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Thema Leserunde zu "Die See" von John Banville

Dieses Thema im Forum "Kleine Leserunden" wurde erstellt von supportadmin, 4. Oktober 2017.

  1. supportadmin

    supportadmin Administrator

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  2. supportadmin

    supportadmin Administrator

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    Hier gibt es ein paar Infos zum Autor

    Über john banville

    John Banville (* 8. Dezember 1945 in Wexford, Irland) ist ein irischer Schriftsteller und Literaturkritiker. Für seinen Roman Die See erhielt er 2005 den Man Booker Prize. Unter dem Pseudonym...

    Bücher von john banville
    Im Lichte der Vergange... von John Banville - Buchinformationen und Rezensionen
    Die See: Roman von John Banville - Buchinformationen und Rezensionen
     
  3. Tiram

    Tiram Moderator
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    Genau diese Ausgabe habe ich auch. Vor Jahren habe ich es mir wohl mal gekauft, weil es am Meer spielt, aber zwischendurch immer mal wieder gehört, dass es nicht ganz leicht zu lesen sein soll. Daher steht es wohl noch immer im Sub rum.
     
  4. Literaturhexle

    Literaturhexle Bekanntes Mitglied

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    Dann ist es doch auf alle Fälle richtig, das Buch gemeinsam anzugehen! So werden wir die harten Nüsse (sofern vorhanden) schon knacken ;)
     
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  5. Querleserin

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    Gerade gekauft ;)
    werde mitlesen!
     
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  6. Tiram

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    Ich habs wohl zwischenzeitlich weggegeben. Habs aber bei Skoobe gefunden und werde dann mitlesen. Ist im Kalender notiert.
     
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  7. Xirxe

    Xirxe Aktives Mitglied

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    Ich habe gerade mal einen Blick in meinen Bücherschrank gewagt - und siehe da: Die See steht bereits darin. Ich würde mich also gerne auch an Eurer Leserunde beteiligen.
     
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  8. Leseglück

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    Ich habe: Die See schon eine Zeitlang ausgeliehen und gestern schon mal angefangen zu lesen...es lohnt sich, ihr könnt euch auf eine interessante Lektüre freuen.
    Bin gespannt auf eure Meinungen...
     
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  9. Tiram

    Tiram Moderator
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    Die ersten Seiten habe ich gelesen. Sehr sprachgewaltig, muss ich sagen. Gefällt mir äußerst gut.
     
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  10. Literaturhexle

    Literaturhexle Bekanntes Mitglied

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    Genau so geht es mir auch @Tiram.
    Ganz mein Geschmack:rolleyes:
     
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  11. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Wenn alle schon beginnen ;)
    Habe nur zwei Seiten gelesen und bin überwältigt von den sprachlichen Bildern. Freue mich auf die weitere Lektüre!
     
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  12. Xirxe

    Xirxe Aktives Mitglied

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    Gestern Abend habe ich nun auch mit dem Buch begonnen und bin mittlerweile nun auf Seite 66. Wie Ihr schon geschrieben hat, die Sprache ist einfach grandios. Ich musste beim Lesen direkt an das Buch von Bodo Kirchhoff denken, das die Handlung betreffend ähnlich unspektakulär ist. Aber zwischen den Sprachstilen liegen einfach Welten! Es sind weniger einzelne Sätze, die herausragen, als die Atmosphäre, die Banville mit seinen Worten entstehen lässt. Man meint, die Menschen und die See direkt vor sich zu sehen und förmlich riechen und schmecken zu können. Zumindest mir geht es so.
    Aber etwas Schlimmes scheint ja noch zu passieren (ich meine jetzt nicht den Tod von Anna, der ist ja klar). Ein Satz ist gefallen, so ganz beiläufig, so dass ich dachte: Oh, da passiert noch was? (Ich finde ihn nicht mehr :confused:) Habt Ihr das auch so empfunden? Seid Ihr schon so weit?
    Ganz großen Dank die Initiatorin bzw. den Initiator dieser Leserunde. Wer weiß, wie lange dieses Buch ansonsten noch im Regal geruht hätte.
     
