Kapitel 52 - Kapitel 71

claudi-1963

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4. Leseabschnitt Seite 277 - 362: Carole weiter in Not ob wohl rechtzeitig Hilfe für sie kommt?
 
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claudi-1963

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29. November 2015
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Ich vermute mal das man Carole ständig Schlafmittel mit dem Wasser zuführt, von daher kommt auch ihre Müdigkeit. Das sie lange nichts zu trinken bekommen hat, macht mich doch unsicher ob Nathaniel womöglich doch was damit zu tun hat. Da er ja einen Zeit in Haft war und sich um nichts kümmern konnte.
Aber wie hätte er Carole entführen können, als Blinder? Und warum sollte er dann diese ganze Geschichte anderen erzählen? Ist er doch auch Schizophen, wie sein Vater und die eine Hälfte ist der Böse der Carole entführt hat und der andere ist der liebenswerte Nathaniel?
Und wie kommen die Schwangerschaftskleider in Nathaniels Keller, hat er doch was damit zu tun oder hat es ihm jemand untergeschoben? Schließlich wussten sie wer er war un wo er wohnt, es wäre also leicht die Kleider in den Keller zu tun.

Nach wie vor stehe ich immer noch vor einem Rätsel warum dieser Musikprofessor seine Schüler infiziert hat. Das er sich mit einer Pistole verbarrikartiert hatte scheint ja doch ein Zeichen zu sein, das er schuldig ist. Und hängen die beiden Fälle wirklich zusammen.

War der Unfall von Caroles Mutter wirklich ein Unfall oder hat da schon jemand Rache an ihr genommen. Vielleicht die Halbschwester von Carole die sich in das System der Adotionsbehörde gehackt hat. Ist die Halbschwester dann womöglich auch die Frau die sich nun für Carole ausgibt? Vielleicht ist auch einer der 5 Männer mit denen sie Sex hatte das Böse. Vor allem steht nun auch fest das Carole lesbisch ist.

Und warum behauptet dies Unbekannte so vehement das sie Carole wäre, ist sie auch psychisch krank?

Nach wie vor alles sehe makaber und aufwühlend, jetzt kann ich das Buch nicht mehr weglegen. Ich muss wissen ob es Carole schafft und ob Nathaniel wirklich was damit zu tun hat.
 
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ElisabethBulitta

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8. November 2018
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Dass „Markus Lüthi“ ein weit verbreiteter Name ist, hätte ich Milla auch gleich sagen können. Sogar ich kriege, wenn es um Fortbildungen geht, ständig Mails von einem.

Barbara Kast erzählt, die Akupunktur habe sich angefühlt wie eine „Spritze beim Arzt“ – es wird also wirklich dieser seltsame Musiklehrer sein.

Menschen, die eine Psychotherapie machen, scheinen in diesem Buch nicht sehr gut wegzukommen. Dass Nathaniel sich in Therapie begeben hat nach dem, was er erlebt hat, finde ich mehr als verständlich. Weniger verständlich finde ich, dass jeder psychisch Kranke ein potenzieller Schwerverbrecher ist. Kein Wunder, dass man sich schämen muss, eine Therapie zu machen. Mich persönlich nerven solche Vorurteile. Ich weiß auch nicht, ob Schizophrene gleich Mörder sind. Ich gebe zu, dass ich mit diesem Krankheitsbild keine Erfahrungen habe. Über die Bemerkung „geschlechtslos, eine Psychiaterin halt“ musste ich wieder schmunzeln. Geschlechtslose Psychiater/innen habe ich in meinem Leben noch nicht angetroffen.

Rudelli wurde inzwischen festgenommen: Zuerst leistet er sich eine Schießerei mit der Polizei, dann lässt er sich lammfromm abführen. Er scheint mit der Situation total überfordert zu sein. Mich würde auch seine Motivation für diese Infizierung interessieren.

Diese Carole-Imitatorin ist ziemlich dreist – oder glaubt sie selbst, was sie erzählt? Ist sie psychisch wirklich so krank?

