1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Information ausblenden

Du bist neu hier?

Unter dem folgenden Link findest Du Hilfe für den Einstieg
Das bietet whatchareadin für Leser 

Kapitel 72 - Epilog

Dieses Thema im Forum "Leserunde zu "Blind" - ab 04.03.19" wurde erstellt von claudi-1963, 28. Februar 2019.

  1. claudi-1963

    claudi-1963 Silber Mitglied

    Registriert seit:
    29. November 2015
    Beiträge:
    1.061
    Zustimmungen:
    244
    5. Leseabschnitt Seite 363 - Ende: Ob wohl alles gut enden wird?
     
    #1 claudi-1963, 28. Februar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 28. Februar 2019
  2. claudi-1963

    claudi-1963 Silber Mitglied

    Registriert seit:
    29. November 2015
    Beiträge:
    1.061
    Zustimmungen:
    244
    Puhh was für ein Buch und was für ein Ende.
    Das Caroles Halbschwester ausgerechnet auch eine Schülerin dieses Rudellis war das ist wirklich krass. Das sie zudem noch die Mutter war, deren Kind kurz nach der Geburt starb ist wahrlich tragisch.

    Das Caroles Mutter ihre erste Tochter Hannah zur Adoption gab, nachdem sie zuvor vergewaligt wurde kann ich gut verstehen. Dann war also der Tramunfall wirklich ein Unfall und kein Mord. Aber das sie hinter allem steckte war mir irgendwann klar.

    Nathaniel und Milla sind ein ganz schön großes Risiko eingegangen als sie den Vater von Hannah aufsuchten. Mir war sofort klar das er was damit zu tun hat. Ich dachte mir auch das er Carole beim letzten Mal versorgt hat.

    Zum Glück ist Milla und Alisha die Hündin glimpflich davon gekommen. Die Auflösung am ende zeigt ein wirklich trauriges und tragisches Leben von Hannah, die nie wirklich Liebe erfahren durfte. Trotzdem hat sie kein Recht deshalb jemand anderem sein Leben zu nehmen.

    Ich hoffe nur für das Kind das Carole wieder aus dem Koma erwacht. Das sich Nathaniel rührend um ihn kümmert kann ich verstehen.

    Ich habe auch vermutet, das Nathaniel was mit der Tragödie seiner Familie zu tun hat. Aber er hat ja nur versucht seinen Mutter und die Schwester zu schützen. Wenigstens kann er jetzt mit seinem Vater Frieden schliessen, nachdem er weiß das er krank war. Das Nathaniel Depressionen hat kommt denke ich eher wegen seinem Trauma und der Blindheit und hat nichts mit den Genen zu tun.

    Schade fand ich nur das man nicht genau das Motive von Rudelli erfahren hat. Warum er seinen Schülern dieses Blut von dem HIV Infizierten Schüler gespritzt hat. Dachte er wirklich das er dadurch seine Begabung den anderen zukommen lassen kann? Dann ist der Mann wirklich verrückt in meinen Augen.
    Auch Hannah gehört für mich in die Psychiatrie, ob sie je wieder ihre alte Identität findet wird schwer werden.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  3. ElisabethBulitta

    ElisabethBulitta Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. November 2018
    Beiträge:
    802
    Zustimmungen:
    1.068
    Ich habe das Buch nun auch durch (es ging einfach nicht anders, als immer weiterzulesen) und kann mich dem, was Claudi geschrieben hat, nur anschließen. Das Finale war schon sehr spannend, aber ich bin auch sehr enttäuscht, dass wir jetzt nichts, der so gut wie nichts, über Rudellis Motivation erfahren haben.

    Auch mir tut Hannah sehr leid, es ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie ein zutiefst kranker Mensch ist, der unbedingt Hilfe braucht. Ich hoffe, sie kriegt sie auch.

    Dass Nathaniel für den Tod seiner Familie verantwortlich war, habe ich eigentlich auch nicht und nie gedacht.

    In diesem Buch vereinigen sich viele schreckliche Erlebnisse, die in einem Verbrechen kulminieren, Leserinnen und Leser, vor allem aber die Ermittelnden, werden auf verschiedene Spuren gelenkt, was durchgehend für Spannung sorgt und Lesende in Atem hält, insofern wäre dieses ein glattes Fünf-Sterne-Buch gewesen, wenn eben am Ende auch etwas mehr über den Musiklehrer zu erfahren gewesen wäre. Das hat mich, ehrlich gesagt, am Ende ein wenig enttäuscht, aber ansonsten: eine wirklich tolle und spannende Lektüre.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  4. wal.li

    wal.li Gold Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2014
    Beiträge:
    1.223
    Zustimmungen:
    579
    Mir geht es wie euch. Ich fand das Buch sehr spannend und das Finale ausgesprochen fesselnd. Nur die Motive des Musiklehrers sind mir nicht klargeworden.
    Hannah tat mir auch etwas leid, aber das gibt ihr nicht das Recht, anderen zu schaden. Ich habe mich gefragt, ob sie tatsächlich planvoll gehandelt hat oder ob sie schon eher den Verstand verloren hatte.
    Milla und Nathaniel sind ein gutes Team. Ich würde mir wünschen, dass sie weiter zusammenarbeiten.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  5. ElisabethBulitta

    ElisabethBulitta Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. November 2018
    Beiträge:
    802
    Zustimmungen:
    1.068
    Ich denke, es ist beides: Sie fasste einen Plan, in den sie sich dann hineinsteigerte, was zu einem totalen Kontrollverlust führte. Ist in der Psychologie nicht Ungewöhnliches.

