Kapitel 72 - Epilog

claudi-1963

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29. November 2015
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5. Leseabschnitt Seite 363 - Ende: Ob wohl alles gut enden wird?
 
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claudi-1963

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29. November 2015
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Puhh was für ein Buch und was für ein Ende.
Das Caroles Halbschwester ausgerechnet auch eine Schülerin dieses Rudellis war das ist wirklich krass. Das sie zudem noch die Mutter war, deren Kind kurz nach der Geburt starb ist wahrlich tragisch.

Das Caroles Mutter ihre erste Tochter Hannah zur Adoption gab, nachdem sie zuvor vergewaligt wurde kann ich gut verstehen. Dann war also der Tramunfall wirklich ein Unfall und kein Mord. Aber das sie hinter allem steckte war mir irgendwann klar.

Nathaniel und Milla sind ein ganz schön großes Risiko eingegangen als sie den Vater von Hannah aufsuchten. Mir war sofort klar das er was damit zu tun hat. Ich dachte mir auch das er Carole beim letzten Mal versorgt hat.

Zum Glück ist Milla und Alisha die Hündin glimpflich davon gekommen. Die Auflösung am ende zeigt ein wirklich trauriges und tragisches Leben von Hannah, die nie wirklich Liebe erfahren durfte. Trotzdem hat sie kein Recht deshalb jemand anderem sein Leben zu nehmen.

Ich hoffe nur für das Kind das Carole wieder aus dem Koma erwacht. Das sich Nathaniel rührend um ihn kümmert kann ich verstehen.

Ich habe auch vermutet, das Nathaniel was mit der Tragödie seiner Familie zu tun hat. Aber er hat ja nur versucht seinen Mutter und die Schwester zu schützen. Wenigstens kann er jetzt mit seinem Vater Frieden schliessen, nachdem er weiß das er krank war. Das Nathaniel Depressionen hat kommt denke ich eher wegen seinem Trauma und der Blindheit und hat nichts mit den Genen zu tun.

Schade fand ich nur das man nicht genau das Motive von Rudelli erfahren hat. Warum er seinen Schülern dieses Blut von dem HIV Infizierten Schüler gespritzt hat. Dachte er wirklich das er dadurch seine Begabung den anderen zukommen lassen kann? Dann ist der Mann wirklich verrückt in meinen Augen.
Auch Hannah gehört für mich in die Psychiatrie, ob sie je wieder ihre alte Identität findet wird schwer werden.
 
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ElisabethBulitta

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8. November 2018
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Ich habe das Buch nun auch durch (es ging einfach nicht anders, als immer weiterzulesen) und kann mich dem, was Claudi geschrieben hat, nur anschließen. Das Finale war schon sehr spannend, aber ich bin auch sehr enttäuscht, dass wir jetzt nichts, der so gut wie nichts, über Rudellis Motivation erfahren haben.

Auch mir tut Hannah sehr leid, es ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie ein zutiefst kranker Mensch ist, der unbedingt Hilfe braucht. Ich hoffe, sie kriegt sie auch.

Dass Nathaniel für den Tod seiner Familie verantwortlich war, habe ich eigentlich auch nicht und nie gedacht.

In diesem Buch vereinigen sich viele schreckliche Erlebnisse, die in einem Verbrechen kulminieren, Leserinnen und Leser, vor allem aber die Ermittelnden, werden auf verschiedene Spuren gelenkt, was durchgehend für Spannung sorgt und Lesende in Atem hält, insofern wäre dieses ein glattes Fünf-Sterne-Buch gewesen, wenn eben am Ende auch etwas mehr über den Musiklehrer zu erfahren gewesen wäre. Das hat mich, ehrlich gesagt, am Ende ein wenig enttäuscht, aber ansonsten: eine wirklich tolle und spannende Lektüre.
 
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wal.li

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Mir geht es wie euch. Ich fand das Buch sehr spannend und das Finale ausgesprochen fesselnd. Nur die Motive des Musiklehrers sind mir nicht klargeworden.
Hannah tat mir auch etwas leid, aber das gibt ihr nicht das Recht, anderen zu schaden. Ich habe mich gefragt, ob sie tatsächlich planvoll gehandelt hat oder ob sie schon eher den Verstand verloren hatte.
Milla und Nathaniel sind ein gutes Team. Ich würde mir wünschen, dass sie weiter zusammenarbeiten.
 
