Genre Krimileserunde - ab 25.05.17

Literaturhexle

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Grausig, wirklich nichts für schwache Nerven oder Spinnenphobie geplagte Menschen.

Da hat sich aber jemand eine super Kombination ausgedacht. Mit Spinnentieren kann man in diesem Genre auch wunderbar punkten! Ich komme mit unseren herkömmlichen (harmlosen) Spinnen sehr gut zurecht, aber dieses Buch würde ich nur lesen, wenn es Preisgeld gäbe;)
Aber umso besser, dass es dir gefallen hat @Sassenach123 , deine Ausführungen waren sehr interessant!
 

Helmut Pöll

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9. Dezember 2013
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Die Eltern des einen ermordeten Jungen, Abraham, verschweigen etwas. Aber was? Sie betreiben eine Sicherheitsfirma in Schweden und es scheint so, als ob sie Israel aus irgendwelchen Gründen hatten verlassen müssen. Beide waren beim Militär, aber auf den Fotos, die Alex und Frederika beim Verhör in der Wohnung bemerken, sind sie eigentlich schon zu alt für reine Wehrpflichtige. Waren sie bei einer Sondereinheit? Und holt sie jetzt die Vergangenheit dieser Sondereinheit ein?

#kristina ohlsson weiss, wie Polizeiverhöre funktionieren. Unglaublich, auf welche Details sie achtet. Manchmal stockt einem fast der Atem, so spannend sind diese Gespräche. Ein Pageturner durch und durch.
 
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Sakuko

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27. Juni 2016
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Es ist interessant Mievilles skurrilen, fantastischen Stil in einem Polizeikrimi zu lesen. Erst denkt man es spielt halt in der modernen Zeit, aber dann schleichen sich gewisse Seltsamkeiten ein. Ist ja nicht so als gäbe es bei Mieville Exposition. Man muss selbst rausfinden, wie die Welt tickt.

Die Leiche einer unidentifizierten, jungen Frau wird neben einem Skatering gefunden, in einer ost-europäisch anmutenden Stadt namens Besel. Stiche in der Brust. Sie wirkt nicht recht wie eine Prostituierte, wurde aber fast nackt und stark geschminkt dort abgeladen.
Inspektor Tyador Borlú macht sich daran, den Mord aufzuklären.
Aber es scheint nicht alles so gradlinig wie es scheint. Die Stadt scheint eine Art parallele Welt zu haben, die man an bestimmten Stellen sehen, ggf. sogar betreten kann. Hat vielleicht jemand von dort die Frau ermordet?
 

Sassenach123

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27. Dezember 2015
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Es ist interessant Mievilles skurrilen, fantastischen Stil in einem Polizeikrimi zu lesen. Erst denkt man es spielt halt in der modernen Zeit, aber dann schleichen sich gewisse Seltsamkeiten ein. Ist ja nicht so als gäbe es bei Mieville Exposition. Man muss selbst rausfinden, wie die Welt tickt.

Die Leiche einer unidentifizierten, jungen Frau wird neben einem Skatering gefunden, in einer ost-europäisch anmutenden Stadt namens Besel. Stiche in der Brust. Sie wirkt nicht recht wie eine Prostituierte, wurde aber fast nackt und stark geschminkt dort abgeladen.
Inspektor Tyador Borlú macht sich daran, den Mord aufzuklären.
Aber es scheint nicht alles so gradlinig wie es scheint. Die Stadt scheint eine Art parallele Welt zu haben, die man an bestimmten Stellen sehen, ggf. sogar betreten kann. Hat vielleicht jemand von dort die Frau ermordet?




Sieht lecker aus :), obwohl ich denke, das da ein anderes Bild auftauchen sollte,oder?
 

Sakuko

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Ups, da hat mein Strg+C wohl mal wieder versagt, ich brauche wohl eine neue Tastatur. Bitte ignorier den Tiger, da sollte nur das Buch hin.
 