    Das wünsche ich mir auch.
     
  6. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2017
    Beiträge:
    854
    Zustimmungen:
    989
    Spannend bis zum Schluss. Auch mir fehlt die eigentliche Motivaiton des Musiklehrers. Das ist eigentlich schade. Abgesehen davon, dass die Konstruktion des Buches auf einigen Zufällen beruht, fand ich es gut. Abseits vom Durchschnitt. Mit Nathaniel ist der Autorin ein sympathischer unverkennbarer Charakter gelungen.
     
    • Stimme zu Stimme zu x 1
    • List
  7. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2017
    Beiträge:
    854
    Zustimmungen:
    989
    Aber wie realistisch ist es, dass der blinde Mann wieder in ein Verbrechen involviert wird. Das muss dann schons ehr glaubhaft konstruiert werden. War ja in diesem Buch schon einiges arg zufällig.
     
  8. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2017
    Beiträge:
    854
    Zustimmungen:
    989
    Klappentexte sind schon etwas Seltsames. Wer soll den hier an Lisbeth Salander erinnern? Nicht leise, nicht mal still und heimlich.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • Stimme zu Stimme zu x 1
    • List
  9. Xanaka

    Xanaka Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. Juli 2015
    Beiträge:
    422
    Zustimmungen:
    255
    Irgendwie geht es mir gerade ganz komisch. Auf der einen Seite bin ich froh darum, dass alles mehr oder weniger gut ausgegangen ist. Auf der anderen Seite bin ich traurig darüber, dass dieses wunderbare spannende Buch nun schon zu Ende ist. Gerade in diesem letzten Abschnitt habe ich öfter Zwangspausen gemacht - einfach weil ich wusste, dass Ende ist nicht mehr fern. Und ich habe darüber gegrübelt, was mich noch erwarten würde.

    Zwei Sachen sind in meinen Augen so ein wenig offen geblieben. Hat Carole Stein denn nun überlebt? Und wie geht es ihr danach? Und es gab meiner Meinung nach keine schlüssige Erklärung darüber, warum der Professor seine Schüler mit HIV infiziert hat. Alles nur wegen des einen kranken Schülers? Versprach er sich Heilung davon?

    Aber das hat meiner Meinung nach dem Lesegenuss nicht geschmälert. Während ich hier schreibe, schwirren meine Gedanken immer noch über das Buch. Ich werde mal gleich die Rezension anfangen....
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  10. ElisabethBulitta

    ElisabethBulitta Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. November 2018
    Beiträge:
    802
    Zustimmungen:
    1.068
    Da nur von dem überlebenden Kind die Rede ist, bleibt es tatsächlich offen. Von Carole ist gar nicht mehr die Rede. Aber da an einer Stelle der überlebende Nathaniel und das überlebende Kind parallel genannt werden, gehe ich fast davon aus, dass Carole nicht üerlebt hat.

    Dass offen bleibt, warum Rudelli die Schüler/innen infiziert hat, hat mich schon arg gestört.

    Und ich muss auch sagen, dass das Buch von mir letztendlich vier von fünf Punkten gekriegt hat, weil's einfach zu viele offene Fragen am Ende gibt.
     
  11. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

    Registriert seit:
    10. September 2015
    Beiträge:
    895
    Zustimmungen:
    564
    Der Schluss war wirklich noch einmal richtig spannend. Ich dachte eigentlich, dass könnte sich nicht mehr steigern.
    Wie mit meine Mitleserinnen fand ich es schade, dass die Rudelli-Geschichte nicht abgeschlossen wurde. Offensichtlich beruht ja dieser Handlungsstrang auf einer wahren Geschichte -die Motive des damaligen Täters wurden nie geklärt und er gab auch nie eine Erklärung ab. Vielleicht blieb es deshalb hier auch offen.

    Auch ich hätte gerne gewusst ob Carole die Tortur überlebt, dass es im Unklaren bleibt, lässt mich unbefriedigt zurück.

    Und wie @ulrikerabe schon angemerkt hat, dass beim DNA Test die Verwandtschaft von Carole und Hannah nicht auffiel ist unlogisch.

    Gut hat mir der Epilog gefallen, Nathaniel kann die Geschichte seiner Familie aufarbeiten. Der Gang zum Friedhof ist ein erster Schritt.
     