Carole hat also eine Schwester/Halbschwester, die zu Adoption freigegeben wurde, und an den Namen der Mutter gekommen ist. Allmählich verhärtet sich in mir der Verdacht, dass Gabriela vor die Tram gestoßen wurde – wieso auch immer. Vielleicht als Rache für das „Verstoßen“, falls die Freigabe zu Adoption als solches verstanden wurde?

Nachdem Nathaniel von der Polizei festgenommen wurde, wird er wieder freigelassen, nachdem in seinem Keller Schwangerschaftskleidung gefunden wurde. Soll dieses ein Schachzug sein, um ihn als Entführer/Mörder zu überführen? Meiner Meinung nach ist er unschuldig. Aber ok, ich weiß als Leser/in wahrscheinlich auch mehr als die Kommissare.

Durch die vielen Motive und möglichen Täter/innen werden die Ermittler/innen auf immer neue Spuren geführt, wobei für mich persönlich eigentlich feststeht, dass die Frau, die ihr Kind verloren hat, für die Tat verantwortlich ist.

Die Gedanken auf S. 338 über die Gestik und Mimik von Blinden finde ich wieder sehr interessant und zum Nachdenken anregend, denn es stimmt: Auch ich habe da immer so meine Probleme mit. Wobei ich ja so viele Blinde nicht kenne. Mein Bruder hat einen blinden Freund, und im Umgang mit ihm bin/war ich auch immer sehr unsicher.

Mir gefällt, dass die Kapitel oft mit Cliffhangern enden. Das hat zur Folge, dass ich immer weiterlesen muss.
 

claudi-1963

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29. November 2015
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Dass „Markus Lüthi“ ein weit verbreiteter Name ist, hätte ich Milla auch gleich sagen können. Sogar ich kriege, wenn es um Fortbildungen geht, ständig Mails von einem.

Barbara Kast erzählt, die Akupunktur habe sich angefühlt wie eine „Spritze beim Arzt“ – es wird also wirklich dieser seltsame Musiklehrer sein.

Menschen, die eine Psychotherapie machen, scheinen in diesem Buch nicht sehr gut wegzukommen. Dass Nathaniel sich in Therapie begeben hat nach dem, was er erlebt hat, finde ich mehr als verständlich. Weniger verständlich finde ich, dass jeder psychisch Kranke ein potenzieller Schwerverbrecher ist. Kein Wunder, dass man sich schämen muss, eine Therapie zu machen. Mich persönlich nerven solche Vorurteile. Ich weiß auch nicht, ob Schizophrene gleich Mörder sind. Ich gebe zu, dass ich mit diesem Krankheitsbild keine Erfahrungen habe. Über die Bemerkung „geschlechtslos, eine Psychiaterin halt“ musste ich wieder schmunzeln. Geschlechtslose Psychiater/innen habe ich in meinem Leben noch nicht angetroffen.

Rudelli wurde inzwischen festgenommen: Zuerst leistet er sich eine Schießerei mit der Polizei, dann lässt er sich lammfromm abführen. Er scheint mit der Situation total überfordert zu sein. Mich würde auch seine Motivation für diese Infizierung interessieren.

Diese Carole-Imitatorin ist ziemlich dreist – oder glaubt sie selbst, was sie erzählt? Ist sie psychisch wirklich so krank?

Carole hat also eine Schwester/Halbschwester, die zu Adoption freigegeben wurde, und an den Namen der Mutter gekommen ist. Allmählich verhärtet sich in mir der Verdacht, dass Gabriela vor die Tram gestoßen wurde – wieso auch immer. Vielleicht als Rache für das „Verstoßen“, falls die Freigabe zu Adoption als solches verstanden wurde?

Nachdem Nathaniel von der Polizei festgenommen wurde, wird er wieder freigelassen, nachdem in seinem Keller Schwangerschaftskleidung gefunden wurde. Soll dieses ein Schachzug sein, um ihn als Entführer/Mörder zu überführen? Meiner Meinung nach ist er unschuldig. Aber ok, ich weiß als Leser/in wahrscheinlich auch mehr als die Kommissare.