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  13. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    @Xirxe: Die Atmosphäre ist wirklich spürbar. Wie du so treffend schreibst, schmeckt man die See, fühlt den Wind und kann die erotischen Gedanken des jungen Max miterleben.
    Und diese Sprache:
    "An der See besteht alles aus schmalen Waagerechten, die ganze Welt reduziert sich auf ein paar lange, gerade, zwischen Erde und Himmel gezwängte Linien." (S.14)

    Genau das macht für mich die beruhigende Wirkung aus, wenn man am Meer steht und auf die See hinausblickt. Hätte es aber nie so in Worte fassen können.
    Das mit den Graces noch irgendetwas geschehen wird, liegt in der Luft, genau wie @Xirxe finde ich die Textstelle nicht mehr.
    Berührend fand ich auch die Selbsterkenntnis Max, als er feststellt, er habe sich sein Leben lang nach Geborgenheit gesehnt, obwohl er sich selbst immer als Freibeuter wahrgenommen habe- eine Selbsttäuschung.
    Bin auch auf Seite 66 und lese jetzt weiter...
     
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  14. Leseglück

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    Auf Seite 37 sucht Max nach Spuren der Familie Grace in der Pension und findet keine. "Ich nehme an, die vielen Lebenden, die hier durchgegangen sind...haben jegliche Spur von den Toten verwischt."

    Kann natürlich sein, dass die Familie Grace später stirbt und nicht in dem Sommer, von dem Max erzählt...aber eine Ahnung, dass was passiert entsteht bei mir auch...mal sehen.
    @Xirxe vielleicht meinst Du auch eine andere Stelle? Aber ich erwarte irgendwie auch noch was ungewöhnliches...

    Die Sprache in diesem Roman finde ich auch faszinierend. Teilweise auch richtig schonungslos, drastisch. Z.B. gibt es ja so eine Verlegenheit wenn man mit Menschen redet, von denen man weiß, dass sie tot krank sind..."..so würde es von nun an sein, wohin sie sich auch wendet, immer wird ihr das lautlose Gerassel der Lebraschelle vorausgehen."
    Bei solchen Vergleichen muss ich erst mal innehalten und sie wirken lassen - toll.
     
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  15. Tiram

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    Der "ingwerblonde Hund" - wie kommt man nur auf so etwas. Über seinen Vater denke ich nach: "Er war ein gewalttätiger Mensch, ein Mensch mit gewalttätigen Gesten, gewalttätigen Späßen, aber auch schüchtern." - Das passt für mich irgendwie nicht zusammen - Gewalt und Schüchternheit.
     
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  16. Leseglück

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    Der Satz ist mir auch aufgefallen. Ich hab auch gedacht: gut ausgedrückt, diese zweidimentionale Welt am Meer.
     
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  17. Xirxe

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    Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Auf diesen Satz bin ich gestern auch wieder gestoßen, als ich nochmal zurückgeblättert habe, aber es fehlte irgendwie der Wiedererkennungseffekt ;)
    Was ich auch noch bemerkenswert finde, ist Max' Einstellung zu seiner Tochter und seine, doch ja, Arroganz, mit der er über sie urteilt. Seitdem überlege ich mir, ob meine Sympathie ihm gegenüber eher Mitleid ist, weil er ein so intensiv Trauernder ist und derart gefühlvoll erzählen kann. Denn wie er über Claire schreibt, ist einfach widerlich, auch seine Einstellung. Vielleicht ist er ja doch nur ein A******** das gut schreiben kann ;)?
     