    #11 Bibliomarie, 12. März 2019
    Zuletzt bearbeitet: 12. März 2019
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  12. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

    Registriert seit:
    10. September 2015
    Beiträge:
    895
    Zustimmungen:
    564

    Für Nathaniel ist es ein versöhnliches Ende. Er kann jetzt an seinen Alpträumen arbeiten und vielleicht auch besser mit seinen Depressionen umgehen. Die Gefahr, dass auch bei ihm Schizophrenie ausbricht, ist aber gegeben.
     
  13. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

    Registriert seit:
    10. September 2015
    Beiträge:
    895
    Zustimmungen:
    564
    Das ist auch eine realistische Bewertung, die mir auch so vorschwebt.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  14. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

    Registriert seit:
    10. September 2015
    Beiträge:
    895
    Zustimmungen:
    564
    Klappentexte werden wohl in der Werbeabteilung verfasst und ob die das ganze Manuskript lesen zweifle ich auch an.
     
  15. ElisabethBulitta

    ElisabethBulitta Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. November 2018
    Beiträge:
    802
    Zustimmungen:
    1.068
    Nur ist nicht jede/r Schizophrene gleich ein "Massenmörder" bzw. bringt seine ganze Familie um. Was hat Manfred Lütz mal geschrieben (ich glaube in "Irre!"): Auch bei einem Franz von Assisi oder Paulus von Tarsus (also dem aus der Bibel) würde man heute wohl eine Schizophrenie diagnostizieren, aber sie haben, ob man jetzt Christ ist oder nicht, Großes vollbracht. Trotzdem oder wohl gerade eher deshalb. ;)
     
  16. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

    Registriert seit:
    10. September 2015
    Beiträge:
    895
    Zustimmungen:
    564
    Nein, natürlich nicht. Aber es kommt eben immer wieder vor, dass Menschen "Stimmen" hören und anderen Schaden. Kürzlich hat ein junger Mann hier im Hauptbahnhof mit einer Axt um sich geschlagen und einige Menschen schwerst verletzt, auch er wurde wegen Schizophrenie behandelt und hat irgendwann aufgehört seine Medikamente zu nehmen.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  17. ElisabethBulitta

    ElisabethBulitta Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. November 2018
    Beiträge:
    802
    Zustimmungen:
    1.068
    Und dennoch ist das die Minderheit. Und eben Stoff für Krimis wie diesen.
     
  18. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2015
    Beiträge:
    815
    Zustimmungen:
    549
    Ich habe zwischendurch mal vermutet, dass die Mutter des toten Kindes die Täterin sein könnte, aber da noch nicht erwartet, dass sie sich als Caroles Schwester herausstellen würde – das deutete sich für mich erst im vierten Leseabschnitt an. Insofern ist das von der Autorin gut konstruiert!

    Ja, das kann ich dann auch gut verstehen... Ich finde es da schon mutig, das Kind auszutragen und nicht abzutreiben.

    Ich hatte in diesem letzten Abschnitt den Eindruck, dass sie durch das Trauma, das ihre Tochter gestorben ist, komplett den Kontakt zur Wirklichkeit verloren hat. Sie tut mir leid, ich sehe sie auch eher als Opfer als als Täterin.

    Ich hoffe, wir werden im nächsten Band mehr darüber erfahren!

    Ich habe mir schon gedacht, dass Nathaniel seinen Vater in Notwehr getötet hat. Ich finde von der Therapeutin sehr fragwürdig, dass sie es so dargestellt hat, als wäre Nathaniel quasi eine tickende Zeitbombe. Selbst wenn er selber Schizophrenie entwickelt, ist er damit doch nicht automatisch gefährlich!

    Ja, beide brauchen dringend psychiatrische Hilfe... Ich hätte auch gerne mehr darüber erfahren, wie er auf die Idee kam, es könne seinen Schülern helfen, wenn er ihnen ganz bewusst das Blut eines HIV-infizierten Menschen spritzt!
     
  19. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2015
    Beiträge:
    815
    Zustimmungen:
    549
    Ja, das fand ich auch enttäuschend, wobei das Motiv des Täters im realen Leben wohl auch nie aufgeklärt wurde...

    Dieser Rudelli hat so viel Schlimmes zu verantworten. So viele Menschen, die jetzt mit HIV leben müssen, das tote Baby und Hannah, die dadurch vollkommen den Kontakt zur Realität verloren hat.
     
  20. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2015
    Beiträge:
    815
    Zustimmungen:
    549
    Ich habe den Eindruck, es war eine Mischung aus beidem. Sie hat schon planvoll gehandelt, und ich denke, eigentlich war ihr tief im Inneren auch bewusst, dass sie etwas Falsches tut – aber durch das Trauma hat sie sich eingeredet, dass sie das Recht dazu hat.

    Das hier ist ja der erste Band einer Reihe, deswegen hoffe ich auch mal ganz schwer, dass die beide in den Folgebänden wieder auftauchen!
     
Die Seite wird geladen...
Die Seite wird geladen...