Helmut Pöll

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In dieser Geschichte haben eindeutig zu viele Leute Geheimnisse. Einmal ist da dieser mysteriöse israelische Agent. Dann gibt es eine schwedische Sicherheitsexpertin, eden Lundell, deren Vergangenheit sie gerade wieder einzuholen scheint. Die Morde an den zwei kleinen Jungen und an einer Erziherin waren wohl nur die Spitz eines Eisbergs. Das ganz kann eigentlich nur in einem fürchterlichen Desaster enden.
 

Literaturhexle

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Halbzeit. Bisher bin ich von diesem Roman, der allgemein gut bewertet wurde, sehr enttäuscht!
Er besteht aus 6 Sichtweisen verschiedener Personen (Geständnisse?), die sich zu den Vorkommnissen rund um den Tod der Tochter der Lehrerin äußern. Neben der Lehrerin selbst (ich berichtete hier) kommen der neue Lehrer, eine Schulkameradin und die Schwester eines der Täter zu Wort. Letztere zitiert das Tagebuch ihrer Mutter, aus dem sich ergibt, das diese den Jugendlichen Täter Naoki verzärtelt und Idealisiert hat, was schließlich in einen weiteren Todesfall mündet.....

Insbesondere diesen letzten Beitrag empfinde ich als entsetzlich konstruiert. Ich werde nur weiter lesen, weil ich schon über der Hälfte bin. Vielleicht werde ich am Ende versöhnt? Das wäre dann ein höchst seltener Fall.
 

Sassenach123

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@Literaturhexle
Schade, aber manchmal ist das leider so....entweder es packt einen oder nicht. Anhand der Beschreibung des Romans war ich auch neugierig, mag solche Romane sonst sehr gern, bin gespannt, ob der Rest des Buches dich vielleicht doch noch versöhnt
 
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Helmut Pöll

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Eden, die für die Staatssicherheit arbeitet und mit den Ermittlungen eigentlich gar nichts zu tun hat, scheint der Schlüssel zu allem zu sein. Aber was genau verbirgt sie, die sonst so untadelig wirkt. "Papierjunge" ist wirklich ein Buch, das man kaum aus der Hand legen kann. Die kurzen Kapitel erhöhen Erzähltempo und Spannung.
 
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Literaturhexle

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Insbesondere diesen letzten Beitrag empfinde ich als entsetzlich konstruiert. Ich werde nur weiter lesen, weil ich schon über der Hälfte bin. Vielleicht werde ich am Ende versöhnt? Das wäre dann ein höchst seltener Fall.

Ich habe fertig!!!!
Ich hätte diesen "Thriller" nie gelesen, wenn nicht Denis Scheck ihn in seiner Sendung so hoch gelobt hätte und ich zuvor schon einige Highlights aufgrund dieser Empfehlungen entdeckt hätte...
Also so etwas Hanebüchenes habe ich selten gelesen. Dabei fing es so viel versprechend an...
Ich werde mich mal an eine kleine Rezension wagen, die aber eher ein Verriss wird.
whatchareadin.de: Rezension - Rezension (1/5*) zu Geständnisse: Roman von Kanae Minato.
Wer einen anspruchsvollen Krimi sucht, ist heir komplett falsch! Dieses Buch ist in seiner Entwicklung dermaßen überkonstruiert mit seiner vermeintlichen psychologischen Tiefe. Kaum zu fassen!

Es tut mir leid, dass ich euch nichts Besseres mitteilen kann und natürlich um meine Lese (und Lebens-)zeit, die ich mit diesem Buch verbracht habe:mad:
 
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Helmut Pöll

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Puh, ist das spannend. Es kristallisiert sich jetzt heraus, dass die Verbrechen in Stockholm in Verbindung mit Vorgängen in Israel stehen, die vor langer zeit stattgefunden, und bei denen Geheimdienste ihre Finger mit im Spiel hatten.

Ich kann mir "Papierjunge" extrem gut auch als Film vorstellen.
 