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ElisabethBulitta

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Hannah tat mir auch etwas leid, aber das gibt ihr nicht das Recht, anderen zu schaden. Ich habe mich gefragt, ob sie tatsächlich planvoll gehandelt hat oder ob sie schon eher den Verstand verloren hatte.

Ich denke, es ist beides: Sie fasste einen Plan, in den sie sich dann hineinsteigerte, was zu einem totalen Kontrollverlust führte. Ist in der Psychologie nicht Ungewöhnliches.

Milla und Nathaniel sind ein gutes Team. Ich würde mir wünschen, dass sie weiter zusammenarbeiten.

Das wünsche ich mir auch.
 

ulrikerabe

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14. August 2017
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Spannend bis zum Schluss. Auch mir fehlt die eigentliche Motivaiton des Musiklehrers. Das ist eigentlich schade. Abgesehen davon, dass die Konstruktion des Buches auf einigen Zufällen beruht, fand ich es gut. Abseits vom Durchschnitt. Mit Nathaniel ist der Autorin ein sympathischer unverkennbarer Charakter gelungen.
 
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Xanaka

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12. Juli 2015
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Irgendwie geht es mir gerade ganz komisch. Auf der einen Seite bin ich froh darum, dass alles mehr oder weniger gut ausgegangen ist. Auf der anderen Seite bin ich traurig darüber, dass dieses wunderbare spannende Buch nun schon zu Ende ist. Gerade in diesem letzten Abschnitt habe ich öfter Zwangspausen gemacht - einfach weil ich wusste, dass Ende ist nicht mehr fern. Und ich habe darüber gegrübelt, was mich noch erwarten würde.

Zwei Sachen sind in meinen Augen so ein wenig offen geblieben. Hat Carole Stein denn nun überlebt? Und wie geht es ihr danach? Und es gab meiner Meinung nach keine schlüssige Erklärung darüber, warum der Professor seine Schüler mit HIV infiziert hat. Alles nur wegen des einen kranken Schülers? Versprach er sich Heilung davon?

Aber das hat meiner Meinung nach dem Lesegenuss nicht geschmälert. Während ich hier schreibe, schwirren meine Gedanken immer noch über das Buch. Ich werde mal gleich die Rezension anfangen....
 
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ElisabethBulitta

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Irgendwie geht es mir gerade ganz komisch. Auf der einen Seite bin ich froh darum, dass alles mehr oder weniger gut ausgegangen ist. Auf der anderen Seite bin ich traurig darüber, dass dieses wunderbare spannende Buch nun schon zu Ende ist. Gerade in diesem letzten Abschnitt habe ich öfter Zwangspausen gemacht - einfach weil ich wusste, dass Ende ist nicht mehr fern. Und ich habe darüber gegrübelt, was mich noch erwarten würde.

Zwei Sachen sind in meinen Augen so ein wenig offen geblieben. Hat Carole Stein denn nun überlebt? Und wie geht es ihr danach? Und es gab meiner Meinung nach keine schlüssige Erklärung darüber, warum der Professor seine Schüler mit HIV infiziert hat. Alles nur wegen des einen kranken Schülers? Versprach er sich Heilung davon?

Aber das hat meiner Meinung nach dem Lesegenuss nicht geschmälert. Während ich hier schreibe, schwirren meine Gedanken immer noch über das Buch. Ich werde mal gleich die Rezension anfangen....

Da nur von dem überlebenden Kind die Rede ist, bleibt es tatsächlich offen. Von Carole ist gar nicht mehr die Rede. Aber da an einer Stelle der überlebende Nathaniel und das überlebende Kind parallel genannt werden, gehe ich fast davon aus, dass Carole nicht üerlebt hat.

Dass offen bleibt, warum Rudelli die Schüler/innen infiziert hat, hat mich schon arg gestört.

Und ich muss auch sagen, dass das Buch von mir letztendlich vier von fünf Punkten gekriegt hat, weil's einfach zu viele offene Fragen am Ende gibt.
 

Bibliomarie

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Der Schluss war wirklich noch einmal richtig spannend. Ich dachte eigentlich, dass könnte sich nicht mehr steigern.
Wie mit meine Mitleserinnen fand ich es schade, dass die Rudelli-Geschichte nicht abgeschlossen wurde. Offensichtlich beruht ja dieser Handlungsstrang auf einer wahren Geschichte -die Motive des damaligen Täters wurden nie geklärt und er gab auch nie eine Erklärung ab. Vielleicht blieb es deshalb hier auch offen.