Durch die vielen Motive und möglichen Täter/innen werden die Ermittler/innen auf immer neue Spuren geführt, wobei für mich persönlich eigentlich feststeht, dass die Frau, die ihr Kind verloren hat, für die Tat verantwortlich ist.

Die Gedanken auf S. 338 über die Gestik und Mimik von Blinden finde ich wieder sehr interessant und zum Nachdenken anregend, denn es stimmt: Auch ich habe da immer so meine Probleme mit. Wobei ich ja so viele Blinde nicht kenne. Mein Bruder hat einen blinden Freund, und im Umgang mit ihm bin/war ich auch immer sehr unsicher.

Mir gefällt, dass die Kapitel oft mit Cliffhangern enden. Das hat zur Folge, dass ich immer weiterlesen muss.

Ja das ist mir auch negativ aufgestoßen, das man sofort als Irrer behandelt wird, wenn man eine Psychotherapie hatte. War doch klar, das man Nathaniel ihn in eine Therapie gab. Der Junge mit seinen 11 Jahren musste ja ein schreckliches Erlebnis verarbeiten. Ich bin mir nicht mal sicher ob Schizophrenie wirklich vererbbar ist.

Also ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, das Nathaniel was damit zu tun hat.

Stimmt das mit der Mimik fand ich auch interessant und ist ja irgendwie auch verständlich. Man merkt das ja auch bei tauben Menschen ob sie ihr Gehör als Baby oder später erst verloren haben, das Sprechen hört sich dann total anders an.
 

wal.li

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1. Mai 2014
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Jetzt ist es schon sehr spannend. Es kommen einige Sachen zutage, die nicht zu den bekannten passen. Zum Beispiel die vermutliche Halbschwester. Leider konnte Caroles Mutter nicht mehr auf den Brief antworten. Ich frage mich gerade, ob diese Frau nicht sauer auf ihre leibliche Mutter war und nun Caroles Leben haben will und ihr Kind. Aber wieso hat das Böse dann eine männliche Stimme? Oder hat sie einen Helfer? Dabei ist die Aids-Ermittlung etwas ins Hintertreffen geraten, hier muss es doch auch noch Hintergründe geben.
Nun will ich schnell weiterlesen, ich möchte die Zusammenhänge erfahren.
 

ulrikerabe

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14. August 2017
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Ich vermute mal das man Carole ständig Schlafmittel mit dem Wasser zuführt, von daher kommt auch ihre Müdigkeit. Das sie lange nichts zu trinken bekommen hat, macht mich doch unsicher ob Nathaniel womöglich doch was damit zu tun hat. Da er ja einen Zeit in Haft war und sich um nichts kümmern konnte.
Aber wie hätte er Carole entführen können, als Blinder? Und warum sollte er dann diese ganze Geschichte anderen erzählen? Ist er doch auch Schizophen, wie sein Vater und die eine Hälfte ist der Böse der Carole entführt hat und der andere ist der liebenswerte Nathaniel?.
Genau das habe ich mir auch überlegt. Wenn Nathaniel auch schizophren wäre, wäre er dann auch so darauf versessen seine Medikamente zu nehmen? Und vor allem hätten wir hier ja einen äußerst unzuverlässigen Erzähler, immerhin war NAthaniel mit Carole per App verbunden, als Carole entführt wurde. Nein, im Grunde glaube ich das nicht.

Wer ist denn nun die Frau, die sich Stein und Bein als Carole ausgibt. Es gibt keine Übereinstimmung mit Caroles DNA. Ich dachte, es wäre vielleicht die Adoptivschwester, aber dann müsste es ja auch teilweise Übereinstimmung geben.
Ach ist das spannend, und ich muss jetzt aufhören und werde erst morgen weiterlesedn können. Das gibts ja nicht!!
 
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Xanaka

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Oh Mann, wieder so ein spannender Abschnitt., Schön, dass es so überraschend und unvorhergesehen weitergeht und dass es der Autorin gelingt, die Spannung noch zu steigern.

