Lesemontag 26.09.16 - mit Livechat ab 20:00h

Sassenach123

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27. Dezember 2015
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Beatrice beginnt im Antiquariat von Herrn Plana zu arbeiten. Und was sie dort erlebt ist unfassbar. Herr Plana hat im Keller alle Bücher, alle jemals erschienen Bücher. Diese Vorstellung ist überwältigend. Auch scheint er mit den Werken auf irgendeine Art zu kommunizieren. Sein Buchland scheint magisch zu sein.

Alles ist wirklich bezaubernd, die Vorstellung, dass ein Auktoral, wie Herr Plana sich bezeichnet, über die ganzen Schätze hütet, einfach genial. Beatrice scheint durch ihre Leidenschaft für Bücher ausgezeichnet in das Antiquariat zu passen. Sie hat sich selbst schon einmal daran versucht ein Buch zu schreiben, und ist erstmal entsetzt, als sie dieses Werk im Keller sieht, obwohl das gar nicht sein kann. Bald zeigt ihr Herr Plana einen Raum in dem Bücher gesammelt werden, die noch nicht geschrieben sind, aber so besonders, so Welt verändernd sind, dass sie geschrieben werden sollten. Alles deutet darauf hin, dass sowohl Herr Plana, als auch die Bücher wollen, dass Beatrice ihr Werk wirklich zu Papier bringt.
Freue mich sehr darauf heute oder morgen wieder ins Buchland abzutauchen
 

Helmut Pöll

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9. Dezember 2013
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München
Das Afrika der damaligen Handelsstationen, das marlow beschreibt, ist die Apokalypse, in der das Gewohnte keine Gültigkeit mehr hat und in der sich die Menschen an Absurditäten klammern, um nur irgendwie eine Ordnung aufrecht erhalten zu können.
In einer herunter gekommenen Handelssation, die wohl für den Elfenbeinhandel gedacht ist und die Menschen wie die Fliegen an allen möglichen Krankheiten sterben, gibt es einen Buchhalter, der so tut als sei er nicht mitten im Dschungel, sondern in Belgien. Er ist wie aus dem Ei gepellt, mit pomadisiertem Haar, denn nichts sei schlimmer als ein Fehler in der Buchhaltung.
[zitat]Das Gestöhn dieses Kranken..beeinträchtigt meine Aufmerksamkeit. und in diesem Klima muß man sich vor Buchungsfehlern besonders hüten.[/zitat]
Für Marlowe ist dieses unberechenbare, grausame Land gleichbedeutend mit der Hölle. Und in der Mitte dieser Hölle, im Herzen der Finsternis, wird ein Herr Kurtz warten, der tüchtigste Handelsvertreter, wie alle betonen.
 
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Sakuko

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27. Juni 2016
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NRW

Bisher gefällt mir das Buch gut. Normalerweise lese ich ja gar keine Autobiographien, aber Murakami hat den gleichen Stil drauf wie in seinen Romanen, leicht formal und etwas esoterisch.
Es wirkt manchmal etwas aufgesetzt, aber ich schätze er denkt wirklich so. Ich finde es jedenfalls sehr gut etwas über seinen Werdegang und sein Herangehen an Bücher schreiben neben dem Laufen zu lesen. Ich denke wenn er exklusiv übers Laufen schreiben würde, fände ich es langweilig. Ich bin halt kein Läufer und habe nie mehr als 18km am Stück gelaufen. Aber er vermischt beides gut und vergleicht immer sein Herangehen an beide Dinge. Wie wichtig Ausdauer und Regelmäßigkeit für beides ist.
Gerade geht es um einen Ultramarathon, den er gelaufen ist. 100 km, das muss man sich mal vorstellen und er beschreibt es auch als Grenzerfahrung.
 
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Tiram

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4. November 2014
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Übermorgen ist unser letzter Lesemontag im September, wieder mit Livechat ab 20:00h.

Bei mir wird es dieses Buch sein, das ich im Rahmen der Klassiker-Leserunde beginnen werde.

Joseph Conrad war britischer Schriftseller mit polnischen Wurzeln.
Joseph Conrad – Wikipedia

Über Conrad und andere Abenteurer gibt es so einiges Interessantes in diesem Buch zu lesen. Ich habe es jedenfalls verschlungen:

 

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