Auch ich hätte gerne gewusst ob Carole die Tortur überlebt, dass es im Unklaren bleibt, lässt mich unbefriedigt zurück.

Und wie @ulrikerabe schon angemerkt hat, dass beim DNA Test die Verwandtschaft von Carole und Hannah nicht auffiel ist unlogisch.

Gut hat mir der Epilog gefallen, Nathaniel kann die Geschichte seiner Familie aufarbeiten. Der Gang zum Friedhof ist ein erster Schritt.
 
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Bibliomarie

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Ich habe auch vermutet, das Nathaniel was mit der Tragödie seiner Familie zu tun hat. Aber er hat ja nur versucht seinen Mutter und die Schwester zu schützen. Wenigstens kann er jetzt mit seinem Vater Frieden schliessen, nachdem er weiß das er krank war. Das Nathaniel Depressionen hat kommt denke ich eher wegen seinem Trauma und der Blindheit und hat nichts mit den Genen zu tun.


Für Nathaniel ist es ein versöhnliches Ende. Er kann jetzt an seinen Alpträumen arbeiten und vielleicht auch besser mit seinen Depressionen umgehen. Die Gefahr, dass auch bei ihm Schizophrenie ausbricht, ist aber gegeben.
 

ElisabethBulitta

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Für Nathaniel ist es ein versöhnliches Ende. Er kann jetzt an seinen Alpträumen arbeiten und vielleicht auch besser mit seinen Depressionen umgehen. Die Gefahr, dass auch bei ihm Schizophrenie ausbricht, ist aber gegeben.

Nur ist nicht jede/r Schizophrene gleich ein "Massenmörder" bzw. bringt seine ganze Familie um. Was hat Manfred Lütz mal geschrieben (ich glaube in "Irre!"): Auch bei einem Franz von Assisi oder Paulus von Tarsus (also dem aus der Bibel) würde man heute wohl eine Schizophrenie diagnostizieren, aber sie haben, ob man jetzt Christ ist oder nicht, Großes vollbracht. Trotzdem oder wohl gerade eher deshalb. ;)
 

Bibliomarie

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10. September 2015
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Nur ist nicht jede/r Schizophrene gleich ein "Massenmörder" bzw. bringt seine ganze Familie um. Was hat Manfred Lütz mal geschrieben (ich glaube in "Irre!"): Auch bei einem Franz von Assisi oder Paulus von Tarsus (also dem aus der Bibel) würde man heute wohl eine Schizophrenie diagnostizieren, aber sie haben, ob man jetzt Christ ist oder nicht, Großes vollbracht. Trotzdem oder wohl gerade eher deshalb. ;)

Nein, natürlich nicht. Aber es kommt eben immer wieder vor, dass Menschen "Stimmen" hören und anderen Schaden. Kürzlich hat ein junger Mann hier im Hauptbahnhof mit einer Axt um sich geschlagen und einige Menschen schwerst verletzt, auch er wurde wegen Schizophrenie behandelt und hat irgendwann aufgehört seine Medikamente zu nehmen.
 
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ElisabethBulitta

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Nein, natürlich nicht. Aber es kommt eben immer wieder vor, dass Menschen "Stimmen" hören und anderen Schaden. Kürzlich hat ein junger Mann hier im Hauptbahnhof mit einer Axt um sich geschlagen und einige Menschen schwerst verletzt, auch er wurde wegen Schizophrenie behandelt und hat irgendwann aufgehört seine Medikamente zu nehmen.

Und dennoch ist das die Minderheit. Und eben Stoff für Krimis wie diesen.
 

Mikka Liest

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14. Februar 2015
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Hilter am Teutoburger Wald
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Das Caroles Halbschwester ausgerechnet auch eine Schülerin dieses Rudellis war das ist wirklich krass. Das sie zudem noch die Mutter war, deren Kind kurz nach der Geburt starb ist wahrlich tragisch.

Ich habe zwischendurch mal vermutet, dass die Mutter des toten Kindes die Täterin sein könnte, aber da noch nicht erwartet, dass sie sich als Caroles Schwester herausstellen würde – das deutete sich für mich erst im vierten Leseabschnitt an. Insofern ist das von der Autorin gut konstruiert!