Am meisten frage ich mich natürlich, wer ist die Frau, die sich als Carole Stein ausgibt und warum? Welchen Gründe hat sie dafür?

Trotz allem habe ich auch immer noch die Vermutung, dass es eine Verbindung zu den HIV Infizierungen und der Entführung von Carole gibt. Aber wieso, erschließt sich mir immer noch nicht.

Ganz furchtbar finde ich, dass Nathanael nun plötzlich an allem schuld sein soll. Da hat sich der Kommissar aber in dem alten Fall verbissen und schließt zu viele falsche Schlussfolgerungen.
Besser gefällt mir da Milla, die in jeder Hinsicht auf Nathanaels Seite steht und aus meiner Sicht sehr viel mehr herausbekommt, als die Polizei.

So jetzt muss ich einfach weiterlesen.
 
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Xanaka

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12. Juli 2015
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Nach wie vor stehe ich immer noch vor einem Rätsel warum dieser Musikprofessor seine Schüler infiziert hat. Das er sich mit einer Pistole verbarrikartiert hatte scheint ja doch ein Zeichen zu sein, das er schuldig ist. Und hängen die beiden Fälle wirklich zusammen.
Das ist mir auch noch nicht klar - was sollte er für einen Grund haben?
 

Bibliomarie

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10. September 2015
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Ich finde das Buch auch unglaublich spannend und muss mir die Abschnitte genau einteilen, damit ich nicht durch das Buch rase.

Ich leide mit Carole in diesem nachtschwarzen Kerker. Sie bekommt kaum noch Wasser und Nahrung. Was für eine Angst muss sie beherrschen, ohne das Leben in ihr, hätte sie sich wohl schon längst aufgegeben.

Der Polizist Sandro ist nun nicht grade meine Kragenweite. Den Musiklehrer lassen sie auf freiem Fuß, obwohl es doch inzwischen mehr als ein Dutzend infizierter Schüler von ihm gibt, die übereinstimmend von einem Einstich berichten.
Nathaniel dagegen nimmt er in U-Haft, weil er die Therapeutin als Kind kannte kannte und ihm grundsätzlich misstraut. Das Indiz mit der Schwangerschaftshose im Keller kam ja erst dazu, als er ihn schon inhaftiert hatte.

Ich hatte mit meiner Vermutung recht, Carole ist lesbisch und hat deshalb diese Tinder Treffs gemacht. Eine schnelle, unkomplizierte Art, da ja keine legalen Möglichkeiten für unverheiratete Frauen gibt.

Die falsche Carole ist so überzeugt von ihrer Rolle, dass ich denke, dass sie psychisch krank ist. Sie schauspielert nicht, sie ist von der Rechtmäßigkeit überzeugt, sonst würde sie keine Angaben zu ihrem Sohn Mirko machen, die so leicht als Lüge zu entlarven sind.

Wo ist die Verbindung zu den HIV Infektionen? Es muss eine geben, sonst würden die beiden Erzählstränge nicht so nebeneinander stehen. Ich habe zwar inzwischen eine Vermutung, aber will mich überraschen lassen.
 

Bibliomarie

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War der Unfall von Caroles Mutter wirklich ein Unfall oder hat da schon jemand Rache an ihr genommen. Vielleicht die Halbschwester von Carole die sich in das System der Adotionsbehörde gehackt hat. Ist die Halbschwester dann womöglich auch die Frau die sich nun für Carole ausgibt?

Das es sich bei der falschen Carole um die Halbschwester handelt scheint mir auch ganz logisch. Durch den Zugriff auf die Daten hat sie schon lange vorher von ihr gewusst. Will sie sich nun den Status der echten Tochter erschleichen?
 

Bibliomarie

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Menschen, die eine Psychotherapie machen, scheinen in diesem Buch nicht sehr gut wegzukommen. Dass Nathaniel sich in Therapie begeben hat nach dem, was er erlebt hat, finde ich mehr als verständlich. Weniger verständlich finde ich, dass jeder psychisch Kranke ein potenzieller Schwerverbrecher ist.

