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Rezension Lindsey Lee Johnson - Der gefährlichste Ort der Welt

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von LillySjö, 15. Oktober 2017.

  1. LillySjö

    LillySjö Mitglied

    Registriert seit:
    20. Februar 2017
    Beiträge:
    63
    Zustimmungen:
    48
    Der gefährlichste Ort der Welt
    Autorin: Lindsey Lee Johnson
    Verlag: dtv
    ISBN-10: 3423281332
    Seiten: 304
    Erscheinungsdatum: 13. Oktober. 2017

    Inhalt:
    Der 13-jährige Tristan schreibt seiner Mitschülerin Calista einen Liebesbrief und wird damit zum Gespöt der ganzen Schule. Es spitzt sich so zu, dass er sich nach 5 Wochen das Leben nimmt.

    Fünf Jahre später steht der Schulabschluss fast bevor.
    Das Buch widmet jedem der neun Jugendlichen, die eine Mitschuld an Tristans Tod tragen, ein Kapitel.
    Jeder der Jugendlichen hat arge Probleme, jeder auf eine andere Art.
    Das dramatischen Ende einer Abschlußparty greift stark in das Leben der Jugendlichen ein und verändert für manche das Leben komplett.

    Meine Meinung:
    Ein Buch über die Hölle der Pubertät in einer glasklaren Sprache.

    Vorweg muss gesagt werden, dass sich nur Calista mit wirklichen Schuldgefühlen plagt, anders als der Klappentext den Eindruck macht.
    Die Probleme der Jugendlichen, die geschildert werden, haben nichts mit Tristans Tod zu tun, was der Geschichte aber keinen Abbruch tut.
    Ein Buch, das deutlich macht, dass nichts so ist, wie es scheint.
    Das hinter die Vorhängen der Fenster schauen lässt, in die Familien hinein.
    Besonders spannend fand ich die Perspektiven der zwei "harten Jungs", die maßgeblich für das Mobbing von Tristan verantwortlich waren.

    Nach dem dramatischen Ende der Party schafft es Calista, die damalige Situation mit Tristan zu analysieren. Und es hat mir das Herz zusammen gezogen, weil ich es verstehen konnte.

    Was mir nicht gefallen hat, war ein kurzes Kapitel mit abwertenden Internetkommentaren zu dem Desaster auf der Party. Die Botschaft wäre auch ohne dieses Kapitel deutlich geworden und ich mag die negativen Kommentare, die man eh jeden Tag im Netz mitbekommt, nicht in einem Buch haben.
    Ich muss sagen, ich finde auch den Titel und das Cover unpassend.
    Nicht der verschalfene Ort mit den vielen reichen Menschen ist so gefährlich.
    Die Pubertät ist so gefährlich. Und die Geschichte hätte an jedem anderen Ort auch spielen können.
    Für die beiden Punkte gibt einen halben Stern Abzug.

    "Sie taten, was sie konnten, um zu überleben."

    Ein Buch, das einen zeigt, wie zerbrechlich der Menschen ist.
    Und da rede ich nicht von Tristan alleine.

    Absolute Leseempfehlung!
    4,5 Sterne
     
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