Das Caroles Mutter ihre erste Tochter Hannah zur Adoption gab, nachdem sie zuvor vergewaltigt wurde kann ich gut verstehen.

Ja, das kann ich dann auch gut verstehen... Ich finde es da schon mutig, das Kind auszutragen und nicht abzutreiben.

Zum Glück ist Milla und Alisha die Hündin glimpflich davon gekommen. Die Auflösung am ende zeigt ein wirklich trauriges und tragisches Leben von Hannah, die nie wirklich Liebe erfahren durfte. Trotzdem hat sie kein Recht deshalb jemand anderem sein Leben zu nehmen.

Ich hatte in diesem letzten Abschnitt den Eindruck, dass sie durch das Trauma, das ihre Tochter gestorben ist, komplett den Kontakt zur Wirklichkeit verloren hat. Sie tut mir leid, ich sehe sie auch eher als Opfer als als Täterin.

Ich hoffe nur für das Kind das Carole wieder aus dem Koma erwacht. Das sich Nathaniel rührend um ihn kümmert kann ich verstehen.

Ich hoffe, wir werden im nächsten Band mehr darüber erfahren!

Ich habe auch vermutet, das Nathaniel was mit der Tragödie seiner Familie zu tun hat. Aber er hat ja nur versucht seinen Mutter und die Schwester zu schützen. Wenigstens kann er jetzt mit seinem Vater Frieden schliessen, nachdem er weiß das er krank war. Das Nathaniel Depressionen hat kommt denke ich eher wegen seinem Trauma und der Blindheit und hat nichts mit den Genen zu tun.

Ich habe mir schon gedacht, dass Nathaniel seinen Vater in Notwehr getötet hat. Ich finde von der Therapeutin sehr fragwürdig, dass sie es so dargestellt hat, als wäre Nathaniel quasi eine tickende Zeitbombe. Selbst wenn er selber Schizophrenie entwickelt, ist er damit doch nicht automatisch gefährlich!

Schade fand ich nur das man nicht genau das Motive von Rudelli erfahren hat. Warum er seinen Schülern dieses Blut von dem HIV Infizierten Schüler gespritzt hat. Dachte er wirklich das er dadurch seine Begabung den anderen zukommen lassen kann? Dann ist der Mann wirklich verrückt in meinen Augen. Auch Hannah gehört für mich in die Psychiatrie, ob sie je wieder ihre alte Identität findet wird schwer werden.

Ja, beide brauchen dringend psychiatrische Hilfe... Ich hätte auch gerne mehr darüber erfahren, wie er auf die Idee kam, es könne seinen Schülern helfen, wenn er ihnen ganz bewusst das Blut eines HIV-infizierten Menschen spritzt!
 

Mikka Liest

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14. Februar 2015
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Hilter am Teutoburger Wald
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Das Finale war schon sehr spannend, aber ich bin auch sehr enttäuscht, dass wir jetzt nichts, der so gut wie nichts, über Rudellis Motivation erfahren haben.

Ja, das fand ich auch enttäuschend, wobei das Motiv des Täters im realen Leben wohl auch nie aufgeklärt wurde...

Auch mir tut Hannah sehr leid, es ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie ein zutiefst kranker Mensch ist, der unbedingt Hilfe braucht. Ich hoffe, sie kriegt sie auch.

Dieser Rudelli hat so viel Schlimmes zu verantworten. So viele Menschen, die jetzt mit HIV leben müssen, das tote Baby und Hannah, die dadurch vollkommen den Kontakt zur Realität verloren hat.
 

Mikka Liest

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14. Februar 2015
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Hilter am Teutoburger Wald
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Ich habe mich gefragt, ob sie tatsächlich planvoll gehandelt hat oder ob sie schon eher den Verstand verloren hatte.

Ich habe den Eindruck, es war eine Mischung aus beidem. Sie hat schon planvoll gehandelt, und ich denke, eigentlich war ihr tief im Inneren auch bewusst, dass sie etwas Falsches tut – aber durch das Trauma hat sie sich eingeredet, dass sie das Recht dazu hat.

Milla und Nathaniel sind ein gutes Team. Ich würde mir wünschen, dass sie weiter zusammenarbeiten.

Das hier ist ja der erste Band einer Reihe, deswegen hoffe ich auch mal ganz schwer, dass die beide in den Folgebänden wieder auftauchen!