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Sakuko

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Es stellt sich heraus, das der Mord kein Breach war. Irgendjemand findet ein obskures Überwachungsvideo, welches zeigt, das der Van mit dem die Leiche transportiert wurde, über die einzige legale Verbindung aus Besel kommt und mit der Leiche wieder dorthin zurück fährt. Somit ist es kein Breach, nur illegal. und Borlu wird nach Ul Qoma geschickt um dort mit den Ermittlungen zu helfen.

Es stellt sich heraus, das auch die beste Freundin der Toten verschwunden ist, eine Frau die ebenfalls Archäologie studiert und sich von dem Thema Orciny hatte anstecken lassen. Zudem hatte die Tote sich viele Feinde bei verschiedenen radikalen Organisationen gemacht, sowohl bei Nationalisten als auch bei Zusammenschlüsslern.
Und dann taucht an der Uni auch noch eine Briefbombe für einen Professor auf der vor Jahren mal ein illegales Buch über die 2 Städte und Orciny geschrieben hatte.
 
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Literaturhexle

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#papierjunge von #kristina ohlsson endet in einem Desaster, düster und voller Gewalt. Alles ist in sich stimmig, spannend bis zur letzten Seite. Toller Thriller. Absolute Leseempfehlung von mir.

Ich habe deine Leseerlebnisse hier sehr gut verfolgen können. Das Buch hat dich regelrecht in Atem gehalten und begeistert. Ich habe aber dennoch schwer den Eindruck, dass es eher ein "Jungsbuch" ist...
Oder nein: das ist Schubladendenken, für mich ist es nicht geeignet, obwohl ich deine Ausführungen prima fand;)
So hat man einen guten Einblick bekommen.
 
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parden

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www.litterae-artesque.blogspot.de
Da ich mit dem Buch gerade begonnen habe, schließe ich mich hier noch an - noch läuft die Leserunde ja...

Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch!

Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.
 

Buchplauderer

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Ich habe mein Buch im Rahmen der Krimi-Leserunde beendet:


"Ringlein, Ringlein“ von Katrin Jacob.

Die Geschichte dreht sich um eine mysteriöse Einbruchserie bei Augsburger Juwelieren. Viele der Opfer geben allerdings nicht zu, dass etwas gestohlen wurde. Das macht den Fall mysteriös und den Ermittlern die Arbeit nicht gerade leichter. Schließlich findet die freie Journalistin Charlotte Schwab den entscheidenden Hinweis und steckt damit mitten in einem brenzligen Kriminalfall.

„Ringlein, Ringlein“ ist ein leichter und gut recherchierter Krimi für Zwischendurch, der den Leser sogar hin und wieder zum Lächeln bringt.
 
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parden

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Da ich mit dem Buch gerade begonnen habe, schließe ich mich hier noch an - noch läuft die Leserunde ja...

Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch!

Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.
Uff, das ist echt Hardcore. Zartbesaitet darf man hier nicht sein - aber die Hauptcharaktere sind interessant. Martin Abel ist so ein Kotzbrocken, *lach*. Manchmal kichere ich hier so vor mich hin, gleichzeitig ist es aber auch echt spannend. Eine gute Wahl, will mir scheinen. Mal weiterlesen...
 
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parden

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Da ich mit dem Buch gerade begonnen habe, schließe ich mich hier noch an - noch läuft die Leserunde ja...

Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch!

Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.
Zwei Drittel etwa sind gelesen. Und es ist echt Hardcore. Ich lese wirklich viele Thriller, aber hier stoße ich in manchen Szenen an meine Grenzen. Die Vergewaltigung eines Kindes gehört in jedem Fall dazu. Aber auch als in der Pathologie die unterschiedlichen Gerüche der verschiedenen Leichenstadien beschrieben werden - da musste ich tatsächlich aufpassen, dass ich nicht anfing zu würgen.

Obwohl es eilt, den Täter zu bekommen, zieht sich das Geschehen für mein Empfinden etwas. Und einige unlogische Aspekte gibt es hier auch. Insgesamt gefällt mir der Thriller im Großen und Ganzen aber noch.
 
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