiem Geplapper in ihren Büchern ohne Tiefgang führen.

    https://www.marketingimpott.de/blog/generation-goldfisch-der-verlust-der-aufmerksamkeitsspanne/

    Generation Goldfisch - Der Verlust der Aufmerksamkeitsspanne – Marketing im Pott

    Durch den digitalen Wandel sinkt die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne und Sie haben nur noch wenige Sekunden Zeit Konsumenten zu überzeugen...
    marketingimpott.de
     
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  8. Tiram

    Tiram Moderator
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    Das habe ich an mir deutlich festgestellt. Bevor ich meine Bücher am PC gelesen habe, damit man gleich was ins Forum schreiben kann, konnte ich stundenlang am Stück lesen. Das funktioniert heute nicht mehr und ich bin gerade dabei, es mir wieder anzugewöhnen.

    Und ob es, wenn man zwar viele Dingen nebeneinander, aber nichts so ganz richtig macht, noch was mit Multitasking zu tun hat, ich weiß nicht.
     
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  9. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Forumlegende

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    Multitasking hatte ja lange den Anspruch ganz toll zu sein, weil man mehrere Dinge gleichzeitig erledigt und das dann per se besser ist, weil Zeit gespart. So langsam kehrt aber Ernüchterung ein. Zwei Stunden "Multitasking", bei denen man letztlich nichts Gescheites zustande gebracht hat, sind oft nur zwei vergeudete Stunden.
     
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  10. Sakuko

    Sakuko Aktives Mitglied

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    Multitasking beim Menschen ist ungefähr wie Multitasking beim PC. Man macht nicht 3 Sachen gleichzeitig. Man macht sie in schneller Rotation.

    Wie soll ich gleichzeitig lesen und texten? Geht ja nicht. Man liest was, schreibt ein paar Zeichen, liest wieder, schreibt ein paar mehr Zeichen. Muss nicht langsamer sein, als eins nach dem anderen zu tun, sehe aber auch nicht, wie es schneller sein sollte.
    Es ist einfach so, dass manche Leute das sehr effektiv beherrschen, und dabei kaum/keine Zeit verlieren, und andere das eben nicht können und dann immer wieder wertvolle Sekunden verlieren, wenn sie sich kurz wieder in den Tasks einfinden müssen. Man muss das also nicht an sich verteufeln, man muss nur wissen, ob man selbst dazu in der Lage ist und es lassen, wenn man es halt nicht ist.

    Fehlende Aufmerksamkeitsspanne muss übrigens kein Fehler der Jugend sein. Ich habe das erst seit ich ca. 25 bin. Ich kann keinen Film mehr durchgucken, wenn ich nicht ins Kino gehe. Ich kann keine 10 Stunden am Stück mehr ein JRPG spielen. Was aber immer noch geht, ist stundenlanges lesen, wenn ich den will.
     
  11. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Genau so!
    Wahrscheinlich können junge Leute Multitasking besser, weil sie damit aufwachsen. Dafür können sich viele aber auch immer schlechter auf eine Sache konzentrieren und einlassen. Ich will die neuen Medien nicht verurteilen, mir selbst macht das Smartphone auch Spass. Aber: alles zu seiner Zeit und dann lieber richtig, als auf allen Kanälen. Die Gefahr dabei ist, dass eben doch irgendwas zu kurz kommt.
     
  12. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Das könnte ich mir schon vorstellen. Zum Teil ist das Übungssache und hat vielleicht auch etwas mit Talent zu tun.

    Dennoch sind eben auch nicht ALLE Tätigkeiten Multitasking-fähig. Alles, wofür man viel Konzentration braucht, scheidet m.E. aus.
    Sowas wie Kartoffeln schälen/Hörbuch hören oder telefonieren kriege ich problemlos parallel hin :D
     
  13. Andreas Bastian

    Andreas Bastian Mitglied

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    Ich denke, es ist ein anderes Erlebnis. Ich war mal auf einer Party, da gab es ein riesiges Buffet. Ein Gast häufte sich Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch auf den Teller und aß es wahllos durcheinander. Es schien ihm zu schmecken. Na denn
     
  14. Xirxe

    Xirxe Aktives Mitglied

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    In Gehirn & Geist habe ich in einem Artikel gelesen, dass hierzu eine angeborene Fähigkeit gehört, über die nur sehr wenige Menschen verfügen. Für die große Masse ist es schlicht nicht sinnvoll. Hierzu auch ein recht informativer Artikel vom WDR
     
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  15. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Ein sehr informativer Artikel @Xirxe!
    Genau so nehme ich mein Multitasking auch wahr: ich kann definitiv nicht zwei Leuten auf einmal zuhören. Jeder kennt die Situation: der Tischnachbar quasselt dich voll und zwei Plätze weiter läuft gerade ein wirklich interessantes Gespräch...
    Dann zappe ich mit meiner Aufmerksamkeit einfach hin und her- damit ich dem Langweiler immer mal ein "Achso", "Ja, "Ist doch klar...", hinwerfen kann und dennoch nichts verpasse :)

    Bis jetzt dachte ich, dass alle anderen das hinkriegen. Dank des Artikels weiß ich, dass die meisten nur blenden :rolleyes:
     
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