Das ist mir aufgefallen, allein durch die Beziehung als Kind zur Therapeutin findet Polizist Sandro verdächtig.
Allerdings weisen alle Verdächtigen irgendwelche Psycho-Macken auf. Der Musiklehrer, die falsche Carole Stein...
Lassen wir uns mal überraschen.
 

Bibliomarie

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Die Gedanken auf S. 338 über die Gestik und Mimik von Blinden finde ich wieder sehr interessant und zum Nachdenken anregend,

Es gibt eben den Unterschied ob die Blindheit nach einem Unfall auftrat oder von Geburt an da war. Das ist mir völlig einleuchtend. Nathaniel erinnert sich an Farben und Formen und natürlich auch an die entsprechende Gestik oder Mimik.
Als 11jähriger hat er wahrscheinlich auch schon erstaunt die Brauen gehoben oder fragend geguckt, weil er eben vom Babyalter an damit umgehen konnte.
Ich hatte mir bisher darüber gar keine Gedanken gemacht, aber Blindheit von Geburt an, ist dann noch dunkler - wenn ich das so ausdrücken kann.
 

Bibliomarie

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Wer ist denn nun die Frau, die sich Stein und Bein als Carole ausgibt. Es gibt keine Übereinstimmung mit Caroles DNA. Ich dachte, es wäre vielleicht die Adoptivschwester, aber dann müsste es ja auch teilweise Übereinstimmung geben.


Da machst Du mich auf einen wichtigen Punkt aufmerksam. Die Polizei fand keine DNA Übereinstimmung, aber bei Halbgeschwistern müsste doch eine gewisse prozentuale Übereinstimmung festgestellt werden und im Labor die Alarmglocken klingeln.
 

Bibliomarie

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Trotz allem habe ich auch immer noch die Vermutung, dass es eine Verbindung zu den HIV Infizierungen und der Entführung von Carole gibt. Aber wieso, erschließt sich mir immer noch nicht.

Das denke ich auch, denn der Handlungsstrang nimmt viel zu viel Raum ein um unbedeutend zu sein.


Ganz furchtbar finde ich, dass Nathanael nun plötzlich an allem schuld sein soll. Da hat sich der Kommissar aber in dem alten Fall verbissen und schließt zu viele falsche Schlussfolgerungen.
Besser gefällt mir da Milla, die in jeder Hinsicht auf Nathanaels Seite steht und aus meiner Sicht sehr viel mehr herausbekommt, als die Polizei.

Sandro macht tatsächlich keine gute Figur bei den Ermittlungen. Ich fand es schon seltsam, dass Rudelli solange auf freien Fuß bleibt und Nathaniel auf Grund zweier Zufälle (Mutter als Therapeutin und Besuch des Restaurant) festnimmt, denn die Schwangerschaftshose findet er erst danach.
 

ElisabethBulitta

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8. November 2018
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Es gibt eben den Unterschied ob die Blindheit nach einem Unfall auftrat oder von Geburt an da war. Das ist mir völlig einleuchtend. Nathaniel erinnert sich an Farben und Formen und natürlich auch an die entsprechende Gestik oder Mimik.
Als 11jähriger hat er wahrscheinlich auch schon erstaunt die Brauen gehoben oder fragend geguckt, weil er eben vom Babyalter an damit umgehen konnte.

Das ist schon logisch. Kinder lernen in den ersten zwei Lebensjahren, die Mimik der Menschen zu deuten und nachzuahmen, genauso wie sie auch in dieser Zeit lernen, Laute voneinander zu unterscheiden. Und wenn sie also in dieser Zeit nicht sehen und/oder hören können, ist der Zug eigentlich abgefahren. Darum rege ich mich auch immer auf, wenn ich Mütter sehe, die mit ihrem Smartphone rumspielen, statt sich mit ihren Babys und Kleinkindern zu beschäftigen (hat jetzt nichts mit dem Thema Blindsein zu tun, ich kann die Bemerkung jetzt aber nicht bei mir behalten), weil sie ja eh nichts verstehen oder gar sprechen können.
Und bei Taubstummen ist es ja so: Selbst wenn sie durch technische Hilfsmittel irgendwann hören können, lernen sie nie so zu sprechen, wie jemand, der von Geburt an hören konnte. Und blind Geborene entwickeln auch nie eine Mimik, wie andere.
 

