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"Magic Book: 1400s - 1950s" von Caveney/Jay/Steinmeyer

Dieses Thema im Forum "Bildbände" wurde erstellt von Carola Kickers, 15. April 2014.

  1. Carola Kickers

    Carola Kickers Diamant Mitglied
    1. Carol Grayson

    Registriert seit:
    12. April 2014
    Beiträge:
    56
    Zustimmungen:
    43


    Soviel geballte Zauberkraft lässt selbst Harry Potter vor Neid erblassen! Dabei hat allein die Entstehung dieses dreisprachigen Buches schon etwas Magisches an sich: drei renommierte Zauberkünstler als Autoren und eine passionierte Herausgeberin des TASCHEN Verlages haben sich des Werdeganges der Zauberkunst in Form von nostalgischen Plakaten, Lithografien, Fotografien und Zeitungsanzeigen angenommen. Herausgekommen ist ein einzigartiges Werk über die Faszination der Magie. Sei es in Form von raffinierten Taschenspielertricks, optischen Täuschungen, unfassbaren Geheimnissen des Mesmerismus und der Hypnose oder unmöglich scheinenden Entfesselungskünsten.

    Einige der frühen Gaukler fielen noch tatsächlich der Inquisition zum Opfer. Wieder andere wurden Jahrzehnte später zu Stars, wie der legendäre Houdini, dem ein ausführliches Kapitel gewidmet ist. Interessant ist die Tatsache, dass auf vielen der Bilder Teufel, Dämonen oder Totenköpfe die Ankündigung des Künstlers begleiten. Ein Hinweis auf die schwarze Magie. Hat dieser Mensch etwa seine Seele dem Teufel verschrieben, um dessen Geheimnisse zu erfahren?

    Das konnte der Zuschauer bestimmt nicht feststellen, sollte damit doch eher auf die Gefährlichkeit der Vorführungen hingewiesen werden und auf die enge Verbindung zum Okkultismus, die Anfang des 19.Jahrhunderts einen wahren Boom durch Séancen und Wahrsagerei erlebte. Letztere sind uns bis heute in der Esoterik erhalten geblieben, und die Special Effect Experten Hollywoods von heute bilden die Nachfolger der damaligen Illusionisten. All das wird durch die faszinierenden Bilder in diesem Buch dokumentiert und durch dreisprachige Hintergrundberichte zum Künstler und zur jeweiligen Zeitgeschichte ergänzt. Sogar das wohlbekannte Konkurrenzdenken fehlt da nicht. Mir fielen sogar Parallelen einer darin erklärten Illusion zu der späteren Verfilmung von "Die Fliege" auf. Andere Zaubertricks sind längst in Vergessenheit geraten oder einfach nicht mehr spektakulär genug für die heutige Zeit.

    Das Buch selbst kommt in einer schweren Hardcoverversion in einem Schuber zum Leser und beeindruckt allein schon durch das monumentale Cover auf dem Schutzumschlag. Kleiner Tipp von mir persönlich: Aufgrund der vielen schwarzgrundigen Seiten sollte man beim Blättern dünne Seidenhandschuhe tragen, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen!

    "Magic Book" ist auf jeden Fall nicht nur ein Buch für Liebhaber der magischen Künste, sondern ein wahres Meisterwerk voller Erinnerungen an großartige Vorstellungen, deren Applaus längst verklungen ist.
     
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