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  18. Tiram

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    Diese Überlegungen stelle ich auch gerade an, @Xirxe. Bin nämlich gerade an der Stelle, wo er sich intensiv Gedanken um sie macht. Vielleicht ist er ja auch nur schonungslos ehrlich sich selbst gegenüber. Dass er ihr nicht verzeihen kann, ihr Kunststudium abgebrochen zu haben - ich hoffe, er lässt es sie nicht spüren. Klar haben Eltern ja so ihre Vorstellungen, was aus ihren Kindern mal wird. Aber sie sollten sie doch ihre eigenen Lebenserfahrungen machen lassen.
     
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  19. Leseglück

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    Ich bin jetzt auf Seite 85.
    Sehr interessant was ihr schreibt @Xirxe und @Tiram
    Wie Max seine Tochter beschreibt ist schon seltsam. Mich hat z.B. gestört, dass er ein paarmal in abfälligem Ton von ihrer vermuteten Jungfräulichkeit schreibt. Das erscheint mir sehr respektlos.
    Aber es gibt auch Hinweise, dass er seine Tochter liebt.
    Ein A........ ist er glaube ich nicht. Er äußerst sich generell immer wieder sehr drastisch und schonungslos über alles, auch über sich selbst.

    Noch mal zu der Ahnung, dass was passieren könnte: Auf Seite 62 schreibt Max über Miss Vavasour: "Ob sie sich wegen der Geschehnisse Vorwürfe macht, ob sie das alles immer noch quält?"
    Es gibt also noch irgendwelche schlimmen "Geschehnisse".

    Miss Vavasour ist doch die Rose, die sich in der Nähe der Familie Grace aufhält, in dem besagten Sommer. Eigentlich verstehe ich nicht warum. Damals kann sie ja noch nicht die Wirtin der Pension sein...oder lebt sie auch in der Pension mit ihren Eltern?
     
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  20. Xirxe

    Xirxe Aktives Mitglied

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    Den ersten Teil habe ich nun beendet und bin noch immer ganz hin und weg von dem Buch. Was für eine tolle Sprache und wieviel steckt in kleinen Sätzen, die den ganzen Charakter einer Person ändern können.
    Gerade das glaube ich nicht. Auf Seite 97 (gebundene Ausgabe) schreibt er, wie hartherzig er Claire findet, weil SIE zuschaut, wie ER wirklich brutal Grashüpfer quält. Als ob er das nur machen würde um zu zeigen, wie sich Claire daran ergötzt.
    Zudem äussert er Ansichten, da zieht es mir doch die Socken aus. Seite 60: "Auch so eine Sache, die ich bei Frauen immer wieder erlebt habe, man muss nur lange genug warten, dann kriegt man seinen Willen." Auch ist er ganz schön materialistisch. Seite 91: "Anna hatte all sein Geld geerbt. Es war zwar nicht ganz so viel, wie ich erwartet hatte, aber viel war es schon." Und eitel wie ein Pfau war er wohl auch (während er jetzt seine Vergänglichkeit feststellen muss). Wie er zum Beispiel auf Seite 110 über seine Wimpern schreibt: "... um die mich jedes Mädchen hätte beneiden können."
    Mein Bild von Max wandelt sich drastisch und ich finde das bemerkenswert, mit welch eigentlich kleinen Sätzen das ausgelöst wird. So schön kann er gar nicht schreiben, dass mein Unmut über ihn sich auflöst, ich sehe ihn immer kritischer.
    Ja genau, das war der Satz. Hast Du die Taschenbuchausgabe? Bei mir finde ich es nämlich nicht auf dieser Seite.
    Wie kommst Du darauf? Ich bin der Meinung, es ist die selbe Vermieterin wie damals, natürlich nur deutlich älter. Ich glaube sogar, es steht irgendwo am Anfang. Aber ich habe nicht verstanden, wer diese Rose ist. Eine Jugendliche? Verwandte? Bekannte? Steht da irgendwo was?
    Ich bin wirklich gespannt, auf was das alles hinausläuft.
     
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