ElisabethBulitta

Bekanntes Mitglied
8. November 2018
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Das ist mir aufgefallen, allein durch die Beziehung als Kind zur Therapeutin findet Polizist Sandro verdächtig.
Allerdings weisen alle Verdächtigen irgendwelche Psycho-Macken auf. Der Musiklehrer, die falsche Carole Stein...
Lassen wir uns mal überraschen.

Den Musiklehrer und die falsche Carole finde ich auch schon arg gestört. Aber auch "leichtere" Störungen wie Angst- und Essstörungen oder Depressionen sind heute noch ein Tabu, für das man sich schämen muss. Und das finde ich schlimm.
 

Mikka Liest

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14. Februar 2015
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Hilter am Teutoburger Wald
wordpress.mikkaliest.de
Ich vermute mal das man Carole ständig Schlafmittel mit dem Wasser zuführt, von daher kommt auch ihre Müdigkeit.

Ich hoffe, dass es so ist und sie nicht so müde und kaputt ist, weil sie auch mit HIV infiziert wurde!

Das sie lange nichts zu trinken bekommen hat, macht mich doch unsicher ob Nathaniel womöglich doch was damit zu tun hat. Da er ja einen Zeit in Haft war und sich um nichts kümmern konnte.

Am Anfang war die Rede von den kleinen Händen des Täters, ich denke, das war erst eine Frau. Vermutlich die, die sich als Carole ausgegeben hat? Nachdem sie in Untersuchungshaft kam, wurde sie anscheinend von einem Mann abgelöst, aber ich habe nicht den Eindruck, dass es sich dabei um Nathaniel handelt. Natürlich könnte ich mich da täuschen, aber ich hoffe nicht, denn ich mag ihn!

Ist er doch auch Schizophen, wie sein Vater und die eine Hälfte ist der Böse der Carole entführt hat und der andere ist der liebenswerte Nathaniel?

In Büchern und Filmen wird Schizophrenie oft so dargestellt, als handele es sich dabei um die Entwicklung verschiedener bzw gespaltener Persönlichkeiten – aber tatsächlich wäre das eine disassoziative Persönlichkeitsstörung oder eine multiple Persönlichkeit.

Schizophrenie geht zum Beispiel oft mit Wahnvorstellungen, fixen Ideen, Stimmen oder Paranoia einher, aber nicht mit der Entwicklung mehrerer Persönlichkeiten. (Ich lebe selber mit einer schizoaffektiven Störung – die mit Medikamenten jedoch sehr gut kontrollierbar ist –, deswegen habe ich mich damit beschäftigt.)

Nach wie vor stehe ich immer noch vor einem Rätsel warum dieser Musikprofessor seine Schüler infiziert hat. Das er sich mit einer Pistole verbarrikartiert hatte scheint ja doch ein Zeichen zu sein, das er schuldig ist.

Ich vermute ja immer noch, dass ihn jemand kontrolliert oder anstiftet. Ich habe den Eindruck, dieser Mann ist wirklich so verblendet, dass er glaubt, er tut seinen Schülern etwas Gutes – vielleicht weiß er nicht, dass er seinen Schülern infiziertes Blut spritzt, sondern hält es für eine Art Wundermittel?

Ist die Halbschwester dann womöglich auch die Frau die sich nun für Carole ausgibt?

Das habe ich mir auch schon gedacht, aber dann müsste man eigentlich an ihrer Blutprobe sehen können, dass sie Caroles Schwester ist.

Und warum behauptet dies Unbekannte so vehement das sie Carole wäre, ist sie auch psychisch krank?

Wenn sie Caroles Halbschwester ist, hat sie vielleicht fälschlicherweise geglaubt, sie käme auch mit Blutprobe damit durch? Dann war ihr Plan vielleicht, Caroles Leben einfach komplett zu übernehmen.